Schon vorbei
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Schon vorbei

… ist die Tatsache, dass mir diese Website sooo gut gefällt. Gut, soooo gut hat sie mir ja überhaupt nicht gefallen, aber ich fand sie ok. Das hat sich nun schon wieder erledigt. Da ich aber eine Layout- unabhängige Lösung für meine Galerien gefunden habe, sollte ich nun flexibler sein, ein gutes Kostüm für meinen Blog zu finden, das mir gefällt. Wann das sein wird, kann ich nicht sagen. Auf meinem „Schreibtisch“ liegen an die 15 Shootings, die darauf warten, ganz viele Menschen glücklich zu machen. Und meine neue Website hat auch noch keinen nennenswerten Fortschritt gemacht. Da ich nun generell zu der wahnsinnig hellen Erkenntnis gekommen bin, dass vermutlich 90% nur noch mit ihrem Smartphone online sind, ist es wahrscheinlich auch an der Zeit, dogs-in-sight ein responsives Layout zu verpassen. Tja, das schreit dann doch nach einem Upgrade für ProPhoto, zumindest für meine Foto- Webseiten. Auch wenn ich um 6.00 morgens schon am Rechner sitze, reicht meine Zeit im Moment nicht. Demnach fange ich erst gar nicht an, mir Daten und Zeiträume zu setzen. Alles wird fertig, wenn es eben soweit ist.
Am Wochenende war ich am Samstag arbeitstechnisch ebenfalls den ganzen Tag unterwegs. Eingeladen von der lieben Susann hat es mich nach Wermelskirchen verschlagen. 20 Hunde hatte ich in meinem Aufbau, 2 Kinder und diverse Erwachsene. Die Atmosphäre war fast familiär, da es so viele liebe Menschen waren, die ich schon einige Male vorher fotografiert habe, oder aus dem Internet kenne oder oder oder. Natürlich habe ich mich auch über die Neuzugänge gefreut. Es sind wirklich Bilder entstanden, die direkt ins Herz gehen. Durch die vielen Pullover und Jackenschichten, die jeder von uns aktuell an sich trägt.
Am Sonntag war dann für mich ein ganz, ganz, GANZ großer Tag. Mein Lane- Baby, der erstgeborene Hund aus meiner eigenen Zucht, meine kleine Alanis durfte das allererste Mal offiziell an den Start. Da wir letztes Jahr keinen Eintrag in die Leistungskarte bekommen haben, weil ich nicht offiziell gestartet bin, ging es dieses Jahr mit der neuen PO in der A0 los. Irgendwie fand ich das schön, weil mein allererstes Agility Turnier mit meinem allerersten Hund Kira vor etlichen Jahren damals auch in der A0 war.

Ein Jumping 0 in einer Reithalle, mit V0, mit Platz 1.
12 Jahre später 4 Hunde später. Das gleiche Spiel. Mit dem ersten Hund aus meiner eigenen Zucht.

Ein bisschen Wehmut, aber noch mehr Stolz und Liebe habe ich an diesem Tag empfunden. Nicht nur diesen Lauf hat sie gewonnen, alle beide sogar. Damit natürlich das direkte Ticket zum Durchmarsch in die A1 gelöst, bin ich wirklich überglücklich mit ihr. Ich wusste von Anfang an, dass sie nicht so bescheuert ist wie Lane. Ich habe mich dennoch für sie entschieden und die verrücktere von beiden abgegeben. Phasenweise hat es mich dann doch gestört, und ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig, dass sie überhaupt keinen Ton von sich gibt beim Arbeiten. Aber wenn man mit ihr läuft, hat man nicht das Gefühl, man versucht einen völlig abgedrehten Raptorex auf Speed zu steuern oder zu lenken. Anders als Polly und Lane ist sie vorsichtiger, sanfter und vor allem leiser, aber sie vertraut mir. Sie vertraut darauf, dass nichts schlimmes kommen kann, und gibt sich immer so viel Mühe. Nachdem das letzte Turnier in Sendenhorst so übertrieben schlecht und chaotisch und hysterisch war, mit Frühstarter von Lanes Seite und einem Parson Russell Terrier, den man am Start einfach NICHT mehr absetzen konnte, weil die Bombe bereits geplatzt ist auf dem Weg zur ersten Hürde, genieße ich es sooooooo sehr!!! Ich brauche keine 3 Hunde für Meisterschaften. Ich habe mir das zwar immer gewünscht, aber einfach nur, weil es in der Theorie, in meinem Kopf so schön ist. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass mit jedem neuen Hund, der dazu kommt und erstmal meine Aufmerksamkeit braucht, die vorherigen „schlechter“ werden. Sei es in der Leistung, sei es im Gehorsam, sei es in der Gruppe. Ich denke, ich werde mich auf Polly in erster Linie fokussieren, die übrigens den A-Lauf gewonnen hat, mit 7 Sekunden Vorsprung um im Jumping nach einem exakten Lauf auf Linie??? die letzte Hürde zu verweigern :D, ich hoffe, dass Lane mir noch einen Wurf schenkt und Alanis hat jeglichen Freiraum dieser Welt sich zu entfalten, wie ihr Wesen es möchte. Das selbe gilt natürlich für meinen Wolf. Überflüssig, das eigentlich zu erwähnen.

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Grandios

Dortmund Wickede Asseln sollte der Ort sein, an dem Alanis ihre Begleithundprüfung besteht. In diesem Verein hatte ich bislang immer nur Glück auf Veranstaltungen. Mit meinem geliehenen Cairn Terrier Nino bin ich damals die A0 noch gelaufen, ein Jahr später die A3, Lane ist Vize- Landesmeisterin in 2014 geworden, Polly hat dort letztes Jahr ihr erstes V0 geholt auf ihrem aller ersten Turnier, tja und so dachte ich mir, kann es nur gut werden. Die Gastfreundlichkeit des Vereins ist wirklich positiv zu erwähnen. Nachdem ich bei Facebook nach Terminen gefragt habe, hat Martin Schlockermann mich privat angeschrieben und mich herzlich eingeladen. Alanis und ich waren vorher 3 mal auf dem Platz üben, er hat ihren Ausbildungsstand als gut genug befunden und so hat er mir versprochen, dass es am 30.09. auf jeden Fall gutes Wetter geben soll. Am Freitagmorgen habe ich mit Alanis noch ein paar mini Übungen gemacht, und dann sollte sie den ganzen Tag „frei“ haben, und einfach nur tun, wonach ihr ist. „Nachts“ bin ich dann wach geworden, wir schlafen ja aktuell unter der Dachschräge, weil es auf das Fenster im Schlafzimmer geregnet hat. Ich fand es dann absolut notwendig, Daniel zu wecken um ihm mitzuteilen, dass? Dass es regnet. Er versicherte mir dann, dass es in einer Stunde wieder trocken wäre (???). Ich dachte dann, ok, vielleicht ist es ja auch erst 00.00 Uhr, oder maximal 1.00. Ein Blick auf die Uhr verriet mir dann: Nö, es ist 4.50. Na toll, damit wusste ich schon, dass es nicht mehr trocken wird. Ich habe auch kurz überlegt, ob ich die Prüfung doch abmelde, mir das Geld, den Aufwand und die Zeit spare und meinen Vormittag anders gestalte, aber ich wollte niemanden hängen lassen, die Teams und Reihenfolgen standen einfach fest und ich finde, sowas macht man nicht auf den letzten Drücker. Also sind wir hin, und kaum waren wir da, fing es auch schon an zu regnen. Ich persönlich habe gar nichts gegen Regen, aber dass mein Manchester Terrier sich vermutlich nicht hinsetzt, geschweige denn hinlegt oder gar 5+ Minuten liegen bleibt an einem Fleck kann ich total nachvollziehen. Ich bin also davon ausgegangen, dass ich das erste Mal mit einem meiner eigenen Hunde durchfalle, in Begleithundeprüfung Nummer 9. IMG_20170930_121100Als drittes Team sind wir dann auf den Platz nach einem wirklich tollen Frühstück, wo jeder zumindest ein wenig auf flauen Magen gegessen hat. Daniel durfte auch mitessen und das bestätigte mal wieder die enorme Gastfreundlichkeit von diesem Verein, in dem man sich wirklich immer wohl und gut aufgehoben und betreut fühlt. Alanis durfte zuerst laufen, nachdem wir ein Los gezogen haben, weil meine Teampartnerin auch lieber zuerst gelaufen wäre. Während meine Partnerin ihren Hund in die Platzablage führte, saß Alanis zitternd immerhin schon mal in der Grundstellung und wartete artig. Gut, damit hat die Richterin zumindest gesehen, dass THEORETISCH eine Grundstellung möglich ist mit diesem Hund. Dann marschierten wir los und Alanis war einfach da. Zwar nicht so euphorisch wie sie es auf trockenem Rasen ist, wenn ich Kekse in der Hand habe, aber sie war da. Laufschritt, Schleichschritt und sogar das Sitzen beim Anhalten alles ok. In der Gruppe hat sie sich auch noch gesetzt, aus der Gruppe heraus in die Grundstellung zum Ableinen hat auch noch geklappt. Ich habe auch ganz brav bei jeder Grundstellung die Richterin angeschaut und auf ihr Weitermachen- Zeichen gewartet. Ich dachte mir, wenn der Hund gleich nicht mehr läuft, dann machst du wenigstens einen soliden Eindruck 😀 Abgeleint, Kommando, los gegangen, und Alanis kam noch hinterher. Dann meinte sie in der Gruppe ohne Leine jemanden anzuspringen und an der Hand zu schnuppern. Eine Frau, die ihre Hände geschlossen und zu Fäusten geballt hielt. Ja, es könnte sein, dass Alanis am Vortag etwas weniger zu essen bekommen hat, als gewöhnlich… Egal, Hund angesprochen und weiter gegangen. Ich hatte mega Bammel vor dem ganzen, langen, mühsamen Kram nochmal von vorne. Alleine die 50 Schritte geradeaus ziehen sich manchmal wie ein Kaugummi. Ich habe irgendwann auch aufgehört zu zählen und für mich entschieden, das ist jetzt weit genug, Kehrtwende und zurück. Meine kleine, zitternde und total nasse, tapfere Alanis, immer noch am kämpfen. Sie ist mir dann 3-4 mal etwas abgedriftet und hinten „verloren gegangen“. Ich habe sie also freundlich mit der linken Hand gelockt und ihr versichert, es würde nicht mehr lange dauern. Sie hat immer und immer wieder so lieb aufgeschlossen. Und das ist genau ihr Charakter. Sie ist kein wildes etwas, so wie ihre Mutter oder Polly. Sie ist artig, lieb, macht in der Regel keinen Quatsch (mehr) und hat ein sonniges Gemüt. Außerdem ist sie gehorsam dabei. Fast sanft. Scheiß auf Führerhilfe. Mein kleiner Hund hat sich den Bauch abgefroren. In der Sitzübung saß sie dann auch noch, und wartete einfach auf mich. Sie ist in der gesamten Ausbildung und Vorbereitungszeit nicht ein einziges Mal aufgestanden. Sie hat immer ganz selbstverständlich gesessen. So auch gestern, bei Regen auf dieser nassen Wiese. Für das Platz brauchte sie dann 2 Kommandos und lag halbherzig. Ich habe ihr kein drittes gegeben und auch nicht mit einer Führerhilfe nachgeholfen, weil ich nicht dachte, dass sie sich überhaupt hinlegt. Ich habe für mich beschlossen, dass es okay ist so. Entweder die Richterin hat Verständnis dafür, dass der Hund einfach kaum Fell hat, oder wir fallen eben durch, was mich traurig macht, aber nicht sauer. Herankommen war ok, Grundstellung aus Vorsitzen auch. Dann ging es in die Platzablage und da ich wusste, dass das nichts wird, habe ich mich gefragt, ob die Leinenführigkeit und Freifolge ausreichend sein wird. In der Platzablage direkt ein lautes Kommando mit totaler Führerhilfe fast bist auf den Boden, und dieser liebe Hund legt sich ernsthaft hin… Irgendwie tat mir das Leid :/ Nach 20 Metern sagte die Richterin dann, dass es ihr reichen würde von der Distanz und so blieb ich stehen. In einem Moment, in dem sie dem anderen Hund aufmerksam zuschaute, drehte ich mich um, um nach Alanis zu schauen. Und? Sie stand. Oh nein 🙁 🙁 🙁 Insgesamt haben 6 von 8 Hunden keine Ablage gemacht. Alles Aussies / Shelties, ein Tervuren, ein Pudel. Und ein Schnauzer, der bereits durchgefallen war. Und meine Alanis stand dann auch. Hin und wieder dann habe ich mich mal nach ihr umgedreht um zu schauen, ob sie noch da ist. Und, irgendwie hatte ich das Gefühl, sie hätte sich nur „erhoben“, wäre aber ansonsten irgendwie festgewachsen… Daniel nickte mir dann nur von den Zuschauern aus zu, Daumen hoch, und ich wusste, okay, vermutlich bewegt sie sich wenigstens nicht. Sie stand dort, zitternd und gekrümmt, mein Herz hat geweint, aber sie stand dort. Der artigste Terrier dieses Planeten. Als ich dann zu ihr zurück kam, um sie anzuleinen, hat sie sich immer noch nicht bewegt. Erst auf Kommando erwachte die bedröppelte Statue dann wieder… Also, auf zur Richterin, beten dass es reicht und Unterordnung abmelden. „Unterordnung beendet“. Und dann sagt die Richterin: „Hey, dein Hund war ja grandios.“ Und lachte. Ich wusste kurz nicht, ob sie über meinen Hund lacht, oder ob sie Alanis auch so klasse fand wie ich. Ich würde sagen: Den Umständen entsprechend war Alanis mega! Aber naja, es gibt eine Prüfungsordnung, das Schema ist festgelegt, es gibt einen Punkteschlüssel für die einzelnen Übungen und wer bis 60 zählen kann, kann mir dann sagen, ob es reicht oder nicht. Ich hatte es aber offensichtlich mit einer Frau zu tun, die zwar sehr gesunde Augen im Kopf hat, und der nicht entgangen ist, was Alanis alles NICHT gemacht hat, die aber auch genug Verstand hatte, um zu sagen, dass sie sich in ihrer Situation auch auf keinen Fall hingelegt hätte 🙂 🙂 🙂 Oooooh, mein Herz ging auf. Ich war sooo happy. Sie sagte sofort, dass wir uns alle 3, bzw. 5 wieder im Verkehrsteil sehen! <3 Bei ihrer Beurteilung war sie dann natürlich streng, wie Richter so sind, Fußarbeit generell geschlossener, Kehrwendungen geschlossener, dies zögerlich, das Doppelkommando, jenes Führerhilfe, bla bla Platzablage aufgestanden, aber: „ist pinscherart. Bei dem Wetter legt man sich nicht hin. Das hat sie in der Platzablage dann auch gezeigt. Sie hat sich keinen Millimeter bewegt, aber liegen macht man nicht!“ Im Verkehrsteil gab es dann nichts spezielles. Bei der letzten Übung zurück auf dem Parkplatz wo der Rasen hoch war, sollten wir unsere Hunde nochmal alle ablegen und die Leinen einfach fallen lassen. Ich schaute sie an, sie schaute mich an. „Oder hinsetzen!“ 37 Sitz- Kommandos Richtung Alanis… Keine sitzende Alanis. Alanis stand. Ich schaue die Richterin wieder an, sie schaut weg. Habe das also als „Ok“ gewertet, und so langen 6 von 7 Hunden, einer stand. Und alle 7 haben bestanden! alanisbh

Mit 17 Monaten ist mein erster, selbstgezüchteter Hund damit ein geprüfter Begleithund und Deutscher Jugendchampion im Klub für Terrier. Hätte echt schlechter laufen können 🙂 Wenn wir jetzt auf der Couch kuscheln, kuschel ich nicht mit den 3 besten Hunden dieser Welt, sondern mit den 3 besten BEGLEITHUNDEN dieser Welt <3IMG_20170930_163526

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4/4 Jugendchampion

Da ich mich überreden lassen habe, heute Abend meinen Geburtstag zu feiern (was ist nur in mich gefahren!?), muss ich mich kurz halten, weil ich noch Unmengen an Kram erledigen muss 😀
Also. Gestern Ausstellung Ahlen. Alanis fünfte Show. Richter aus Irland. Alle nett. Manchester vorletzte Rasse. Kampf ums Wachbleiben. Alanis in den Ring und dann lief sie wie ein alter Profi. Wunderschöne, flüssige Bewegung, nicht ein Mal die Nase auf dem Boden, und sogar auf dem Tisch hat sie sich ohne Theater anfassen lassen und vom Richter begrabschen. Zwar habe ich am Vorabend mit ihr auf dem Küchentisch mit dem weltbekannten Richter Daniel Koch und einem Chiplesegerät geübt, aber es war echt schlecht 🙁 Ich war so soooo happy. Und weil der echte Richter gestern wohl auch der Meinung war, dass sie kein SG Hund ist, bekam sie direkt das volle Programm: V1, Jugend CAC im KfT, im VDH, wurde bester Junghund und Rassebeste. Ja, die Konkurrenz war gigantisch, wie immer bei den MTs 😉 Damit erfüllt Alanis nach 5 Shows alle Bedingungen zum Deutschen Jungendchampion im KfT und beendet ihre extrem erfolgreiche und ausführliche Showkarriere. Der Stempel „Auslesezucht“ auf den Papieren meiner Welpen reicht vollkommen aus für mich 🙂 Die Menschen, denen ich gerne einen Hund verkaufen möchte, achten sowieso nicht darauf. Und wie man seine eigenen Prioritäten setzt, darf jeder für sich entscheiden. IMG_20170828_081827

„Nice quality type, typical of breed, correct ears, good eye, mouth correct, reach of neck, top line good, overall good quality, handler and dog work together.“
Die erstgeborene in meinem eigenen Zwinger. Alanis in action. Ja, ich bin echt stolz darauf… Es war ein schöner Tag im Heimatverein, ausgerichtet von der OG Ahlen, mit vielen lieben netten Menschen und wirklich anregenden und tollen Gesprächen. Das ist ja nicht immer so auf Shows. Nein, ich gehe vermutlich trotzdem nicht nochmal auf eine 😀

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3/4 Jugendchampion

alanisSie nähern sich dem Ziel! Yeppa! Nur noch eine Anwartschaft, und das Elend hat erstmal ein Ende. Ich habe keine Antwort, auf die Frage, wieso ich es mache, obwohl ich es so wenig leiden mag. Vielleicht weil Alanis selbstgezogen ist. Vielleicht weil ich überzeugt von ihr bin. Ich weiß es nicht. Heute ist sie weder auf Fliesen ausgerutscht, noch durch einen übertriebenen Wasserschwall, der vom Zelt kam und ihr den Schrecken des Lebens eingejagt hat, rückwärts vom Tisch gefallen. Weder noch. Heute ist sie kurz vor ihrem Auftritt in etwas getreten, was dafür gesorgt hat, dass sie übergangsweise nicht auf allen vier Pfoten stehen konnte. Es ist so furchtbar, dass es schon wieder witzig ist. Ich hätte SCHREIEN können! Ich denke, das ist ein Zeichen. Lass es einfach sein, Daria. Wichtig ist ja auch eigentlich nur, dass man selbst von seinem Hund oder dem Ergebnis seiner Auswahl zwischen Rüde & Hündin, also seiner Nachzucht, überzeugt ist. Als ich sie da auf ihren 3 Beinchen habe stehen sehen, dachte ich nur, achso, heute einfach ein dreibeiniger Hund 🙂 Irgendwas ist ja immer. Bis auf Dormagen hat jetzt jede Show ihr ganz eigenes, spezielles Drama mitgebracht! Dabei habe ich sämtliches Drama aus meinem Leben verbannt!? Wie gesagt, es wird Zeit, dass dieser Spuk ein Ende nimmt. Der Tisch ist bei ihr nun übrigens auch „kaputt“. Ich kann sie aktuell auf fremdem Tisch in fremder Umgebung bei fremdem Menschen nicht aufbauen und einfach frei stehen lassen, ich muss sie schon ziemlich doll festhalten, dass sie nicht den Abgang macht. Tja, es gibt sie wirklich, die Schlüsselereignisse. Und diese sind leider prägender, als das intensivste, positivste, früheste Training. Die Richterin war jedenfalls wirklich das beste, was uns passieren konnte. Sie fand Alanis ganz offensichtlich total niedlich, hat sie ruhig und liebevoll gestreichelt und versucht, zu beruhigen. Ich fand es wie gesagt total lieb von ihr, aber eigentlich nervt es mich schon, dass sowas notwendig ist, war ich doch immer so stolz darauf, dass ich einen Manchester habe, der auch auf dem Tisch keinen Terror macht. Leider kennt man es ja von der Rasse so, weswegen es keinen Richter so wirklich überrascht, wenn sie mal so sind. Egal. Bald ist es vorbei, sagte ich schon, oder? Im Gegensatz zu letzter Woche haben wir einen wirklich schönen Bericht bekommen:
„14 Monate alte Hündin, sehr feminin, rassetypischer Kopf, Hals von richtiger Länge, der gut in die Schulter übergeht, tief angesetzte Rute und sehr gut aufgerippt (was auch immer das genau heißen mag!?), einwandfreie Front + Hinterhand, glänzendes, schwarzes Fell mit mahagonifarbenen korrekten Zeichnungen, in der Bewegung weitgehend korrekt.“
Manche Sachen muss man nicht verstehen. Den Bewegungssatz habe ich heute bei sämtlichen Hunden gelesen. Wenn das Fell beim Manchester nicht schwarz wäre, tja, weiß ich auch nicht. Und erstaunlich finde ich, dass sie ihre FH + HH so „einwandfrei“ betont hat, stand in meinen Berichten bereits etwas von „ausreichend gewinkelt“, was für mich eine Schulnote 4 wäre (Dormagen, vor dem „Wasserattentat“, wo Alanis PERFEKT auf dem Tisch stand und sich extrem gut präsentiert hat), wobei eine einwandfreie Hand eher eine 1 ist (heute, auf dem Tisch, naja, reden wir nicht drüber). Egal, egal. Es gibt so viel wichtigere Dinge im Leben. Sie hat jetzt auf 3 von 4 Ausstellungen ein Vorzüglich bekommen, und niemand hat bislang diese Ohren bemängelt (mein eigenes Trauma 😀 ). Ich denke, da kann man echt ein bisschen stolz sein.

P.S. Der geduldige Mensch bezieht seine Kraft aus der Einsicht in das positive Wirken aus Zeit und Raum.

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Von SG zu BOB

Ja, so kann es laufen. Ich bin immer noch etwas irritiert vom gestrigen Tag, aber eigentlich so wirklich auch nur, weil die erste Show, die ich mit Alanis besucht habe, einfach total bescheiden war. Nachdem ich mit ihr jetzt jedes Ringtraining, das ich zeitlich einrichten konnte, wahrgenommen habe und sie auch unter Anwesenheit anderer Hunde gut laufen musste, lief sie auch gestern im Ring sehr zu meiner Zufriedenheit. Ich habe sooo lange überlegt, ob ich Dormagen wirklich melden soll oder nicht. Es hat nichts mit Dormagen zu tun, nur eben mit einer Hundeshow. Aber es nützt ja nichts, ein paar Ergebnisse und Bewertungen sollte man schon haben, und so habe ich mich kurzerhand einfach dazu entschieden. Morgens schon gab es eine Unwetterwarnung, und obwohl ich gerne noch mit den Hunden eine große Runde gegangen wäre, habe ich mich nicht getraut, weil es geblitzt und gedonnert hat. Nachdem klar war, dass sich das Wetter erstmal so schnell nicht legt, mussten wir trotzdem irgendwann los. Auf der Autobahn kam dann der totale Monsun runter, für den ich passend gekleidet war: Ballerinas und eine schöne, kurze Hose. Wie ich bei meiner Ankunft festgestellt habe, ging es aber einigen Leuten so. Vor Ort war es anfänglich ebenfalls etwas unbehaglich, aber mit jeder Stunde die verging, wurde es wärmer und schwüler und stickiger. Unterkunft haben mir die lieben  Airdale Terrier Züchter aus der Nachbarschaft gewährt. Meine Manchester waren bestens versorgt und es war so schön, wirklich wirklich schön, einfach in netter Gesellschaft seinen Hund auszustellen. Ich wurde von niemandem vollgelabert, es hat bei mir niemand über den anderen gelästert und Alanis war noch als i- Tüpfelchen echt mega gut. Der Richter war aus der Schweiz und irgendwie hat mich das voll gefreut 😀 Alanis musste zuerst auf den Tisch, aber der ist ja eh kein Problem für sie. Wie gesagt, präsentiert hat sie sich auf jeden Fall so, wie sie es im Training auch macht. Sicher kann sie noch etwas flüssiger laufen oder geschmeidiger, oder wie die Profis das sagen, aber ich fand sie echt total süß. In ihrer Klasse war sie allerdings alleine. Der Richter fand, dass sie ein vorzüglicher Hund ist, und nicht „nur“ ein sehr guter, weswegen wir unser erstes V1 bekommen haben und damit eine erste Qualifikation für den Jugend Champion, den ich nur vielleicht fertig mache, weil Hundeshows und so. Am Ende konnte Alanis aber auch gegen die restlichen Hunde bestechen und das hat mich echt sehr gefreut. Auch wenn man durch das Best of Breed ja im Prinzip nichts hat, war ich so stolz auf meinen ersten selbstgezüchteten Hund, der in Anwesenheit von anderen, vorhandenen Manchestern (was ja nicht immer der Fall ist) echt vorne stand. Meine kleine süße Alanis, auf einmal so erwachsen und so so schön.

sdkl„13 Monate alte Hündin, typisch aufgebaut, schöner Kopf, korrekt angesetztes, etwas seitlich getragenes Ohr, parallele Front, korrekt gewinkelte Schulterlage, typischer Rutensitz, genügend gewinkelte Hinterhand, vorzügliche Haarqualität mit schönen Abzeichnungen, ruhiges und freundliches Wesen, in der Bewegung hinten korrekt, vorne etwas eng. „

Und obwohl der gestrige Tag, hello again, im Krankenhaus endete, weil ich die Schmerzen, die mich seit Mittwoch in beiden Knien plagen, wirklich nicht mehr ertragen konnte und kurzfristig dachte, es sei vielleicht schöner, einfach zu sterben, (aber darauf will ich weiter nicht eingehen, sonst rege ich mich hier nur wieder unnötig auf), möchte ich betonen, dass heute bisher ein gigantomanisch genialer Tag war. Denn, seit heute scheint bei mir die Sonne. Immer. Oder zumindest dann wenn ich es möchte. Mein klitzekleines Fotostudio ist nun mit seiner eigenen Sonne ausgestattet. ICH bin nun stolze Besitzerin eines 1.7m großen Octagons!!! ocatgano

Ist es nicht bezaubernd???