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Resümee und Planung

Ich denke, es ist mehr als angebracht, ein paar Worte zu unserem ersten Wurf und allem drumherum zu verfassen. Es war eine extrem aufregende, ereignisreiche Zeit, voller Erfahrung, Freude aber auch Enttäuschung und Missgunst.004A3156

Den Wurf mit Lane, meinem absoluten Traumhunde, habe ich schon länger geplant. Es scheiterte zuerst an den Räumlichkeiten und Bedingungen, dann habe ich eine Immobilie gefunden, die ich finanzieren konnte und die all meinen Kriterien entsprochen hat, unser kleines Hexenhaus, und als ich auch endlich einen Rüden gefunden habe, der ebenfalls meine wichtigsten Kriterien, nämlich Charakter und Größe, vereint hat, wurde Polly im September letzten Jahres läufig und Lane zog nach. Mein Zwinger wurde im Oktober genehmigt, Lanes Hitze war um November geplant, und so hat sich der Wurf ein wiederholtes Mal um mindestens ein halbes Jahr verschoben. Auch wenn Sommer- Welpen sicherlich die angenehmeren sind, hatte ich natürlich etwas Bedenken wegen Lanes Alter im Bezug auf den ersten Wurf, denn mit zunehmender Zeit wird dies natürlich auch nicht weniger, obwohl Lane super, super fit ist. Nichts desto trotz musste es dann so sein und ich setzte mich ein wiederholtes Mal mit der Rüdensuche auseinander, war mir der erste Rüde doch etwas zu eng gezogen und hatte mir zu viele doppelte Hunde in der Ahnentafel.  Und so bin ich auf den jetzigen Vater meiner Welpen gestoßen. Finlej Aluzja. Da wir noch Zeit hatten bis zur nächsten Hitze, machte ich mir die Mühe und habe mir den Rüden vor Ort in Tychy (PL) angeschaut, um mich selbst von ihm zu überzeugen. Daniel und ich waren beide angetan von ihm, und er von Lane sowieso:)Nur Lane fand sein Spielzeug besser 😉 In Deutschland angekommen habe ich beschlossen, die Suche aufzugeben und es bei Finlej zu belassen. Ja, es sollte Finlej werden. Ein Rüde, der klein ist, sehr viel Temperament hat, Fremden gegenüber rassetypisch reserviert, aber nicht scheu, Deckerfahrung, kräftige Farben und Daumenabdrücke hat und ein tolles Gebäude. Was noch als i- Tüpfelchen hinzu kam, dass seine Mutter bei den Besitzern ebenfalls vor Ort lebte, und wir „Furia“ auch kennen lernen durften. Ich habe den Wurf von Anfang an nicht an die große Glocke gehangen, weil es offenbar einige Menschen gibt, die mir weder Lane, noch eine eigene Zucht gönnen (Lane ist weder untypisch, noch hat sie irgendwelche Krankheiten 😀 ). Den wenigen, denen ich mich anvertraut habe, war der Rüde ebenfalls sehr sympathisch, sie kannten ihn von den zahlreichen Shows, die Finlej besucht hat (nein, er wird NICHT im Agility geführt) und alle fanden ihn toll und hübsch und hatten auch schon mal überlegt und und und. 004A0140Dann wurde Lane läufig. Ab dem 8. Tag haben wir mit den Progesteron- Test begonnen und ich habe ein kleines Vermögen in der Klinik gelassen, um auf Nummer sicher zu gehen, wenn ich schon nach Polen fahre. Insgesamt waren es 4 Tests an der Zahl, und Lane sollte an Tag 16., am Dienstag und an Tag 18., am Donnerstag belegt werden. Am Dienstag also bei Finlej gewesen, der sehr interessiert war, ebenfalls wie Lane an ihm. Sie stand super, aber hampelte als es „ernster“ wurde doch noch recht viel rum. Dennoch hat der Deckakt geklappt und die Hunde hingen eine gute halbe Stunde. Finlejs Frauchen meinte, wir sollten am Mittwoch wieder kommen und direkt nachdecken. Da sich Spermien aber länger halten, war ich mir sicher, dass Donnerstag reicht um einen „langen“ Zeitraum abzudecken. Kaum nach dem Decken bei meiner Familie angekommen, habe ich an Lanes Verhalten irgendwie gemerkt, das wird am Donnerstag nichts mehr. Ich weiß nicht mal genau warum, da ich noch nie einen Hund habe belegen lassen, aber ich habe Agnieszka abends noch geschrieben, dass wir es am Donnerstag probieren können, ich aber denke, dass Lane kein Interesse mehr haben wird. Tja, und genauso war es auch. Ich bin zwar kein erfahrener Züchter, aber ich kenne meinen Hund sehr gut. Das Nachdecken hat nicht mehr geklappt und da es super kalt war (jap, in Polen hat es mega geschneit Ende Februar) und meine Mama mit Polly im Auto saß, habe ich entschieden, dass wir es dabei belassen. Ich glaube daran, dass die Dinge so kommen, wie sie kommen sollen. Es gibt Menschen, die sicherlich viele auch negativen Ereignisse damit auslegen „alles hat einen Grund“ und manchmal scheint es banal, nahezu lächerlich, aber ich glaube es dennoch. Ich habe es geschafft, aus bisher jedem noch so schlimmen Ereignis meines Lebens eine positive Bilanz zu ziehen und so bin ich nach Hause gefahren. Ich war mir nicht sicher, ob Lane nun trächtig ist oder nicht, aber ich habe es einfach dabei belassen.004A2830

Bis zur 3. Woche habe ich gewartet, und bei Lane keinen großen Unterschied gemerkt. Ich habe sie direkt aus dem Sport genommen, weil ich Angst wegen der Einnistung hatte und habe sie lediglich für trockene Übungen in den Garten genommen, wo sie nicht springen musste. Und dann war da dieser eine Tag, wo Lane vollkommen durch den Wind war, einfach nur rumkasperte, überhaupt nicht zuhörte und ich so gar nichts abrufen konnte, von dem, was sie so sicher kann. Ich habe gehofft, dass es an einer Trächtigkeit lag, sonst hätte ich mir ernsthafte Gedanken um ihren „Zustand“ machen müssen. Beim Ultraschall war dann klar: Lane ist trächtig. Die junge Ärztin hat auf 3 Welpen getippt, wobei ich bei dem 3. schon Unsicherheit ihrerseits gespürt habe. Die ersten 2 hat sie auf Anhieb gefunden und dann nach ewigem Suchen sagte sie: „Ich tippe auf 3“. Tja, und da war die erste Enttäuschung, weil wir uns so sehr eine Hündin von Lane gewünscht haben. Momentan kommen überall so viele Rüden zur Welt, dass die Wahrscheinlichkeit bei 3 Welpen auf eine Hündin schon stark reduziert war. Obwohl ich mit der Klinik bis dahin sehr zufrieden war und sehr viele Züchter dort hingehen und nur gute Erfahrung gemacht haben (bis auf die etwas überteuerten Preise vielleicht),  habe ich dennoch gehofft, sie hat sich einfach vertan. Nun, das hat sie auch, aber nicht nach unten, sondern nach oben. Lane hat kaum an Umfang zugenommen und deswegen sind wir am 58. Tag noch einmal zum Röntgen gefahren, um uns auf eine eventuelle Einlingsgeburt einzustellen. Das Röntgen zeigte klipp und klar 2 Babies, die ziemlich startklar aussahen. Sie waren super entwickelt, der erste lag schon mit dem Kopf in die richtige Richtung und es sah wirklich so aus, als könnte es losgehen! Unbenannt-1

Und wie der Mensch eben so ist, nie zufrieden mit dem, was er hat, war ich noch enttäuschter und sauer, dass ich mich über 3 Welpen beim Ultraschall geärgert habe, wo es nun nur noch 2 waren. Meine Freundin, die mit mir zum Röntgen war, wollte dann noch witzig sein, und meinte: „Hey, sieh’s positiv, dann brauchste nicht so nen großen Auslauf.“ Wir haben den Auslauf natürlich genauso groß gelassen, wie er war und ach, irgendwie hat dieser Spruch es echt nicht besser gemacht. Den Tag darauf musste ich ins Krankenhaus zur Nachsorgeuntersuchung und verließ die Klinik mit der Information, dass der Gebärmutterhalskrebs sicherlich mit Krebs Nummer 1, dem Lymphdrüsenkrebs, zusammenhängt und dieser einfach generell viele neuen Krebse mit sich bringt. Aber, und da war er schon wieder, dieser überhaupt nicht aufheiternde Satz: „Wenn man sich regelmäßig komplexen Kontrollen unterzieht, kann alles gut behandelt werden, wenn es früh erkannt wird.“ Also, zu meinen normalen Untersuchungen alle 6 Monate für den Hodgkin darf ich bereits alle 3 Monate zum Gyn, nun auch alle 6 zum Hautarzt für ein Screening und noch irgendwo hin soll ich, was ich schon wieder vergessen habe. Hatte ich eh nicht vor. Und dann fährt man nach Hause, denkt sich, okay, du hast 4 Progesteron- Tests gemacht und jetzt bringt deine 5 Jahre alte Hündin 2 Rüden auf die Welt. Ich war schon echt ziemlich schlecht drauf zu dem Zeitpunkt. Und dann habe ich darauf gewartet, dass Lane nun noch überträgt und wir einen Kaiserschnitt machen lassen müssen. Wir hatten den ausgerechneten Geburtstermin für Dienstag, den 26.04. Am Sonntag war das erste Cup- Turnier und ich habe zwar etwas gezögert, ob ich wirklich hinfahre, bin es aber noch. Lane war einfach wie immer. Nichts auffälliges. Daniel hatte Dienst und hat sie total bewacht. Ich habe jede Stunde angerufen und gefragt, ob es was Neues gibt. Nichts. Lane pennt und frisst und die Temperatur ist unverändert. Aus Coesfeld wäre ich schnell da gewesen. Abends war immer noch alles unauffällig. Und wie wir so oben im Bett lagen, meinte ich zu Daniel, dass ich heute lieber unten schlafe. Er fand es etwas komisch, weil ja nichts war, aber ich habe mich besser gefühlt und unten bei den Hunden auf der Couch gepennt. Oh man, und dann gings los. Was für eine Eingebung. Um 4.30 Uhr fing sie an, den Auslauf auf den Kopf zu stellen und erstaunlicherweise überkam mich gar keine Panik. Ich habe mir von Anfang an vorgenommen, diese Geburt mit Lane zu meistern und ab da fing eigentlich dieses ätzende Dilemma mit den gut gemeinten Meinungen der ‚hilfsbereiten Leute‘ an. Es sei falscher Ehrgeiz von mir, es gibt so viele Risiken, und wenn der Welpe dies, wenn der Welpe das. Also habe ich mich kurz vor der Geburt umentschieden und eine benachbarte Züchterin angefragt, ob sie mir zur Seite stehen würde, wenn es losgeht. Es geht schließlich um das Leben kleiner Hunde, und auch wenn ich bei welcher Komplikation auch immer sicherlich eh wie ne Geisteskranke zum Arzt gerast wäre, lieber kein Risiko eingehen. Die Züchterin, die ich angefragt hatte, hat jedoch durch die Blume abgelehnt mit den Worten: „Die Natur des Hundes ist schon wunderbar.“ Und da ich mich habe total verrückt machen lassen von dem Gelaber der Leute, dachte ich nur: ja, du hast ja leicht reden. Wenn bei mir schon etliche Male alles gut gegangen wäre, würde ich auch so schlaue Sprüche klopfen. Nun, aber wen willst du um 4.30 Uhr erreichen? Eben. Also mussten wir da zu zweit durch, nur Lane und ich. Ich war erstaunt, wie schnell die Presswehen eingesetzt haben und es dauerte auch gar nicht so lange, bis ich ein kleines Köpfchen gesehen habe. Zumindest dachte ich das. Und je mehr sie gepresst hat, desto rosaner wurde das, was man sah und ich verspürte auf einmal doch einen kleinen Anflug von Panik. Mittlerweile 6 oder so, habe ich eine Freundin aus der Schweiz angeschrieben, Border Terrier Züchterin und Mutter von 3 Kindern, die sicherlich schon wach sind. So war es auch. Sie leistete mir dann Beistand über die Distanz und wusste auch nichts mit dem Foto, dass ich ihr geschickt habe, anzufangen. Ich dachte dass der Welpe irgendwo offen sei, oder etwas nicht zugewachsen ist oder oder oder. Um kurz nach 7 war Lane dann schon recht weit und als Daniel aufgestanden ist, habe ich ihn nur noch fix zu sich nach Hause geschickt um die Küchenwaage zu holen, weil wir an diese noch gar nicht gedacht haben – wer hätte auch geahnt, dass Lane einen Tag vor dem errechneten Termin überpünktlich ihre 2 Babies auf die Welt bringt? Mit den Worten: „Beeil dich, sonst ist der Welpe da, bevor du da bist“ rannte Daniel etwas panisch aus der Tür. Oh man, Männer und Geburten. Ohne Daniels Anwesenheit kam dann der erste Welpe auf die Welt und Lane machte sich SOFORT ans Werk. Während ich nochmal alle Methoden des Abnabelns, die mir aufgequatscht wurden, durchgegangen bin, hat Lane das Ding schon erledigt. „Die Natur des Hundes ist schon wunderbar.“, klingelte es in meinen Ohren, und sollte in den nächsten Wochen der beste Tipp werden, den ich je gehört habe im Bezug auf die Hundezucht. Ich habe mich nicht getraut, den Welpen umzudrehen und nach dem Geschlecht zu sehen, was total dämlich war 😀 Ich war einfach nur froh, dass alles gut gegangen war bisher und der Welpe auf den ersten Blick gesund schien. Und dann habe ich es getan, und eine riesige Erleichterung gespürt. Alanis. Alanis die mit offenem Mund mit ihrer Zunge gegen die Blase gedrückt hat.004A0571

Alanis war noch nicht trocken, zog aber schon kräftig an der Zitze, als es bei Lane weiter ging. Als Daniel ankam, sagte ich nur: „Es ist eine Hündin.“ Gott, wir waren so überwältigt. Exakt 30 Minuten später um 8.37 Uhr kam Lou förmlich heraus geschossen, und hatte es offenbar wesentlich einfacher als ihre große Schwester. Auch hier hat Lane einfach alles alleine gemacht und weil sie vehement darauf bestanden hat, die Babies auf der Couch zur Welt zu bringen (wir haben lange diskutiert, sie hat aufgehört zu pressen, sobald ich ihr versucht habe zu vermitteln, dass die Wurf Box der bessere Ort für eine Geburt ist), sind wir anschließend erstmal in die Wurfkiste umgezogen. Diese verließ Lane dann auch nur gegen ihren Willen, damit ich sie auf die Wiese zerren konnte, wo sie in Rekordzeit Pippi gemacht hat und um ihr Essen herunter zu schlingen.  2 gesunde Hündinnen also, wie viel Glück kann man haben. Ich hatte einige Leute auf meiner „Liste“, aber vieles hat sich mit der Zeit zerschlagen, oder war nicht mehr so intensiv, manche haben sich schon anderweitig umgesehen, manche wollten einfach nicht warten oder sonst was. Nur Lous neue Familie hat seit über 1 Jahr auf ihre Hündin gewartet. Und bei ihren neuen Besitzern weiß ich, dass sie nicht primär für den Sport angeschafft wird und auch sicherlich nicht abgegeben/ersetzt, wenn sie aus welchen Gründen auch immer kein Agility (mehr) machen kann. Das ist mir einfach wichtiger, als dass der Hund garantiert Meisterschaften laufen wird. Am 25.04.2015 hat Thorsten mich auf einem Turnier in Bochum auf den Manchester angesprochen und nachdem ich ihm erzählt habe, dass wir auch noch einen wollen, nach Möglichkeit einen Welpen von Lane, schrieb er mir kurz darauf eine Email, dass er sich auch einen Hund von Lane wünscht. Exakt ein Jahr später, am 25.04.2016 wurden die Mädels geboren. Es sollte einfach so sein. Es war auch übrigens Daniels und mein Jahrestag,  also fast romantisch, aber naja. Daniel halt 😉 So, und dann lagen sie da. Meine 2 Hündinnen mit ihrer Super- Mama Lane.004A9966

Ich habe mich noch gar nicht richtig zu Ende gefreut (geht das überhaupt? ), und die absolut komplikations- und reibungslose Geburt verarbeitet, die Enttäuschung über „nur 2 Welpen“ (was habe ich mich satt gehört an diesen Wörtern. „Echt? Nur 2? Ist das normal?), da fing es an. Wusstest du nicht, dass Finlej dies, dass Finlej das? Hast du nicht gehört, dass da und da ein total gestörter Welpe nach Finlej ist? Oh, ne, also den Rüden hätte ich nicht genommen. Du willst Sport machen? Wow. Ich hoffe deine Babies haben Temperament, ich hoffe die Welpen sind gesund. Bla bla bla. Puh, ok, und ich saß da, vor dieser Wurfbox, mit den Nerven am Ende und habe meine Welpen angesehen und mich gefragt, was mit den beiden nicht stimmt? Ziel erreicht, würde ich sagen. Ich war so weit, dass ich eines Abends im Bett lag und so geheult habe und zu Daniel meinte, ich verkaufe alle beide und lasse es gut sein. Er wurde richtig sauer, und meinte zu mir, dass er nicht jeden Tag vor dieser Wurfbox sitzt und sich den Hintern aufreißt, damit ich beide Hunde verkaufe… Meine Zuchtwartin war an Tag 3 da. Sie war absolut zufrieden, fand alles gut, alles normal. Alles drum, alles dran. Sie meinte auch, wir sollten unbedingt einen weiteren Wurf mit einer so souveränen, liebevollen und instinktsicheren Hündin machen.  Als ich mich auf diese Aussage berufen habe, wurde ich darauf hingewiesen, aaaaach, meine Zuchtwartin. Ja ja 😉 Die züchtet ja auch nur Airedale Terrier. Da hat man keine Ahnung von Manchestern (!!!). Nach 14 Tagen hat mein Tierarzt die Babies begutachtet. Er war absolut zufrieden, fand alles gut, alles normal. Alles drum, alles dran. Es lag also an mir, mich von den Menschen, die einem offenbar einfach gar nichts gönnen, nicht einmal 2 Welpen, zu distanzieren und mich mental davon zu verabschieden.004A0600

Im Laufe der Zeit ist mir dies auch immer besser gelungen. Bei der Frage nach der Zufütterung, habe ich schon lange keinen Rat mehr gesucht. Es schein, dass wenn man 3 Leute fragt, man am Ende 5 Meinungen hat. Also, ICH fütter NUR und AUSSCHLIEßLICH / Du MUSST UNBEDINGT bla bla bla/ Auf jeden Fall geht es NUR, wenn du mit Welpenmilch anfängst etc.pp. Ich wollte die ganze Zeit Platinum füttern und alle haben gesagt, dass man Platinum nicht einweichen kann und es deswegen für so kleine Welpen ungeeignet sei. So, und dann haben wir uns in die Küche gestellt, es zerhackt, sind mit nem Nudelholz drüber und haben es sehr wohl eingeweicht! Spätestens als die Welpen ihre ersten wackeligen Versuche auf den Beinchen starteten, wusste ich: Ich habe 2 super Welpen!!! Lou öffnete zuerst die Augen, sie traute sich zuerst aus der Wurfbox. Alanis hingegen konnte als erste „laufen“, hatte sie auch wesentlich weniger Gewicht mit sich zu schleppen. Obwohl sie 8 Gramm schwerer war bei der Geburt, hat ihre kleine Schwester sie deutlich überholt. Vom Temperament haben sich beide anfänglich nicht viel getan. Jede hatte ihre Phase, wo sie aktiver war, und wo sie eher ruhigere Tage hatte. Obwohl mein Herz von Anfang an eher bei der „roten“ war, wie wir sie nach den Halsbändern nannten, habe ich mich lange schwer getan, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Als die Welpen fast 5 Wochen alt waren, haben uns Lous Menschen das erste Mal besucht. Damals habe ich gesagt, dass ich mich bis zur 6. Woche entschieden haben möchte und wir zu der roten Hündin tendieren, uns aber noch nicht sicher sind, obwohl ich die ganze Zeit wusste, Daniel ist total in Alanis verliebt. Beim nächsten Besuch habe ich Daniel vorher gefragt: Was sage ich denen jetzt? Und er antwortete eindeutig: „Ich will die rote.“ Wenn ich an unser erstes Gespräch zurück denke, wo ich Daniel von meinen Zuchtplänen erzählt habe, und er mir seine klassische „Hm-Antworten“ gab, und auf meinen Hinweis, dass ich gerne ein Mädchen behalten möchte meinte: „Ich finde, 2 Hunde sind genug“, war ich etwas irritiert, als ich kurz durchgezählt habe, und ohne einen weiteren bereits auf 3 kam. Tja, und dann will er Alanis. Kerle sind echt anstrengend. Also gut, dann bleiben wir bei der roten. Den Menschen von Lou war es gleich. Lous Frauchen meinte von Anfang an, sie könne mit Fräulein rosa auch gut leben, Lous Herrchen hielt sich etwas bedeckt (Ich sage ja, Kerle) und im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wir absolut die richtige Entscheidung getroffen haben. Hätte ich nicht bereits ein Kaliber wie Polly hier sitzen und würde einen aktiven Hund suchen, der mich wieder etwas auf Trab hält, mit dem ich vielleicht ein bisschen Sport machen kann, aber nicht unbedingt züchten, hätte ich mich glaube ich für Lou entschieden. Lou ist der Haudrauf von beiden. Beide Hunde haben viel Temperament, aber Lou ist etwas gröber in ihrer Vorgehensweise, etwas krasser und heftiger. Alanis spielt auch mal gerne so für sich selbst, läuft mit Plüschis durch die Gegend und ist einfach happy. Sie ist zarter, zierlicher und sanfter. Was deutlich besser zu meinen anderen Hunden passt. Sie stellt ihr Glück nicht so schnell auf die Probe und ich denke, dass es sonst auch eher mal mit Polly Stress geben könnte, weil Polly eher so ist wie Lou. Sehr klar und deutlich, in dem was sie möchte, und auch sehr hartnäckig, um an ihr Ziel zu kommen. Und zwei davon? Nein, danke! Alanis ist okay mit vielen Dingen, die man nicht möchte. Sie schläft auch mehr als Lou und ja, frisst leider nicht für ihr Leben gern. Im Moment ist sie etwas mäkelig, aber die Phase hatte ich mit Polly auch, von daher ist es auch gut, wenn der kleine Mähdrescher bei Terrier- unerfahrenen Menschen ist. 004A4251

Lane hat die Welpen fast bis zur 9. Woche gesäugt, auch wenn sie sich die meiste Zeit nicht mehr bei den Babies aufgehalten hat, hatte sie stets ein Auge auf sie und hat sie immer noch regelmäßig geleckt und geputzt. Polly durfte recht früh mal gucken, aber nicht zu nah an die Welpen. Ab der 4 – 5 Woche, sollte sie sich aber als der beste Babysitter, den man für zwei halbstarke Manchester Terrier Welpen haben kann, entpuppen. Ich bin so froh, sie bei uns zu haben! 004A3556

Mein Tierarzt hat beim ersten Besuch sofort zu mir gesagt: Glauben Sie nicht alles, was Züchter Ihnen erzählen. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Und in Kombination mit dem Spruch, dass die Natur des Hundes schon sehr gut eingerichtet ist, waren diese 2 Tipps die besten, die ich in der Zeit erhalten habe. Wir haben letztendlich vieles nach Gefühl entschieden, und ich bin etwas enttäuscht von mir selbst, dass ich nicht von Anfang an wesentlich mehr auf mich selbst und meine Super- Lane gehört habe. Man möchte natürlich so wenig wie möglich falsch machen, und ich glaube, dass es ganz normal ist, wenn man seine ersten Welpen groß zieht, aber diese Welt hat wirklich viele gemeine und hässliche Menschen. Ich bin so überzeugt von meinen Welpen und so glücklich mit der Verpaarung und Entwicklung, dass ich wesentlich gestärkter aus diesem Wurf heraus gehe und es mir nie, NIE wieder in meinem Leben passiert, dass ich mir selbst so wenig vertraue. Und das möchte ich gerne auch allen anderen ans Herz legen. Einfach mal die Leute reden lassen und aufs eigene Bauchgefühl hören. Keiner kennt deinen Hund so gut, wie du selbst. Und jeder weiß, wie das ist, mit dem Mitleid, das man geschenkt bekommt, und dem Neid, den … 😉 In unserem Wurfabnahmeprotokoll steht:

„Super geprägte, sehr temperamentvolle, zutrauliche Welpen, die sich frei in der Wohnung bewegen. Bester Futter- und Pflegezustand. Vorzügliches Haar und Pigmentierung.“ 

und weiter:

„Hunde und Welpen leben zusammen in der Wohnung. Welpen zuerst in einem abgetrennten Areal, Auslauf draußen auf großer Rasenfläche. Mutter in Top Kondition.“

Ich bin mir sicher, dass wir nicht alles auf Anhieb richtig gemacht haben. Aber ich bin mir mindestens genauso sicher, dass wir sehr vieles gut und richtig gemacht haben. Jedenfalls kann ich garantieren, dass ich meine Babies mit aller Liebe, Zeit und Mühe, die ich aufbringen konnte, großgezogen haben.

Zur Wurfplanung kann und möchte ich nichts konkretes sagen, da es mir momentan sehr schwer fällt, vorherzusehen, was in den nächsten Jahren ist. Lane werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach NICHT noch einmal belegen, obwohl es uns nahegelegt wurde, meine Zuchtwartin voll von ihr überzeugt ist und sie einen super Job gemacht hat. Aber alles, was ich mir von ihr gewünscht habe, war eine super Tochter, davon habe ich gleich 2 bekommen, und das ist mehr, als ich mir erträumt haben. Nächstes Jahr wird es also voraussichtlich keine Welpen geben, und 2018 schauen wir mal, was die Polly bis dahin macht, oder wie Alanis sich entwickelt hat:)

Wer nach diesem Roman noch 17 Minuten Zeit hat, darf sich ein kleinen Einblick in 9 Wochen Alanis & Lou gönnen! Viel Spaß!

Hello A3

Ja, da ist sie nun. Die Polly in der A3. Im März hat sie mit 17 Monaten die Begleithundeprüfung bestanden, im April ist sie mit 18 Monaten ihr erstes Turnier mit der ersten Qualifikation gelaufen, im Mai war sie mit 19 Monaten in der A2, und tada, mit 20 Monaten ist sie heute im Juni in der A3. Hm. Irgendwie macht mich das nicht ganz glücklich:)
Das Turnier am Wochenende war in unserem Heimatverein, und das erste Mal habe ich selbst als Agilitywart an der Ausrichtung mitgewirkt. Zum Glück hatte ich gute Hilfe von Janine, die die Meldestelle übernommen hat und Diana, die sich um die Organisation der Helfer gekümmert hat, womit schon mal 2 große Teile der Planung und Organisation „weg“ waren. Ich habe mich mega auf dieses Turnier gefreut, aber es hat am Samstag soooooo geschüttet, ich war bis auf die Unterwäsche nass. Und als Optimist hatte ich keine Gummistiefel dabei, sondern natürlich eine kurze Hose:)Bei der Parcoursbegehung dachte ich: Never ever. Es war mega matschig, da laufe ich eh wie ein Angsthase, es hat super geregnet und der Parcours sagte mir auch irgendwie nicht so zu. Ich wusste nicht, wie ich das Ende führen soll, und Polly hat sich mir einfach total angepasst. Bei der Zielhürde, wo wir kurz davor nochmal fix ins Eiern gekommen sind, habe ich ehrlich gesagt eine kleine Erleichterung gefühlt, also, bevor wir 0 waren. Mein Gedanke war ernsthaft: Cool, vielleicht wird es ja doch noch ein Dis, wenn sie die Hürde umläuft und von hinten springt, und du kannst noch mal in der A2 bleiben. Nein. Keine Fehler. Und so hatte ich ein gemischtes Gefühl. Das soll echt nicht falsch verstanden werden, Polly ist ein super Hund, der sicherlich eine super Grundlage hat, aber mein Fokus lag zu 70% auf Steg und A-Wand (60% Steg/ 10% Wand), zu 20% auf Slalom und 10% Führtechnik. Sie macht das, was man ihr zeigt, wenn man da ist. Sie arbeitet nicht sonderlich gut vor, insbesondere, wenn man sie „weg“ dreht, sie macht keine ordentliche Welle, sie löst sich nicht optimal ins Außen und und und. Das sind alles Dinge, die für mich erstmal keine soooo große Priorität hatten. Wieso habe ich dann so viele Turniere gemeldet? Ja, um Frühstarter und Stegabgangsfehler zu korrigieren. Diese bleiben aber bislang zum Glück aus.

Und nun bin ich ein wenig gestresst, was sich direkt auch am Sonntag in unserer ersten A3 widerspiegelte. Da stand nämlich zufällig eine Welle, an der sie wie immer gescheitert ist. Anders als Lane, mag Polly es schon, sehr nah an mir zu arbeiten und kommt permanent rein, was eigentlich total verrückt ist:)Im A-Lauf musste ich mich an der Wippe absetzen, habe einen Franzosen gewagt und sie ist über die Wippe geflogen- zum 2. Mal. Und erst nach der dritten Korrektur ging es einigermaßen (eigentlich war sie schon runter, aber nachdem ich mich umgedreht habe, hat sie einen Handstand gemacht, und da die Wippe noch nicht wieder oben war, hat sie die mit der Hinterhand noch erwischt). Tja, und dann kommt man aus dem Parcours raus, und die Menschen meinen, einen trösten zu müssen. Ach, mach dir nichts draus. Sie ist noch so klein. Ja, das weiß ich. Drum sage ich, ein paar Turniere mehr in der A2 hätten dem Baby nicht geschadet. Polly ist wie ein routinierter, erfahrener Turnierhund, bis auf die Tatsache, dass sie einfach in vielen Hinsichten inhaltlich einfach noch nicht den Horizont hat, was völlig okay ist. Und ich weiß nicht, ob ich mich schon mit Zeiten, Qualifikationen, Kombinationswertungen und Meisterschaften befassen möchte. Irgendwie war es in der A1 und A2 so entspannt, dass ich es total genossen habe. Ich hatte noch nie so viel Spaß auf Turnieren, wie in der 1+2 mit Polly. Ich habe mich gefreut, wenn der Steg super war, wenn sie die Wand schön bis unten gelaufen ist, wenn sie brav am Start saß. Sie ist jetzt 12 Turniere gelaufen, und ich gebe ihr weitere 10, um zu sehen, wie sie sich schlägt, ansonsten machen wir die A2 nochmal:)Es läuft mir mit ihr nichts weg und ich möchte in unserem Training noch keinen Fokus auf Geschwindigkeit legen. Wir schauen jetzt, dass wir unseren Horizont erweitern, gestern wurde mal wieder die Welle nachgearbeitet und das ist ja wiederum das tolle: Ich merke mir die Stellen, an denen wir gescheitert sind und zack, baue ich die Sequenzen im Garten auf und es wird nachgearbeitet. Polly ist einfach ein Traum und super dankbar zu trainieren. Und weil sie auch super schnell lernt, sollten wir das eigentlich auch schaffen- wenn keine Marotten dazwischen kommen. Auf den nächsten Turnieren werde ich erstmal meinen Fokus auf die Wippe legen!

Manchester Terrier abzugeben

Narnia ist eine 6 Jahre alte Manchester Terrier Hündin die dringend ein neues Zuhause sucht. Ihr Besitzer ist gestürzt und kann sie nun aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr halten und sich entsprechend um sie kümmern. Narnia liebt es, spazieren zu gehen und neues zu entdecken. Sie braucht allerdings Menschen, die ihr klare Regeln aufweisen und vor allem Menschen, die ihr Zeit geben, anzukommen. Ist sie einmal angekommen, ist sie ein lieber, verschmuster und anhänglicher Hund. Sie kennt keine Kinder und Kleintiere, bei Hunden entscheidet sie nach Sympathie. Es werden erfahrene Menschen mit der entsprechenden Zeit und Geduld für diesen tollen Hund gesucht, die ihr ein schönes Plätzchen auf der Couch geben. Kontakt: 0157 32612140 / dariakusch@aol.com

narnia

Keine Ahnung

Keine Ahnung, was ich zu diesem Bild schreiben soll. Ich bin unendlich verliebt, unendlich glücklich und unendlich stolz. Auf jeden einzelnen meiner Hunde, auf Lane als Mutter ganz besonders, auf mein süßes Baby. Auf dieses Bild. Ich kann mich einfach nicht satt sehen… Das erste Gruppenfoto <3
Alanis, 7.5 Wochen, Polly, 20 Monate, Kira, 13 Jahre und Lane, 5.5 Jahre. hp4193

Turnierwochenende in Ibbenbüren

Jedes Jahr frage ich mich, fährst du nach Ibbenbüren oder nicht? Verhältnismäßig ist es schon weit, schon wieder ne lange Autofahrt hin und zurück, jedes Mal zögere ich und jedes Mal melde ich und bin happy:)Also wird es sicher nächstes Jahr genau so laufen. An den Start ging nach wie vor lediglich Polly; Lane ist ja der Meinung dass ihre morgen nun 7 Wochen alten Babies, die bereits um die 2 Kilogramm wiegen, durchaus noch kräftig gesäugt werden müssen:)Ich lasse sie und werde vor Mitte/ Ende Juli eh nicht mit ihr starten. Also waren der haarige Parson und ich alleine unterwegs. Meine Eltern hatten gestern Baby- Dienst und Daniel heute. Funktioniert einwandfrei! Im A-Lauf wurde Polly von dem einen oder anderen Gerät magisch angezogen, Dinge, die ich so nebenbei wahrgenommen aber nicht für gefährlich gehalten habe, also gab es eine dicke Disqualifikation, gleich zweimal 😀 und ich fand es ein bisschen schade, weil ich den Parcours mega gut für uns fand und das Ende einfach nur Bock gemacht hat: außen, Steg, Hürde, Hürde. In einer Linie. Rennen, rennen, rennen. Bis dahin waren wir aber wie gesagt schon das eine oder andere Mal raus, aber – es gibt doch dieses Lied von Kraftklub mit den Worten: „Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst, dann sei doch einfach stolz auf dein Land“. Das lief auf dem Rückweg und ich dachte mir so, ja, ok, ich bin stolz, stolz auf meine super Starts, ich bin stolz auf meine Zonen und ich bin stolz auf den Hund, der noch keine 2 Monate startet und in 4 Tagen erst generell 20 Monate „alt“ wird. Im Jumping haben sich einige Hunde rausgeschossen, wobei ich auch hier fand, dass der Parcours super gut zu laufen war, wenn man den Hund ordentlich geführt hat und nicht unbedingt faul war. Und so habe ich mir viel Mühe gegeben mit Polly, wieder ein super Start, sie sitzt (noch) wie eine 1, super Wendungen, schön flott und selbstständig und dann läuft sie an der vorletzten Hürde vorbei die etwas aus der Reihe versetzt war:)Tja, das habe ich wirklich GAR NICHT einkalkuliert gehabt und bin davon ausgegangen, die macht das einfach. Egal. Es war ein schöner Tag, ohne Regen, was für Ibbenbüren total untypisch ist und wenn ich so an die schwierigen Stegabgänge denke in der 3, will ich da noch gar nicht hin (ja, es macht Sinn, den gesamten komplexen Sport auf Stegabgänge zu reduzieren 😉 ). Tja, heute fand ich die Parcours so naja. Auf jeden Fall auch machbar, aber ich bin nicht an den Start gegangen mit dem Gefühl, dass der für uns gestellt wurde, so wie gestern. Dennoch lief Polly einen super A-Lauf und gewann diesen fehlerfrei, was uns nun doch ein Stück näher an die A3 bringt 😀 Isn’t it ironic, don’t you think? Der Steg war leider nicht drin, wobei ich sofort gemerkt habe, wie MEGA entspannt ich deshalb war, obwohl ich erst einmal einen Fehler am Steg hatte, wo sie abgerutscht ist. Die Richterin heute hat sich angeblich dagegen entschieden, den aufzubauen, weil die Wiese eine Schräge hat und es gestern wohl den einen oder anderen Abflug auf dem Steg gab. Keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich habe auch etwas gepennt:)Hier Pollys 2. V0 für die A3.

Den Part mit wie stolz ich auf Polly bin, lasse ich heute mal weg. Es macht unbeschreiblich viel Spaß und ich hatte noch nie ein so gutes, stimmiges Gefühl mit einem Hund auf Turnieren. Ich habe mit Polly bisher keinen Triebaufbau gemacht und nie gezielt Geschwindigkeit trainiert, eher mal etwas mehr über Futter als über Spielzeug, wo sie extrem gaga drauf ist. Viel Technik, aber mit Hirn. Ich weiß, dass mit der Sicherheit bei ihr auch noch mehr Tempo kommen wird. Und ich hoffe inständig, dass „noch mehr Tempo“ nicht = „weniger Hirn“ bedeutet. Wegen meiner kann sie so bleiben wie sie ist. Ich finde sie so einfach perfekt. Perfekt fand ich auch Lou und Alanis gestern. Nachdem das Turnier an beiden Tagen übrigens, recht zügig rum war, ich war so gegen 16 zuhause, mit über einer Stunde Fahrt, habe ich die Babies einzeln mal an die Leine genommen und bin mit ihnen etwas im Hof und an der Straße vor meinem Haus spazieren gegangen, während Daniel dieses ultimativ langweilige Fußballspiel geguckt hat. Hey, ich war soooooo begeistert. Die laufen ja einfach. Als hätten die nie in ihrem nun fast 7 Wochen alten Leben etwas anderes gemacht. Hüpfen fröhlich vor sich hin, sind nicht irritiert von dem Klimbim an ihnen dran, haben Steine, Schilder, Bushaltestellen und andere extrem aufregende Sachen erforscht. Diese Woche werden wir also definitiv nutzen für einige Ausflüge. Am Freitag waren Lous neue Menschen auch wieder hier und es wurde bereits etwas „ernster“. Der Papierkram muss erledigt werden, Kaufvertrag, Impfung, Fütterung, Bezahlung, all die unangenehmen Sachen müssen einfach besprochen werden. Nichts desto trotz hat sich mein Gefühl nur gefestigt und so blicke ich der Abgabe so entspannt, wie es mir eben gezwungenerweise gelingt, entgegen. Meine Mama ist die schlimmste. Die leidet so sehr unter dem Gedanken an die Abgabe von Lou, dass sie mir bereits ernsthaft (!!!) 2000€ für den Hund geboten hat, wenn der bei ihr bleibt. Aber hat die Menschheit Lust auf adipöse Manchester Terrier? Ne. Es tut mir Leid, dass ich die vielen Anfragen inbesondere im Nachhinein nicht erfüllen konnte, ganz im Gegenteil, nur eine einzige, aber ich habe mich für Lou entschieden und gehe einfach mit meinem Gefühl. Mehr zum Thema Wurfplanung wird es geben, wenn ich einen abschließenden Bericht über meinen A- Wurf schreiben werde, wenn Lou ausgezogen ist. 2017 wird es jedenfalls keine Welpen geben und Lane geht ohne weitere Unterbrechungen zurück in ihr altes, sportliches Leben. Voraussichtlich.

F a c e b o o k