Zu sagen, dieses Jahr war kein gutes Jahr, wäre unzutreffend und undankbar. Der Tendenz Richtung „schlimmer“ sind wie jeder weiß selten Grenzen gesetzt. Sagen wir mal, dass ich dieses Jahr als seeeeehr anstrengend empfunden habe. Es war auf jeden Fall ein Jahr voller Ereignisse.
Begonnen hat das Jahr für mich mit einem bereits sehr einschneidenden Ereignis. Die Hochzeit meiner Schwester stand an. Ja, richtig gehört. War sie vorletztes Jahr noch empört, wie ich ihren damaligen neuen Freund nicht an meinem Geburtstag da haben wollte, weil die letzten 5 Jahre jedes Jahr ein anderer Kerl dabei war, ist sie dieses Jahr zu meinem Geburtstag verheiratet und schwanger. Also, mit nem anderen. Nicht den, den ich nicht dabei haben wollte 😀 Aber, aber, eine Basis muss doch gelegt werden. Ein Jahr Beziehung reicht meiner Meinung nach auch völlig aus, um ein gemeinsames Leben zu dritt zu beginnen. Generell habe ich noch nie ein sonderlich gutes Verhältnis zu ihr gehabt, generell geht es mir auch total am Arsch vorbei, wer wie sein Leben lebt. Was ich allerdings auf den Tod hasse ist, wenn Leute, die KEINE AHNUNG haben, das Maul so weit aufreißen. Ich merke jetzt schon, wie mein Herz rast, wenn ich an sie denke. Meine Mutter hat uns im Februar gezwungenerweise an einen Tisch gesetzt. Bzw. an 2 😀 Ich lege ehrlich gesagt keinen Wert mehr, auf guten Kontakt zu meiner Schwester, habe es aber meiner Mutter zu Liebe getan. Tja, und da saß sie dann. Arrogant wie eh und je, am Laptop am Esstisch, während meine Mutter das „Gespräch“ einleitete, und ich auf ihre Frage, warum der Kontakt so schlecht sei, als erstes geantwortet habe, dass meine Mutter auf der ganzen Welt erzählt, was für eine gnadenlos gute, und beliebte Krankenschwester meine Schwester sei, sie es nur nicht geschafft hat, ihre eigene im Krankenhaus zu besuchen, die ein halbes Jahr stationär lag. Zum Beispiel. Daraufhin rechtfertigte sie sich, dass ich sowieso nur an meinem Handy wegen meiner Fernbeziehung hing- und starrte weiter in das Display des Laptops und klopfte weiter eifrig in die Tasten 🙂 So ging es die ganze Zeit weiter. Ich bin Schuld daran, dass sie sich gezwungen gesehen hat, sich in den Hintergrund zu rücken, weil ich Krebs hatte und meine Eltern nur noch für mich da waren. Ja, ein harter Schicksalsschlag, für jemanden, der seit seiner Geburt ausschließlich und absolut im Mittelpunkt stand. Das Ende vom Lied war, dass ich gegangen bin, nachdem ich erfahren habe, wie asozial ich bin, weil ich 2 Monate nach meiner Reha in meine erste eigene Wohnung gezogen bin und Wohngeld bezogen habe und mit 3 Hunden zusammen leben, dass ich nur alte bzw keine Freunde habe, und sie „auf solche Leute“ am Tage ihrer Hochzeit verzichten kann. Mühsam, mühsam. Aber was will man von jemandem erwarten, der mehr Wert auf Wimpern- und Haarextension und operativ korrigierte Nasen legt, als auf einen Dialog, bei dem es um eine Schlichtung geht und um die Darstellung seiner Sicht der Dinge, statt irgendwelche Beleidigungen? Das alles hätte mich entsetzen müssen, hat es auch ein wenig. Aber nur ein wenig. Ich weiß, dass meine Schwester sich selbst die Nächste ist. Was mich echt mitgenommen hat, war meine völlig ruhige, „neutrale“ Mutter. ICH habe von ihr gelernt, dass man Respekt hat, vor älteren Menschen. Egal ob Mutter, Freundin, Oma, oder Nachbar. Der jüngere grüßt zuerst. Der Jüngere hält die Tür auf etc. Ich weiß nicht, wieso meine Schwester das nicht gelernt hat. Vielleicht gilt das auch für ältere Schwester nicht, keine Ahnung, denn ich habe keine ältere Schwester. Nein, für mich habe ich nun gar keine mehr. Ich habe irgendwie erwartet, dass sie meine Schwester zurecht weist, oder sie zumindest mal ermahnt, sich etwas zurück zu nehmen. Aber für sie lief das alles unter: Jeder muss sich mal seinen Frust von der Seele reden. Gut, hätte ich im Vorfeld wissen sollen, dass darunter Beleidigungen gemeint sind, wäre ich gar nicht aufgetaucht und die zwei besten Freunde schmoren lassen. Eine Zeit lang habe ich auch den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen, weil sie es nach all dem gewagt hat, noch zu meinen, dass ICH einen großen Fehler begehe, wenn ich dort nicht aufkreuze. Was meine Schwester gesagt hat, war schon längst vergessen, bzw. „gar nicht so“. Und ich saß hier, wirklich tagelang und dachte mir: Bin ich bescheuert oder sind die zwei bescheuert? Sie hat niemals gesagt, dass… bla bla bla. Nein, so war das gar nicht. Typisch. Meine Schwester rennt grundlos mit nem Messer auf mich los und meine Mutter fragt, was ich denn schon wieder verbrochen habe. Die heilige, perfekte Jessica. Wobei, perfekt ist sie ja erst seit der Nasen- OP 😀 Jaja, ein hässliches Thema, mit dem ich nach wie vor nicht ganz abgeschlossen habe. Ein gutes hat es aber doch: Ich werde mich nie wieder mit ihr an „einen“ Tisch setzen müssen. Leute, die einfach scheiße sind, gehen zu lassen, habe ich auch gelernt! Check!
Deshalb verbringen meine Eltern Weihnachten nun auch in Polen in einem Wellness- Hotel. Finde ich super. Meine Mutter ist die Marionette meiner Schwester. Völlig blind und hilflos. Ich fände es toll, wenn sie auch mal langfristig an sich selbst denken würde, denn das tut ihr perfektes Kind auch. So freue ich mich total auf Weihnachten mit Daniel und den Hunden, die zu meinem asozialen Leben beitragen… Ok, genug jetzt 😀 Meine Hunde jedenfalls haben ungefähr 50% zu den positiven Dingen in diesem Jahr beigetragen.
Am 16.04., auf den Tag genau als Polly 18 Monate wurde, hatten wir unser Turnierdebüt. Ich war morgens schon total krank vor Aufregung, bin ich vorm Start beim Warmmachen noch aus Versehen auf den Fuß getreten, und fast erleichtert, weil ich dachte, vielleicht „muss“ ich jetzt doch nicht starten. Ich hatte Angst, wie immer. Angst vor einem Frühstart, Angst vor einem kleinen, weißen Zombie, der völlig außer Rand und Band sein eigenes Ding macht und Angst vor den schlechtesten Kontaktzonen überhaupt. Ich bin alleine nach Dortmund Wickede Asseln gefahren, Daniel hat mich überrascht, wollte er sich ihren ersten Lauf nicht entgehen lassen, und Polly hat direkt einen rausgehauen.

Ich liebe es, mir dieses Video anzuschauen. Ich war so unglaublich stolz auf Polly, wie sie immer mit mir meckert, wenn sie läuft und rumfiept und einfach 150% gibt. Im Laufe des Jahres ist sie extrem zügig in die A3 aufgestiegen, startberechtigt für die WM- Qualis im Frühjahr und uns hat lediglich ein einziger dusseliger erster Platz in einem A-Lauf gefehlt, dann wäre sie bereits dieses Jahr ihre erste Deutsche Meisterschaft gelaufen. Wir haben uns im Parcours gefunden, und sind ein super gutes Team geworden. Sie ist natürlich noch nicht so 100% zuverlässig wie Lane, und lässt sich schnell verleiten, bzw hat viele eigene Ideen, auch wenn ich sie anspreche, aber ich glaube, dass wir noch extrem viel Spaß gemeinsam haben werden.

Keine 10 Tage später brachte Lane ihre Babies zur Welt. Der April war wirklich ein großer Monat für mich. Beim Röntgen war ich noch extrem geknickt und wollte schon mit dem Züchten aufhören, bevor meine ersten Welpen geboren wurden, waren nämlich nur 2 zu sehen. Ich habe echt mit dem Gedanken gespielt, ob ich einen Rüden behalte, wenn nur Rüden fallen, und dann eine Hündin kaufe, mit der ich dann meine „Lane- Hündin“ kriege, worauf ich aufbauen kann. Aber dann kam es anders. Am 24.04. war ich noch auf einem Cup- Turnier mit Polly, Daniel hat auf Lane aufgepasst, und Lane, die hatte ihren Termin am 26.04. Sie war den ganzen Tag völlig unauffällig. Die Temperatur war konstant und der Appetit nach wie vor vorhanden. Ich habe abends dennoch beschlossen, bei ihr unten im Wohnzimmer zu schlafen und so hat sie sich am frühen Morgen entschieden, ihre Babies zur Welt zu bringen. Es schien so (vielleicht interpretiere ich zu viel hinein, aber ich glaube meine Hunde doch ganz gut zu kennen), als sei es für sie einfach genau richtig, weil ich da war. Sie wusste, dass ich neben dem Auslauf auf der Couch schlafe. Als sie anfing zu pressen, bin ich zu ihr in den Auslauf gegangen. Sobald ich mich auf dem Boden hingelegt habe, hat sie sich dazu gelegt. Das war aber nicht besonders gemütlich. Also bin ich wieder auf die Couch. Das Spiel haben wir 1 Stunde lang gespielt. Sobald ich den Auslauf verlassen habe, hat sie aufgehört zu pressen und ist wieder wie ne Furie durch ihren Auslauf und hat alles verwüstet. Dann ging die Diskussion um den Ort der Geburt weiter. Ich so: Hier, guck mal, eine wunderschöne Wurfbox in der du selbst vor 5 Jahren auf die Welt gekommen bist. Und Lane so: Couch. -.- Weitere 1,5 Stunden sind vergangen, und dann haben wir uns mit guten Krankenbettunterlagen auf die Couch geeinigt. Als der erste Welpe zur Welt kam, hat mich diese „Magie“ nicht wirklich erreicht. Ich war total aufgeregt, hatte total viel Angst, alles, was man falsch machen kann, falsch zu machen und deswegen habe ich irgendwie gar nichts gemacht. Ich habe es auf mich zukommen lassen, und wie sich herausgestellt hat, war es das beste, was ich (nicht) machen konnte. Lane hat wie ein alter Profi abgenabelt, sauber geleckt, sich direkt ans Werk gemacht. Als hätte sie schon etliche Würfe vorher gehabt. Das war so schön. Auch, als ich gesehen habe, dass es eine Hündin ist, war es noch etwas komisch. Ich wollte unbedingt eine Wahl haben, und habe mir deswegen schon überlegt, dass ich, sollte es nur eine Hündin sein, diese Thorsten gebe, weil ich auch schon die Polly habe, und er so lange gewartet hat, und dann einen weiteren Wurf mit Lane mache. Als Lou dann auf die Welt kam, wusste ich, eine von beiden ist meine. Lane hat uns 2 Hündinnen geschenkt. Ich glaube, das war dieses Jahr wirklich das größte.

Die Zeit der Aufzucht und Prägung war wundervoll. Ich kann es kaum erwarten, bis wir wieder Babies haben! Nichts desto trotz hatte ich insbesondere in den ersten Wochen total viel mit Menschen zu kämpfen, die mich verrückt gemacht haben- nein, anders: von denen ich mich verrückt machen lassen habe. Der Rüde den ich gewählt habe, vererbt Herzfehler. Der Rüde den ich gewählt habe, hat irgendwo einen Sohn, der total verhaltensauffällig ist. Der Rüde den ich gewählt habe, vererbt rutenlose Hunde. Es kam im Nachhinein hinaus, dass Finlej der schlimmste Hund ist, den ich hätte wählen können für meine Welpen. Dass Alanis und Lou wohl nur 2 von immer weniger Manchester Terrier sind, die IM STANDARD sind, was die Größe betrifft (der „Trend“ geht Richtung Large!!!), beide extrem schöne Daumenabdrücke haben, die bei Lane ziemlich fehlen, und beide ein schönes, dunkles, mandelförmiges Auge haben, dass Lane auch fehlt, muss man hier nicht betonen. Auch sollte nur am Rande erwähnt werden, dass beide völlig gesund sind, keine kardiologischen Probleme haben und auch keine Auffälligkeiten im Verhalten zeigen. Sie neigen zwar zum Überdrehen, aber so sind sie eben wie die Mama. Und das obwohl der Vater KEIN AGILITY!!! macht (alleine deswegen war die Verpaarung ja schon scheiße!). Hilfe. Ich habe so viel Neid und Missgunst erlebt dieses Jahr. Was ist los mit den Leuten da draußen???? Wer den ganzen Beitrag im Detail lesen will, tada:

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Den nächsten Wurf plane ich grob für das Frühjahr 2018. Aber bis dahin wird und muss noch eine Menge passieren. Unter anderem Pollys Zuchtzulassung. Denn der nächste Wurf soll etwas bunter werden. Ich weiß noch nicht, ob ich es wirklich tue, weil ich befürchte, dass ich von Polly genau so schwer was weggeben können werde, wie von Lane… Aber aus jedem Wurf einen Hund behalten… Hm. Mal sehen, wie die Gegebenheiten bis dahin sind. Denn: Wir haben neuerdings auch die Kacke am Dampfen mit den Nachbarn. Ich kann mich nur wiederholen, keine Ahnung, was mit den ganzen Leuten los ist. Jeder scheint unzufrieden zu sein, unglücklich und irgendwie nur darauf bedacht, dem anderen zu schaden. Mein Gott, was hatten wir hier für Auseinandersetzungen, wegen Rollern, die uns tagelang um 5.20 Uhr geweckt haben, Hunden die Pippi machen auf der Wiese, Maden die aus Mülltonnen kriechen, weil wir keine Knoten in die Kotbeutel machen, auf der anderen Seite aber eine mega lästige Französische Bulldogge, die Gott und die Welt anspringt, frei im Hof rumläuft, und auch gerne mal mit zur Straße, wenn Daniel und ich irgendwie Inliner fahren oder so. Einfach nur Kindergarten und ebenfalls mühsam, mühsam und nochmal mühsam. Ich hoffe 2017 einen Fleck auf diesem Planeten zu finden, den vorher noch niemand gefunden hat. Da ziehe ich dann hin, mit meinen 3 Hunden und bleibe einfach da. Mehr Ansprüche habe ich nicht. Alternativ muss ich endlich mal daran arbeiten, mir ein dickeres Fell anzulegen und nicht immer alles so extrem unter die Haut gehen zu lassen. Daniel sagt immer: das muss dir egal sein. Und zack, schon kümmert er sich um andere Dinge. Ich habe erstmal 8 Monate lang Albträume, 4 Wochen Appetitlosigkeit und ein halbes Jahr schlechte Laune, wegen zu vielen Gedanken wegen allen möglichen Eventualitäten. Mühsam. Habe ich das schon mal geschrieben heute???

Ein weiteres tolles „Ereignis“ war der Ausflug nach Dänemark. Wir hatten eine echt coole Zeit, mit wenig Leuten vor Ort und somit ziemlich viel Strand für uns alleine. Für mich und Alanis war es toll. Ich hatte sehr viel Zeit für sie, und wir haben sie extrem viel laufen und einfach machen lassen. Da war ja nichts und niemand. Ich denke, das hat ihr und ihrer Entwicklung echt gut getan. danemark

Einen Monat zuvor ist Kira gestorben. Ich habe es schon 2-3 Tage vorher geahnt, war aber irgendwie die einzige. Meine Mutter hat gesehen,wie sie unterm Bett lag, fand es aber süß, ich fand es „eigenartig“, und Daniel meinte morgens noch, ich soll erstmal keinen Gedanken daran verschwenden, was ich mit Kira „mache“. Aber ich wusste an diesem Morgen, am 5.08., dass ich zwar mit ihr zurück kehren würde vom Tierarzt, aber anders. Kira hatte einen Schlaganfall und es ging ihr ganz plötzlich so schlecht, dass sie an diesem Tag auch ohne eine Spritze an Kreislauf und Organversagen gestorben wäre. Ein ziemlich bitteres Ende, für ein nicht ganz so kurzes Hundeleben mit 13 Jahren, aber wenn man bedenkt, wie lange sie schon so eingeschränkt war körperlich finde ich es um so schlimmer. Sie hatte einfach immer irgendwas und ich habe trotzdem gehofft, dass sie einfach alt wird und irgendwann einschläft. Hoffen kann man immer, hat dieses Jahr jemand zu mir gesagt. Nur hilft es leider nicht immer. Kiras letzter Beitrag.

Im September war dann auch die Klubsiegerprüfung vom KfT. Polly hat sich am letzten Tag, an dem man sich dafür qualifizieren konnte, qualifiziert und Lane durfte auch mit laufen. Beide haben den A-Lauf gewonnen, Polly ist im Jumping leider Dis gegangen, Lane konnte sich mit einer Stange den Titel sichern und damit das Ticket zur DM. Der Beitrag von der DM ist hier unten drunter, wer nochmal nach lesen will. Auch wenn das Jahr für Lane mit Baby- Pause und Polly mit erster Saison echt gut lief, habe ich etwas den Eindruck, verflucht zu sein. So ist es mir innerhalb von 6 oder 8 Turnieren nicht gelungen, den letzte A-Lauf mit Polly zu holen, und so will es mir auch jetzt nicht gelingen, mit etlichen Turnieren eine Kombi mit Lane für die WM- Qualis zu erlaufen. 🙂 Es ist so mühsam (hey, etwas ist mühsam!), dass ich echt schon Gedanken hatte dieses Jahr, ob ich mir nicht ein anderes Hobby suche. So viel Energie kostet mich der Hundesport!

Dann wurde unsere „Familie“ noch durch Anton bereichert, unseren Wohnwagen. Anton haben wir von ganz lieben Menschen abgekauft, die ihn auch sehr liebevoll behandelt haben und wir sind mega happy mit ihm. Dieses Jahr leider nur 2 Ausflüge, hoffe ich, dass wir nächstes Jahr wesentlich öfter mit ihm unterwegs sein werden. 004a9856

Ach, und wo ich das Bild gerade sehe: Ich habe zum ersten Mal seitdem meine Haare nachgewachsen sind, meine Haare ein gutes Stück abgeschnitten. Fast die Hälfte möchte ich sagen. Sie haben irgendein Problem, und sind ohne Chemie und sonstige schädliche gezielte Einwirkung sehr brüchig. Und ich möchte nicht an brüchigem Haar hängen. Generell möchte ich mich von dieser „meine Haare sind mir heilig, weil ich Krebs hatte“- Sache trennen, und es gelingt mir ganz gut. Seitdem sie ab sind, finde ich sie wieder viel besser.

Ja. Unterm Strich empfinde ich das Jahr als wirklich anstrengend gewesen. Ich bin stolz auf meine Hunde, ich bin so dankbar, dass Lane mir Alanis geschenkt hat. Alanis ist einfach toll. Ich bin dankbar, dass ich Polly bekommen habe. Polly ist ebenfalls toll. Lane ist toll. Lane ist die beste. Lane würde ihre Seele für mich verkaufen. Meine Hunde machen einfach extrem viel aus. Im Sport habe ich dieses Jahr sehr gekämpft, aber es wird auch einfach nicht einfacher. Trotzdem haben sie regelmäßig tolle Leistungen gezeigt.
Auf der anderen Seite steht Daniel. Seit fast 2 Jahren nun schon. Irgendwie kann ich es nicht glauben, dass es schon so lang ist, obwohl es sich gleichzeitig ewig anfühlt. Wir sind so eingespielt und ein extrem gutes Team. Ob mit den Hunden, mit unserer Arbeit, dem Alltag, Kleinigkeiten wie Einkaufen, einfach alles. Daniel ist nun der letzte Mensch auf dieser Erde nach dem Desaster mit meiner Mutter im Frühjahr, der mir wirklich nahe steht und mich noch nicht verletzt oder enttäuscht hat. Gut, manchmal sagt er nein, wenn ich eine Katze oder ein Chinchilla möchte, aber was das Vertrauen angeht, und den respektvollen Umgang miteinander, stimmt es „noch“. Oder nach wie vor. Ich weiß, dass Dinge sich extrem schnell ändern. Und so richtig, richtig, RICHTIG traue ich einfach niemandem mehr. Die Person die dir heute am nähsten ist, kann morgen dein größter Feind sein. Eine bittere Lektion, die ich ebenfalls hinter mir habe. Ich hoffe inständig, dass sich irgendwas auf dieser Welt ändert. Die Menschen sind so voller Hass. Hass, Neid, Missgunst, Egoismus. Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Jahr „ist nicht mein Problem“ gehört habe. Es ist irgendwie unser aller Problem. Ich erinnere mich an kein Jahr, dass so geprägt war, von so viel Terror und so vielen Anschlägen. Der Mensch macht sich nicht nur selbst unglücklich, er vernichtet sich auch gleichzeitig. Auch wenn die Welt mittlerweile aus allen Nähten platzt, trägt jeder von uns glaube ich dazu bei, dass dieser Ort bei weitem nicht das ist, was er sein könnte.