gänzlich rum ist, raffe ich mich auf, und schreibe einen wohl letzten Beitrag für diesen Monat. Ich habe zwar Lust zu schreiben, aber es fehlt mir sowohl die Zeit, als auch der Antrieb. Irgendwie fällt es mir im Moment einfach nicht leicht. In den letzten Wochen ist einiges vorgefallen. An und für sich hatten wir eine schöne Zeit. Vor kurzem waren wir für eine knappe Woche in der Schweiz und in dieser Zeit habe ich wie eigentlich fast immer in der Schweiz viele tolle, neue Leute kennengelernt. Dieses Mal kam es mir sehr intensiv vor. Ich denke, dass ich unterm Strich sogar den besten Aufenthalt hatte, wobei sehr wenig Zeit für meine Freundin Petra und mich blieb und wir eigentlich nur von einem Ort zum anderen gehetzt sind. Alanis war logischerweise das erste Mal mit in der Schweiz und ach, sie ist einfach nur lieb. Es ist erstaunlich, dass sie mit 4 Monaten weniger anstengend ist und weniger nervt, als Polly mit bald 2 Jahren 😉 Sie war super mit den Kindern, sie war super mit neuen Umgebungen, neuen Räumlichkeiten, neuen Schlafsituationen, der langen Autofahrt, den vielen, vielen Hunden die sie kennengelernt hat. Sie ist einfach okay mit allem, keine Unsicherheiten, keine Ängste, keine Probleme. Was ich für mich mitnehmen wollte, war ein ganz spezielles Bild, das ich schon lange im Kopf hatte. schweiz

Besonders gefreut habe ich mich auch darüber, dass Polly und ich beim Team Training in der Halle von Stefan und Marianne Mattle mitmachen durften. Polly war wie immer. 150% dabei. Vor einigen Jahren habe ich da schon mit Lane einmal mitgemacht und es war echt schön, nun mal mit Polly mitmachen zu dürfen. Das Video ist nicht sonderlich spektakulär und leider nur mit dem Handy gefilmt. Aber immerhin.

Direkt am Sonntag ging es weiter zu einem Turnier und ehrlich gesagt weiß ich schon gar nicht mehr um die Ergebnisse. Ich glaube, Lane hat den A-Lauf gewonnen. Das Turnier war auf jeden Fall in Bochum, weil ich noch versucht habe, die Kira, die bei der Tierbestattung in Bochum war, am Sonntag abzuholen. Aber das ging nicht. Also habe ich mich am Montag morgen direkt auf den Weg gemacht, und sie abgeholt. Ein echt beschissenes Gefühl. Vor Ort wurden dann noch ein paar Fragen gestellt, das finanzielle geregelt und dann wollte ich auch direkt weg. Einfach nur bitter. Zuhause angekommen habe ich dann aber eine große Erleichterung gespürt. Natürlich ist das Thema emotional noch lange nicht durch, aber von all den Dingen, um die ich mich kümmern muss so gut wie. Den Kram bezüglich Hundesteuer muss ich noch machen. Aber sonst ist alles „erledigt“. Ich habe sie mit nach oben genommen, wo sie auch zuletzt mit uns war und da steht sie nun, neben meinem Bett. Ich habe mich noch nicht weiter damit befasst, erstmal ist es okay für mich, dass sie „wieder da“ ist. Sie fehlt mir unglaublich und mein Geburtstag gestern war auch irgendwie nicht der selbe, weil Kira mein Geburtstagsgeschenk zu meinem 15. war, und wir seitdem jedes Jahr zusammen waren. Der erste Geburtstag ohne Kira 🙁 Dennoch ist es nun wesentlich homogener und ich habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich sie abgebe, weil ich in die Schweiz fahre, oder über ein Wochenende nach Frankfurt auf ein KfT Turnier um dort noch Qualifikationen mit meinen Hunden zu erlaufen, oder oder oder. Ich hoffe einfach, dass es ihr jetzt besser geht, wo auch immer sie ist :'( kira

Dieses Wochenende waren wir also wie gesagt über meinen Geburtstag in Frankfurt am Main auf einem KfT Turnier. Ja, ich weiß. Ganz schön bescheuert. Gepennt haben wir im relaxa Hotel in Praunheim, wo wir aber ein richtig schönes Hotelzimmer hatten und die Hunde willkommen waren. Auch hier: Keinerlei Schwierigkeiten mit Alanis. Das erste Mal Fahrstuhl gefahren, kein Problem. Die Strecke bis nach Frankfurt: Ohne Pause durchgestanden. Dort schlafen, auch kein Problem. Sie passt sich alles und jedem an. Wenn man sie auf den Arm nimmt, schlabbert sie einem ununterbrochen durchs Gesicht. Wir können sie auch in neuen Umgebungen super laufen lassen. Sie hat keinen besonders ausgeprägten Drang, sich zu verselbstständigen und generell haben Daniel und ich unabhängig voneinander festgestellt, dass sie wohl eine Mischung aus Lane und Polly wird. Sie lässt sich wesentlich weniger gefallen, als Lane, Polly nimmt ihr nichts weg, sie traut sich aber an alles, was Polly im Maul hat, ist also nicht so ein kleines Weichei wie Lane. Sie nervt wesentlich mehr als Lane, aber noch lange nicht so viel wie Polly. Sie spielt immer mehr und immer wilder, aber einmal zu Hause angekommen fährt sie sich sofort runter. Sie sitzt auf meinem Schoß, während ich Pizza esse und versucht nicht zu klauen, sie quängelt nicht, alles wie Lane. Einfach grundsätzlich meeeega angenehm. Ich wünsche mir nichts weiter, als dass sie sich weiter so gut entwickelt! Zu meinen Läufen kann ich nur sagen, dass ich an diesem Wochenende viel gelernt habe. In erster Linie über mich. Es kann nicht sein, dass ich mit meinen Hunden immer entweder die selben Fehler mache, oder mit beiden an den Start gehe und an den unterschiedlichsten Stellen meinen Horror kriege, weil mit Polly eventuell dies und mit Lane ganz vielleicht das. Es gelingt mir im Moment nicht so gut, mich auf das zu konzentrieren, was meine Hund wirklich gut können, was auch nicht besonders wenig ist, nein. Ich male mir  jedes Mal das Maximum an Katastrophe aus, die aus einer Anhäufung von „vielleichts“, „eventuells“ und „es könnte seins“ entsteht. Mit diesem Gefühl gehe ich an den Start, kotzübel ist mir vorher schon, und das einzige was mich noch beruhigt, ist, wenn ich mir klar mache, dass es spätestens in 30 – 50 Sekunden vorbei ist und ich zur Not den Hund auf den Arm nehmen und aus dem Parcours raus rennen und mich anschließend in meinem Zelt verbarrikadieren kann. Jap, ein bisschen weniger HSZ und etwas mehr Investition in Mentaltraining wird jetzt nach dem Urlaub auf dem Plan stehen. Meine Ergebnisse waren also am Samstag:
Polly, A3 2 Verweigerungen am Slalom und ein Fehler, Platz 4./21.
Im Jumping eine dusselige Stange, aber dafür natürlich mit Abstand die schnellste Zeit, Platz 2./21.
Lane alles Dis.
Am Sonntag war Polly im A-Lauf 0, dafür rutsche ich aus, jaaaa, mit Fußballschuhen, muss Polly um mich rum schicken, und neu ansetzen (danke für keine Verweigerung), wesentlich weniger Starter an dem Tag, aber dafür nur Platz 2. War ja klar 🙂 Im Jumping sind wir richtig gut durchgekommen, auch mit 0, es waren aber 2 Parson noch schneller.
Lane A3 Dis, nachdem ich mich nicht mehr konzentrieren konnte, nachdem die 2. Stange gefallen ist. Und den Jumping dann gewonnen.
Irgendwas ist ja immer.

Lane hat damit zumindest schon mal ihre KfT Quali obwohl alles sehr, sehr eng ist dieses Jahr und ich nicht weiß, ob ich wirklich Kraft und Lust habe, mir so den Arsch aufzureißen, für die DM. Das habe ich glaube ich schon mal gesagt. Zum Glück ist jetzt am Samstag nur noch die Klubsieger, und dann gehts erstmal ab nach Dänemark. Ich glaube ich habe Urlaub noch nie so dringend benötigt! Danach sehen wir weiter. 14115674_10209024964894092_5980142741685339771_o