Schon vorbei
Featured

Schon vorbei

… ist die Tatsache, dass mir diese Website sooo gut gefällt. Gut, soooo gut hat sie mir ja überhaupt nicht gefallen, aber ich fand sie ok. Das hat sich nun schon wieder erledigt. Da ich aber eine Layout- unabhängige Lösung für meine Galerien gefunden habe, sollte ich nun flexibler sein, ein gutes Kostüm für meinen Blog zu finden, das mir gefällt. Wann das sein wird, kann ich nicht sagen. Auf meinem „Schreibtisch“ liegen an die 15 Shootings, die darauf warten, ganz viele Menschen glücklich zu machen. Und meine neue Website hat auch noch keinen nennenswerten Fortschritt gemacht. Da ich nun generell zu der wahnsinnig hellen Erkenntnis gekommen bin, dass vermutlich 90% nur noch mit ihrem Smartphone online sind, ist es wahrscheinlich auch an der Zeit, dogs-in-sight ein responsives Layout zu verpassen. Tja, das schreit dann doch nach einem Upgrade für ProPhoto, zumindest für meine Foto- Webseiten. Auch wenn ich um 6.00 morgens schon am Rechner sitze, reicht meine Zeit im Moment nicht. Demnach fange ich erst gar nicht an, mir Daten und Zeiträume zu setzen. Alles wird fertig, wenn es eben soweit ist.
Am Wochenende war ich am Samstag arbeitstechnisch ebenfalls den ganzen Tag unterwegs. Eingeladen von der lieben Susann hat es mich nach Wermelskirchen verschlagen. 20 Hunde hatte ich in meinem Aufbau, 2 Kinder und diverse Erwachsene. Die Atmosphäre war fast familiär, da es so viele liebe Menschen waren, die ich schon einige Male vorher fotografiert habe, oder aus dem Internet kenne oder oder oder. Natürlich habe ich mich auch über die Neuzugänge gefreut. Es sind wirklich Bilder entstanden, die direkt ins Herz gehen. Durch die vielen Pullover und Jackenschichten, die jeder von uns aktuell an sich trägt.
Am Sonntag war dann für mich ein ganz, ganz, GANZ großer Tag. Mein Lane- Baby, der erstgeborene Hund aus meiner eigenen Zucht, meine kleine Alanis durfte das allererste Mal offiziell an den Start. Da wir letztes Jahr keinen Eintrag in die Leistungskarte bekommen haben, weil ich nicht offiziell gestartet bin, ging es dieses Jahr mit der neuen PO in der A0 los. Irgendwie fand ich das schön, weil mein allererstes Agility Turnier mit meinem allerersten Hund Kira vor etlichen Jahren damals auch in der A0 war.

Ein Jumping 0 in einer Reithalle, mit V0, mit Platz 1.
12 Jahre später 4 Hunde später. Das gleiche Spiel. Mit dem ersten Hund aus meiner eigenen Zucht.

Ein bisschen Wehmut, aber noch mehr Stolz und Liebe habe ich an diesem Tag empfunden. Nicht nur diesen Lauf hat sie gewonnen, alle beide sogar. Damit natürlich das direkte Ticket zum Durchmarsch in die A1 gelöst, bin ich wirklich überglücklich mit ihr. Ich wusste von Anfang an, dass sie nicht so bescheuert ist wie Lane. Ich habe mich dennoch für sie entschieden und die verrücktere von beiden abgegeben. Phasenweise hat es mich dann doch gestört, und ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig, dass sie überhaupt keinen Ton von sich gibt beim Arbeiten. Aber wenn man mit ihr läuft, hat man nicht das Gefühl, man versucht einen völlig abgedrehten Raptorex auf Speed zu steuern oder zu lenken. Anders als Polly und Lane ist sie vorsichtiger, sanfter und vor allem leiser, aber sie vertraut mir. Sie vertraut darauf, dass nichts schlimmes kommen kann, und gibt sich immer so viel Mühe. Nachdem das letzte Turnier in Sendenhorst so übertrieben schlecht und chaotisch und hysterisch war, mit Frühstarter von Lanes Seite und einem Parson Russell Terrier, den man am Start einfach NICHT mehr absetzen konnte, weil die Bombe bereits geplatzt ist auf dem Weg zur ersten Hürde, genieße ich es sooooooo sehr!!! Ich brauche keine 3 Hunde für Meisterschaften. Ich habe mir das zwar immer gewünscht, aber einfach nur, weil es in der Theorie, in meinem Kopf so schön ist. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass mit jedem neuen Hund, der dazu kommt und erstmal meine Aufmerksamkeit braucht, die vorherigen „schlechter“ werden. Sei es in der Leistung, sei es im Gehorsam, sei es in der Gruppe. Ich denke, ich werde mich auf Polly in erster Linie fokussieren, die übrigens den A-Lauf gewonnen hat, mit 7 Sekunden Vorsprung um im Jumping nach einem exakten Lauf auf Linie??? die letzte Hürde zu verweigern :D, ich hoffe, dass Lane mir noch einen Wurf schenkt und Alanis hat jeglichen Freiraum dieser Welt sich zu entfalten, wie ihr Wesen es möchte. Das selbe gilt natürlich für meinen Wolf. Überflüssig, das eigentlich zu erwähnen.

Featured

Ruhig

… ist es im Moment ganz und gar nicht. Eigentlich eher das Gegenteil. Das Badezimmer in unserer zukünftigen Wohnung nimmt richtige Formen an. Die Wände sind drin, der Strom ist gelegt, es sind wunderschöne Balken hinein und herausgearbeitet, die Badewanne ist da, die Dusche ist da, die ersten Heizungen hängen im Bald- Wohnzimmer, 2 weitere Container sind voll (oder 2 x 2???), das Stroh im Bald- Fotostudio ist weg, die Gittertüren von den Pferdeboxen sind abgeholt, alle Umzugskartons verschenkt usw. Im Moment fehlt es mir glaube ich etwas an Elan, was viele Gründe hat.
Erstens ist es viel Arbeit. Auch wenn ich gerade unten auf der Baustelle nicht sooo aktiv bin (es ist aktuell wirklich viel Männerarbeit 🙁 ), ist Daniel umso aktiver. Das bedeutet, dass ich ihm oben und drumherum so viele Dinge wie möglich abzunehmen versuche. Haushalt ist alleine meine Aufgabe und ich weiß, es klingt immer total nach Quengeln auf hohem Niveau, es ist aber wirklich nichts, was man mal eben macht. Es sind so viele Sachen dreckig, alles muss regelmäßig sauber gemacht werden und gewaschen, jeden Tag tonnenweise Staub der nach oben getragen wird, Hunger hat man dann auch noch, Daniels Chef ist auch hier, es muss gekocht werden, die Hunde müssen bespaßt werden, der Kühlschrank füllt sich auch nicht von alleine, der Müll bringt sich nicht von alleine runter, an alles muss gedacht werden, unendlich viele Behördengänge usw.
Zweitens habe ich auch noch einen Job. Diesbezüglich droht mein Kopf aktuell förmlich zu PLATZEN!!! Ich habe so unglaublich viele Ideen, so viele Visionen, so viele Bilder und mal wieder viel zu viele Sachen 😀 , die ich umsetzen und einbauen möchte. Die Tage sind irgendwie zu kurz. In den nächsten Wochen habe ich super super viele tolle Shootings, auf die ich mich richtig freue. Meine Panik vor Kindern, die alles auseinander nehmen, ausrasten und mich hassen, weil ich keine Gummibärchen mehr habe, ist fast verschwunden. Ich male mir jeden Tag aufs Neue aus, wie man das Studio einrichten könnte, mache mir Gedanken, welche Bilder ich für meine Galerie drucken lassen möchte, welche Farben mir gefallen, wie man was wo gestaltet. Die neue Website ist in die Wege geleitet und und und. Das alles nimmt gedanklich so viel Raum ein, dass ich wirklich müde davon werde. Aber es lohnt sich. Es lohnt sich so sehr. Ein kleiner Einblick von gestern. Dieses Bild ist entstanden. Es ist eine Momentaufnahme und nicht gestellt. Das mag man glauben, oder nicht. Ich weiß es, Mama weiß es und ich liebe es. Ich liebe den Moment und die Verbindung zwischen den beiden. Es hat mich emotional so berührt, ich hoffe, dass ich mein Leben lang solche Shootings haben werde.
Drittens ist Krebs wieder ein Thema. Nicht bei mir selbst, aber in meiner direkten Familie und das nervt mich gewaltig. Ich habe noch nie nach fair oder unfair gefragt, oder nach Gründen. Ich denke, der einzige Weg ist der, für sich einen zu finden, wie man damit umgehen kann. Ansonsten kann man natürlich gesund leben, nicht rauchen und auf sich achten und so, aber selbst das ist kein Garant. Also glaube ich, dass ich einfach sagen darf, es nervt.
Viertens fehlen mir etwas die Worte. Ich weiß, dass es viele dumme Menschen auf dieser Welt gibt. Und ich bin sicherlich einigen davon begegnet. Das selbe gilt für Neider. Ich möchte das Wort Neid einmal definieren, bzw die Definition aus dem Duden zitieren:

Ne̱i̱d
  1. Substantiv [der]
    das schlechte Gefühl, das man hat, wenn andere etwas haben, das man selbst gerne hätte, aber nicht hat.

Und wenn man es nicht hat, aber so gerne hätte (was auch immer das ist – ein großes Haus, eine große Wiese, schöne Fotos, einen Parcours, eine Beziehung, Hunde, die in der Lage sind, vorgegebene Zeiten zu laufen oder einen Tamaskan zum Beispiel) dann sieht man sich offensichtlich genötigt, andere an den Pranger zu stellen, durch den Dreck zu ziehen oder sonst irgendwie in ein Licht zu stellen, das dazu beiträgt, dass man sich selbst besser fühlt. Bei so hässlichem Verhalten kann ich leider nur mein Mitleid aussprechen. Jedes Verhalten hat seinen Ursprung. Egal ob beim Hund oder Menschen. Sei es Prägung, seien es Erlebnisse, Erfahrungen was auch immer. Sich nicht für andere freuen können, oder Freude teilen zu können, nicht in der Lage sein, jemanden bei einer Frage einfach zu fragen sondern öffentlich mit dem Link zu einem privaten Blog einen Müll von sich zu geben… Macht mich sprachlos. Aber auch dies ist etwas, dem wir im Leben immer und immer wieder begegnen werden. Ich bin mit Sicherheit meilenweit davon entfernt, viel über das Leben zu wissen, dennoch bin ich überzeugt davon, dass wir auch hier nur für uns alleine einen Weg des Umgangs finden können. Einen Weg, der uns hilft mit dem umzugehen, was unangenehm ist. Seien es Neider, oder der eigene Neid, den wir empfinden.