Schon vorbei
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Schon vorbei

… ist die Tatsache, dass mir diese Website sooo gut gefällt. Gut, soooo gut hat sie mir ja überhaupt nicht gefallen, aber ich fand sie ok. Das hat sich nun schon wieder erledigt. Da ich aber eine Layout- unabhängige Lösung für meine Galerien gefunden habe, sollte ich nun flexibler sein, ein gutes Kostüm für meinen Blog zu finden, das mir gefällt. Wann das sein wird, kann ich nicht sagen. Auf meinem „Schreibtisch“ liegen an die 15 Shootings, die darauf warten, ganz viele Menschen glücklich zu machen. Und meine neue Website hat auch noch keinen nennenswerten Fortschritt gemacht. Da ich nun generell zu der wahnsinnig hellen Erkenntnis gekommen bin, dass vermutlich 90% nur noch mit ihrem Smartphone online sind, ist es wahrscheinlich auch an der Zeit, dogs-in-sight ein responsives Layout zu verpassen. Tja, das schreit dann doch nach einem Upgrade für ProPhoto, zumindest für meine Foto- Webseiten. Auch wenn ich um 6.00 morgens schon am Rechner sitze, reicht meine Zeit im Moment nicht. Demnach fange ich erst gar nicht an, mir Daten und Zeiträume zu setzen. Alles wird fertig, wenn es eben soweit ist.
Am Wochenende war ich am Samstag arbeitstechnisch ebenfalls den ganzen Tag unterwegs. Eingeladen von der lieben Susann hat es mich nach Wermelskirchen verschlagen. 20 Hunde hatte ich in meinem Aufbau, 2 Kinder und diverse Erwachsene. Die Atmosphäre war fast familiär, da es so viele liebe Menschen waren, die ich schon einige Male vorher fotografiert habe, oder aus dem Internet kenne oder oder oder. Natürlich habe ich mich auch über die Neuzugänge gefreut. Es sind wirklich Bilder entstanden, die direkt ins Herz gehen. Durch die vielen Pullover und Jackenschichten, die jeder von uns aktuell an sich trägt.
Am Sonntag war dann für mich ein ganz, ganz, GANZ großer Tag. Mein Lane- Baby, der erstgeborene Hund aus meiner eigenen Zucht, meine kleine Alanis durfte das allererste Mal offiziell an den Start. Da wir letztes Jahr keinen Eintrag in die Leistungskarte bekommen haben, weil ich nicht offiziell gestartet bin, ging es dieses Jahr mit der neuen PO in der A0 los. Irgendwie fand ich das schön, weil mein allererstes Agility Turnier mit meinem allerersten Hund Kira vor etlichen Jahren damals auch in der A0 war.

Ein Jumping 0 in einer Reithalle, mit V0, mit Platz 1.
12 Jahre später 4 Hunde später. Das gleiche Spiel. Mit dem ersten Hund aus meiner eigenen Zucht.

Ein bisschen Wehmut, aber noch mehr Stolz und Liebe habe ich an diesem Tag empfunden. Nicht nur diesen Lauf hat sie gewonnen, alle beide sogar. Damit natürlich das direkte Ticket zum Durchmarsch in die A1 gelöst, bin ich wirklich überglücklich mit ihr. Ich wusste von Anfang an, dass sie nicht so bescheuert ist wie Lane. Ich habe mich dennoch für sie entschieden und die verrücktere von beiden abgegeben. Phasenweise hat es mich dann doch gestört, und ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig, dass sie überhaupt keinen Ton von sich gibt beim Arbeiten. Aber wenn man mit ihr läuft, hat man nicht das Gefühl, man versucht einen völlig abgedrehten Raptorex auf Speed zu steuern oder zu lenken. Anders als Polly und Lane ist sie vorsichtiger, sanfter und vor allem leiser, aber sie vertraut mir. Sie vertraut darauf, dass nichts schlimmes kommen kann, und gibt sich immer so viel Mühe. Nachdem das letzte Turnier in Sendenhorst so übertrieben schlecht und chaotisch und hysterisch war, mit Frühstarter von Lanes Seite und einem Parson Russell Terrier, den man am Start einfach NICHT mehr absetzen konnte, weil die Bombe bereits geplatzt ist auf dem Weg zur ersten Hürde, genieße ich es sooooooo sehr!!! Ich brauche keine 3 Hunde für Meisterschaften. Ich habe mir das zwar immer gewünscht, aber einfach nur, weil es in der Theorie, in meinem Kopf so schön ist. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass mit jedem neuen Hund, der dazu kommt und erstmal meine Aufmerksamkeit braucht, die vorherigen „schlechter“ werden. Sei es in der Leistung, sei es im Gehorsam, sei es in der Gruppe. Ich denke, ich werde mich auf Polly in erster Linie fokussieren, die übrigens den A-Lauf gewonnen hat, mit 7 Sekunden Vorsprung um im Jumping nach einem exakten Lauf auf Linie??? die letzte Hürde zu verweigern :D, ich hoffe, dass Lane mir noch einen Wurf schenkt und Alanis hat jeglichen Freiraum dieser Welt sich zu entfalten, wie ihr Wesen es möchte. Das selbe gilt natürlich für meinen Wolf. Überflüssig, das eigentlich zu erwähnen.

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Nachlässig

… wird diese Seite hier „gepflegt“. Aktuell kann ich nicht mal Besserung geloben, da ein Ende von „Viel zu tun“ nicht in Sicht ist. Eher ein „Noch mehr zu tun“. Und ich freue mich so darauf 🙂
Also, das Montagsupdate, das letzte Woche schon ein Dienstagsupdate war, ist diese Woche wohl ein Mittwochsupdate. Tendenz also fallend 😀
Vor dem bereits vergangenen Wochenende graute es mir ein wenig. Freitag habe ich den ganzen Tag gearbeitet und habe es nicht geschafft zum Aufbau und zur Vorbereitung für unser Turnier am Wochenende in unserem Verein. Als Agilitywart muss man ja doch einiges an Organisation und Vorbereitung übernehmen. So mussten noch die Wippe und der Slalom, die bei uns neu bestellt sind, aber nicht rechtzeitig angekommen für das Turnier aus anderen Vereinen organisiert werden. Und nicht nur das, sie mussten ja auch irgendwie hingebracht werden. So eine Wippe passt leider nicht ins Auto. Auch nicht in einen Kombi. Und ich werde nie, nie, niiiie wieder solche Versuche starten. Mit meinem Running Contacts Brett damals habe ich meine ersten Carglas Erfahrungen bereits gemacht. Und so ne Frontscheibe ist echt nicht billig. Eine Woche vor dem Turnier, nachdem diese 2 Geräte dann aber vom befreundeten Nachbarverein organisiert waren (vielen lieben Dank nochmal an die Hammerhunde!), habe ich dann auch erfahren, dass die Zeitmessung wohl auf unserem letzten Turnier den Geist aufgegeben hat… Ich war natürlich sehr glücklich über diese rechtzeitige Information, wie man sich denken kann 😀 und das Highlight war, dass die Zeitmessanlage der Hammerhunde, bei denen ich bereits Geräte geschnorrt habe, auch aktuell in der Reparatur ist… Maaan. Zum Glück kennt man viele Leute. Ich war so so froh, als das Turnier am Samstag einfach nur glatt über die Bühne ging! Laptop und Zeitmessung waren pünktlich um 7.00 am Richtertisch, Janine hat sich wie immer wunderbar um Meldestelle und den ganzen Meldekram gekümmert, die Preise, die ich ausgesucht habe, kamen super gut an, wir hatten ganz viele tolle, zusätzliche gesponsorte Futterpreise und jede Menge fleißige und nette Helfer. Die Richterin war gut drauf und mit dem Ablauf ebenfalls zufrieden. Alles in allem war es meiner Ansicht nach ein wirklich gelungener Tag. Und das Feedback sprach auch dafür. Möchte ich was zu meinen Läufen sagen??? Hm. Kurz. Lane im Jumping einen vorhersehbaren Slalomausgangsfehler (deswegen vorher im Warm Up Bereich 10000 Mal sauber geübt), Polly eine unnötige Verweigerung bedingt durch schlechte Linie. Im A- Lauf war Lane etwas euphorisch und durch meine Lahmheit einfach genauso euphorisch im falschen Tunnelloch und Polly hatte den Lauf ihres Lebens, auch, was die Lautstärke betrifft, weswegen wir mal den Wippenabgang, oder -abflug direkt nochmal gemacht haben 🙂 Wir können aktuell vermutlich so 3-17 weitere Hunde mit ersten Plätzen im A- Lauf bedienen, von daher nehme ich lieber Konsequenz mit.

Ach, das Spiel hat die Polly dann mit Bestzeit von allen Hunden gewonnen. 😀 Das Spiel!!!! Oh mano. Abends haben wir dann bei Daniel mit meinen Eltern gegrillt, weil mein Vater gerne mit uns grillen wollte. Nachdem wir dann aufgeteilt haben, wer was besorgt, fragte er, wann er dann da sein sollte 😀 frei nach dem Motto: Habt ihr Lust zu grillen? Ja? Gut. Äh. Ich habe nur keinen Grill. Wann sollen wir bei euch sein? Früh morgens am Sonntag ging es dann auch schon auf den Weg nach Alsfeld, zur Klubsiegershow vom KfT. Dieses Mal fand sie in der Hessenhalle statt und alles war ein bisschen anders. Die Organisation war jedoch wirklich super, sofern ich das beurteilen kann, wurde recht zügig gerichtet und lief gut über die Bühne.  Montagmorgen dann direkt wieder viel zu früh aufstehen und weiter machen. Weiter weiter weiter. Abgesehen davon, dass 2000 RAWs auf meinem PC auf ihre Bearbeitung warten. Ich möchte keine große Besserung bezüglich der Beiträge aktuell geloben, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es in Zukunft (Zeitpunkt x) wieder ganz viele Videos und mindestens genauso viele Fotos geben wird. Dafür ist dieser Blog schließlich auch bekannt.

P.S. Auch eine schwere Tür hat nur einen Schlüssel nötig.

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Wochenende

Hier ist es, das typische Montagsupdate. Das Wochenende war ausnahmsweise mal sehr hundelastig 😀 Am Samstag ging es mit Alanis zum Ringtraining, damit in meinen Richterberichten nicht wieder durch die Blume steht, dass mein Hund sich bewegt wie ein Krüppel und danach haben wir noch etwas Steg trainiert. Lane und Polly waren natürlich auch dabei. Alanis‘ Steg ist immer noch nicht fertig. Eigentlich könnte ich ihn schon ganz laufen, aber irgendwie sträube ich mich davor. Vielleicht, weil ich dann das Gefühl habe, sie ist dann nicht mehr so klein und es wird ernst. Heute habe ich auch endlich mal was für die Begleithundeprüfung getan. Alanis ist ein super lieber Hund, aber sie hält nicht so viel von Leinenführigkeit und der ganze Inhalt dieser Prüfung langweilt sie tierisch. Sie ist schwer zu begeistern für kontrolliertes, stumpfes an der Leine laufen und dabei hochschauen. Sie mag Federn sammeln und auch Gänseblümchen pflücken. Und diese zwei Dinge beschreiben auch eigentlich ihren Charakter. So ist sie einfach 🙂 Dennoch nützt es nichts. Zumindest die Begleithundeprüfung möchte ich dieses Jahr mit ihr machen.
Gestern war die Landesmeisterschaft in Münster. Ich hatte die Wahl zwischen Agility auf meine grüne Leistungskarte, also gegebenenfalls gute Ergebnisse, die mir so ziemlich gar nichts nützen oder eine Ausstellung mit Alanis 😀 Die Entscheidung war jetzt nicht soooo schwer. Die Prüfungsläufe fand ich echt knackig. Mit Polly habe ich dennoch, sollte sie den Slalom treffen, ein gutes Gefühl gehabt. Bei Lane dachte ich, ach, wenn sie den Steg steht, ist das doch auch schön 😀 Und weiter: sollte ich das da hinten nach der Wand nicht hinkriegen, lasse ich diesen ganzen Teil des Parcours einfach weg (ein ganzes Viertel!). Polly durfte zuerst an den Start und hat einen MEGA Slalomeingang dahin gelegt. Das war soooo krass. Wie souverän dieser kleine Hund manchmal ist. Nach dem Slalom ging es über zwei Hürden in einen Tunnel, diesen hat Polly aber schon nach einer Hürde genommen und ist, Überraschung, einen plötzlichen Tunneltod gestorben! Mal wieder 😉 Lane ist, wie schon erwähnt, im Beginn ihrer etwas zu frühen Läufigkeit und war, vermutlich deshalb, übertrieben zugänglich. Man könnte fast sagen kontrollierbar und lieb! Da ich mir mit ihr gar nichts ausgerechnet habe (im Gegensatz zu Polly) bin ich einfach gerannt. Die Wippe zu früh verlassen, ansonsten mega brav. Wir sind tatsächlich durchgekommen. Die Jumpings wiederum waren echt toll und ich hatte so Bock diese Parcoure zu rennen. Mit Polly wusste ich, es wird nicht schwer, bei Lane, mh, eigentlich auch. Polly ist dieses Mal ausnahmsweise einen „Hürde von hinten- Tod“ gestorben und Lane hatte leider, leider eine Stange. Und jetzt kommt etwas, dass es hier sonst nie zu lesen gibt: Hätte Lane diese eine Stange nicht geschmissen, wäre sie Vize- Landesmeister oder Landesmeister geworden 🙂 Es gab nämlich keine fehlerfreien 2 Läufe im Medium und der erstplatzierte aus dem A-Lauf, der 0 gelaufen ist, hatte im Jumping ebenfalls eine Stange. Da Lane doch recht rund gelaufen ist, denke ich, dass sie die Zeit geknackt hätte 🙂 🙂 🙂 Ja, ja… So nah dran 😉 Ich sollte Lane wirklich einfach belegen lassen und sie aus dem Sport nehmen. Dann kann ich auch nicht mehr „so nah dran“ sein.
Was mir mega Freude bereitet hat, möchte ich euch auf einem Foto zeigen. IMG_20170514_130302
Sind meine Lane- Kinder nicht unverschämt hübsch geworden??? Ich bin erstaunt und ein bisschen erschrocken darüber, wie sie sich entwickelt haben, nämlich genau so, wie ich „prophezeit“ habe:
– Alanis ist femininer, zierlicher und einen Hauch kleiner
– sie hat das dunklere, und mandelförmigere Auge
– Daumenabdrücke und eine optimale Größe haben beide
– Lou ist kräftiger. Sie hat aber auch kräftigere Abdrücke und ist bis auf die Augen insgesamt dunkler
– Außerdem hat sie das „bessere“ Ohr und dichteres Fell
Sie sind so, wie sie als Welpen waren. Und das beruhigt mich irgendwie. Wenn sich das wirklich bewahrheitet auch in weiteren Würfen, fände ich das total klasse, weil man dann so glaube ich seine Hunde auch besser für die Zukunft einschätzen kann. Egal, ob man selbst etwas für die Zucht behalten möchte, wert auf bestimmte Merkmale legt oder den Hund optimal platzieren möchte. Beide Hunde sind echt zugänglich und nett. Sie sind einfach toll geworden. Ja, ich weiß. Ich sollte noch einen Wurf machen. Ich bin aber so furchtbar unentschlossen… Und das Blut wird heller, und heller. Ach ja…. 😉

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Jahresrückblick

Zu sagen, dieses Jahr war kein gutes Jahr, wäre unzutreffend und undankbar. Der Tendenz Richtung „schlimmer“ sind wie jeder weiß selten Grenzen gesetzt. Sagen wir mal, dass ich dieses Jahr als seeeeehr anstrengend empfunden habe. Es war auf jeden Fall ein Jahr voller Ereignisse.
Begonnen hat das Jahr für mich mit einem bereits sehr einschneidenden Ereignis. Die Hochzeit meiner Schwester stand an. Ja, richtig gehört. War sie vorletztes Jahr noch empört, wie ich ihren damaligen neuen Freund nicht an meinem Geburtstag da haben wollte, weil die letzten 5 Jahre jedes Jahr ein anderer Kerl dabei war, ist sie dieses Jahr zu meinem Geburtstag verheiratet und schwanger. Also, mit nem anderen. Nicht den, den ich nicht dabei haben wollte 😀 Aber, aber, eine Basis muss doch gelegt werden. Ein Jahr Beziehung reicht meiner Meinung nach auch völlig aus, um ein gemeinsames Leben zu dritt zu beginnen. Generell habe ich noch nie ein sonderlich gutes Verhältnis zu ihr gehabt, generell geht es mir auch total am Arsch vorbei, wer wie sein Leben lebt. Was ich allerdings auf den Tod hasse ist, wenn Leute, die KEINE AHNUNG haben, das Maul so weit aufreißen. Ich merke jetzt schon, wie mein Herz rast, wenn ich an sie denke. Meine Mutter hat uns im Februar gezwungenerweise an einen Tisch gesetzt. Bzw. an 2 😀 Ich lege ehrlich gesagt keinen Wert mehr, auf guten Kontakt zu meiner Schwester, habe es aber meiner Mutter zu Liebe getan. Tja, und da saß sie dann. Arrogant wie eh und je, am Laptop am Esstisch, während meine Mutter das „Gespräch“ einleitete, und ich auf ihre Frage, warum der Kontakt so schlecht sei, als erstes geantwortet habe, dass meine Mutter auf der ganzen Welt erzählt, was für eine gnadenlos gute, und beliebte Krankenschwester meine Schwester sei, sie es nur nicht geschafft hat, ihre eigene im Krankenhaus zu besuchen, die ein halbes Jahr stationär lag. Zum Beispiel. Daraufhin rechtfertigte sie sich, dass ich sowieso nur an meinem Handy wegen meiner Fernbeziehung hing- und starrte weiter in das Display des Laptops und klopfte weiter eifrig in die Tasten 🙂 So ging es die ganze Zeit weiter. Ich bin Schuld daran, dass sie sich gezwungen gesehen hat, sich in den Hintergrund zu rücken, weil ich Krebs hatte und meine Eltern nur noch für mich da waren. Ja, ein harter Schicksalsschlag, für jemanden, der seit seiner Geburt ausschließlich und absolut im Mittelpunkt stand. Das Ende vom Lied war, dass ich gegangen bin, nachdem ich erfahren habe, wie asozial ich bin, weil ich 2 Monate nach meiner Reha in meine erste eigene Wohnung gezogen bin und Wohngeld bezogen habe und mit 3 Hunden zusammen leben, dass ich nur alte bzw keine Freunde habe, und sie „auf solche Leute“ am Tage ihrer Hochzeit verzichten kann. Mühsam, mühsam. Aber was will man von jemandem erwarten, der mehr Wert auf Wimpern- und Haarextension und operativ korrigierte Nasen legt, als auf einen Dialog, bei dem es um eine Schlichtung geht und um die Darstellung seiner Sicht der Dinge, statt irgendwelche Beleidigungen? Das alles hätte mich entsetzen müssen, hat es auch ein wenig. Aber nur ein wenig. Ich weiß, dass meine Schwester sich selbst die Nächste ist. Was mich echt mitgenommen hat, war meine völlig ruhige, „neutrale“ Mutter. ICH habe von ihr gelernt, dass man Respekt hat, vor älteren Menschen. Egal ob Mutter, Freundin, Oma, oder Nachbar. Der jüngere grüßt zuerst. Der Jüngere hält die Tür auf etc. Ich weiß nicht, wieso meine Schwester das nicht gelernt hat. Vielleicht gilt das auch für ältere Schwester nicht, keine Ahnung, denn ich habe keine ältere Schwester. Nein, für mich habe ich nun gar keine mehr. Ich habe irgendwie erwartet, dass sie meine Schwester zurecht weist, oder sie zumindest mal ermahnt, sich etwas zurück zu nehmen. Aber für sie lief das alles unter: Jeder muss sich mal seinen Frust von der Seele reden. Gut, hätte ich im Vorfeld wissen sollen, dass darunter Beleidigungen gemeint sind, wäre ich gar nicht aufgetaucht und die zwei besten Freunde schmoren lassen. Eine Zeit lang habe ich auch den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen, weil sie es nach all dem gewagt hat, noch zu meinen, dass ICH einen großen Fehler begehe, wenn ich dort nicht aufkreuze. Was meine Schwester gesagt hat, war schon längst vergessen, bzw. „gar nicht so“. Und ich saß hier, wirklich tagelang und dachte mir: Bin ich bescheuert oder sind die zwei bescheuert? Sie hat niemals gesagt, dass… bla bla bla. Nein, so war das gar nicht. Typisch. Meine Schwester rennt grundlos mit nem Messer auf mich los und meine Mutter fragt, was ich denn schon wieder verbrochen habe. Die heilige, perfekte Jessica. Wobei, perfekt ist sie ja erst seit der Nasen- OP 😀 Jaja, ein hässliches Thema, mit dem ich nach wie vor nicht ganz abgeschlossen habe. Ein gutes hat es aber doch: Ich werde mich nie wieder mit ihr an „einen“ Tisch setzen müssen. Leute, die einfach scheiße sind, gehen zu lassen, habe ich auch gelernt! Check!
Deshalb verbringen meine Eltern Weihnachten nun auch in Polen in einem Wellness- Hotel. Finde ich super. Meine Mutter ist die Marionette meiner Schwester. Völlig blind und hilflos. Ich fände es toll, wenn sie auch mal langfristig an sich selbst denken würde, denn das tut ihr perfektes Kind auch. So freue ich mich total auf Weihnachten mit Daniel und den Hunden, die zu meinem asozialen Leben beitragen… Ok, genug jetzt 😀 Meine Hunde jedenfalls haben ungefähr 50% zu den positiven Dingen in diesem Jahr beigetragen.
Am 16.04., auf den Tag genau als Polly 18 Monate wurde, hatten wir unser Turnierdebüt. Ich war morgens schon total krank vor Aufregung, bin ich vorm Start beim Warmmachen noch aus Versehen auf den Fuß getreten, und fast erleichtert, weil ich dachte, vielleicht „muss“ ich jetzt doch nicht starten. Ich hatte Angst, wie immer. Angst vor einem Frühstart, Angst vor einem kleinen, weißen Zombie, der völlig außer Rand und Band sein eigenes Ding macht und Angst vor den schlechtesten Kontaktzonen überhaupt. Ich bin alleine nach Dortmund Wickede Asseln gefahren, Daniel hat mich überrascht, wollte er sich ihren ersten Lauf nicht entgehen lassen, und Polly hat direkt einen rausgehauen.

Ich liebe es, mir dieses Video anzuschauen. Ich war so unglaublich stolz auf Polly, wie sie immer mit mir meckert, wenn sie läuft und rumfiept und einfach 150% gibt. Im Laufe des Jahres ist sie extrem zügig in die A3 aufgestiegen, startberechtigt für die WM- Qualis im Frühjahr und uns hat lediglich ein einziger dusseliger erster Platz in einem A-Lauf gefehlt, dann wäre sie bereits dieses Jahr ihre erste Deutsche Meisterschaft gelaufen. Wir haben uns im Parcours gefunden, und sind ein super gutes Team geworden. Sie ist natürlich noch nicht so 100% zuverlässig wie Lane, und lässt sich schnell verleiten, bzw hat viele eigene Ideen, auch wenn ich sie anspreche, aber ich glaube, dass wir noch extrem viel Spaß gemeinsam haben werden.

Keine 10 Tage später brachte Lane ihre Babies zur Welt. Der April war wirklich ein großer Monat für mich. Beim Röntgen war ich noch extrem geknickt und wollte schon mit dem Züchten aufhören, bevor meine ersten Welpen geboren wurden, waren nämlich nur 2 zu sehen. Ich habe echt mit dem Gedanken gespielt, ob ich einen Rüden behalte, wenn nur Rüden fallen, und dann eine Hündin kaufe, mit der ich dann meine „Lane- Hündin“ kriege, worauf ich aufbauen kann. Aber dann kam es anders. Am 24.04. war ich noch auf einem Cup- Turnier mit Polly, Daniel hat auf Lane aufgepasst, und Lane, die hatte ihren Termin am 26.04. Sie war den ganzen Tag völlig unauffällig. Die Temperatur war konstant und der Appetit nach wie vor vorhanden. Ich habe abends dennoch beschlossen, bei ihr unten im Wohnzimmer zu schlafen und so hat sie sich am frühen Morgen entschieden, ihre Babies zur Welt zu bringen. Es schien so (vielleicht interpretiere ich zu viel hinein, aber ich glaube meine Hunde doch ganz gut zu kennen), als sei es für sie einfach genau richtig, weil ich da war. Sie wusste, dass ich neben dem Auslauf auf der Couch schlafe. Als sie anfing zu pressen, bin ich zu ihr in den Auslauf gegangen. Sobald ich mich auf dem Boden hingelegt habe, hat sie sich dazu gelegt. Das war aber nicht besonders gemütlich. Also bin ich wieder auf die Couch. Das Spiel haben wir 1 Stunde lang gespielt. Sobald ich den Auslauf verlassen habe, hat sie aufgehört zu pressen und ist wieder wie ne Furie durch ihren Auslauf und hat alles verwüstet. Dann ging die Diskussion um den Ort der Geburt weiter. Ich so: Hier, guck mal, eine wunderschöne Wurfbox in der du selbst vor 5 Jahren auf die Welt gekommen bist. Und Lane so: Couch. -.- Weitere 1,5 Stunden sind vergangen, und dann haben wir uns mit guten Krankenbettunterlagen auf die Couch geeinigt. Als der erste Welpe zur Welt kam, hat mich diese „Magie“ nicht wirklich erreicht. Ich war total aufgeregt, hatte total viel Angst, alles, was man falsch machen kann, falsch zu machen und deswegen habe ich irgendwie gar nichts gemacht. Ich habe es auf mich zukommen lassen, und wie sich herausgestellt hat, war es das beste, was ich (nicht) machen konnte. Lane hat wie ein alter Profi abgenabelt, sauber geleckt, sich direkt ans Werk gemacht. Als hätte sie schon etliche Würfe vorher gehabt. Das war so schön. Auch, als ich gesehen habe, dass es eine Hündin ist, war es noch etwas komisch. Ich wollte unbedingt eine Wahl haben, und habe mir deswegen schon überlegt, dass ich, sollte es nur eine Hündin sein, diese Thorsten gebe, weil ich auch schon die Polly habe, und er so lange gewartet hat, und dann einen weiteren Wurf mit Lane mache. Als Lou dann auf die Welt kam, wusste ich, eine von beiden ist meine. Lane hat uns 2 Hündinnen geschenkt. Ich glaube, das war dieses Jahr wirklich das größte.

Die Zeit der Aufzucht und Prägung war wundervoll. Ich kann es kaum erwarten, bis wir wieder Babies haben! Nichts desto trotz hatte ich insbesondere in den ersten Wochen total viel mit Menschen zu kämpfen, die mich verrückt gemacht haben- nein, anders: von denen ich mich verrückt machen lassen habe. Der Rüde den ich gewählt habe, vererbt Herzfehler. Der Rüde den ich gewählt habe, hat irgendwo einen Sohn, der total verhaltensauffällig ist. Der Rüde den ich gewählt habe, vererbt rutenlose Hunde. Es kam im Nachhinein hinaus, dass Finlej der schlimmste Hund ist, den ich hätte wählen können für meine Welpen. Dass Alanis und Lou wohl nur 2 von immer weniger Manchester Terrier sind, die IM STANDARD sind, was die Größe betrifft (der „Trend“ geht Richtung Large!!!), beide extrem schöne Daumenabdrücke haben, die bei Lane ziemlich fehlen, und beide ein schönes, dunkles, mandelförmiges Auge haben, dass Lane auch fehlt, muss man hier nicht betonen. Auch sollte nur am Rande erwähnt werden, dass beide völlig gesund sind, keine kardiologischen Probleme haben und auch keine Auffälligkeiten im Verhalten zeigen. Sie neigen zwar zum Überdrehen, aber so sind sie eben wie die Mama. Und das obwohl der Vater KEIN AGILITY!!! macht (alleine deswegen war die Verpaarung ja schon scheiße!). Hilfe. Ich habe so viel Neid und Missgunst erlebt dieses Jahr. Was ist los mit den Leuten da draußen???? Wer den ganzen Beitrag im Detail lesen will, tada:

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Den nächsten Wurf plane ich grob für das Frühjahr 2018. Aber bis dahin wird und muss noch eine Menge passieren. Unter anderem Pollys Zuchtzulassung. Denn der nächste Wurf soll etwas bunter werden. Ich weiß noch nicht, ob ich es wirklich tue, weil ich befürchte, dass ich von Polly genau so schwer was weggeben können werde, wie von Lane… Aber aus jedem Wurf einen Hund behalten… Hm. Mal sehen, wie die Gegebenheiten bis dahin sind. Denn: Wir haben neuerdings auch die Kacke am Dampfen mit den Nachbarn. Ich kann mich nur wiederholen, keine Ahnung, was mit den ganzen Leuten los ist. Jeder scheint unzufrieden zu sein, unglücklich und irgendwie nur darauf bedacht, dem anderen zu schaden. Mein Gott, was hatten wir hier für Auseinandersetzungen, wegen Rollern, die uns tagelang um 5.20 Uhr geweckt haben, Hunden die Pippi machen auf der Wiese, Maden die aus Mülltonnen kriechen, weil wir keine Knoten in die Kotbeutel machen, auf der anderen Seite aber eine mega lästige Französische Bulldogge, die Gott und die Welt anspringt, frei im Hof rumläuft, und auch gerne mal mit zur Straße, wenn Daniel und ich irgendwie Inliner fahren oder so. Einfach nur Kindergarten und ebenfalls mühsam, mühsam und nochmal mühsam. Ich hoffe 2017 einen Fleck auf diesem Planeten zu finden, den vorher noch niemand gefunden hat. Da ziehe ich dann hin, mit meinen 3 Hunden und bleibe einfach da. Mehr Ansprüche habe ich nicht. Alternativ muss ich endlich mal daran arbeiten, mir ein dickeres Fell anzulegen und nicht immer alles so extrem unter die Haut gehen zu lassen. Daniel sagt immer: das muss dir egal sein. Und zack, schon kümmert er sich um andere Dinge. Ich habe erstmal 8 Monate lang Albträume, 4 Wochen Appetitlosigkeit und ein halbes Jahr schlechte Laune, wegen zu vielen Gedanken wegen allen möglichen Eventualitäten. Mühsam. Habe ich das schon mal geschrieben heute???

Ein weiteres tolles „Ereignis“ war der Ausflug nach Dänemark. Wir hatten eine echt coole Zeit, mit wenig Leuten vor Ort und somit ziemlich viel Strand für uns alleine. Für mich und Alanis war es toll. Ich hatte sehr viel Zeit für sie, und wir haben sie extrem viel laufen und einfach machen lassen. Da war ja nichts und niemand. Ich denke, das hat ihr und ihrer Entwicklung echt gut getan. danemark

Einen Monat zuvor ist Kira gestorben. Ich habe es schon 2-3 Tage vorher geahnt, war aber irgendwie die einzige. Meine Mutter hat gesehen,wie sie unterm Bett lag, fand es aber süß, ich fand es „eigenartig“, und Daniel meinte morgens noch, ich soll erstmal keinen Gedanken daran verschwenden, was ich mit Kira „mache“. Aber ich wusste an diesem Morgen, am 5.08., dass ich zwar mit ihr zurück kehren würde vom Tierarzt, aber anders. Kira hatte einen Schlaganfall und es ging ihr ganz plötzlich so schlecht, dass sie an diesem Tag auch ohne eine Spritze an Kreislauf und Organversagen gestorben wäre. Ein ziemlich bitteres Ende, für ein nicht ganz so kurzes Hundeleben mit 13 Jahren, aber wenn man bedenkt, wie lange sie schon so eingeschränkt war körperlich finde ich es um so schlimmer. Sie hatte einfach immer irgendwas und ich habe trotzdem gehofft, dass sie einfach alt wird und irgendwann einschläft. Hoffen kann man immer, hat dieses Jahr jemand zu mir gesagt. Nur hilft es leider nicht immer. Kiras letzter Beitrag.

Im September war dann auch die Klubsiegerprüfung vom KfT. Polly hat sich am letzten Tag, an dem man sich dafür qualifizieren konnte, qualifiziert und Lane durfte auch mit laufen. Beide haben den A-Lauf gewonnen, Polly ist im Jumping leider Dis gegangen, Lane konnte sich mit einer Stange den Titel sichern und damit das Ticket zur DM. Der Beitrag von der DM ist hier unten drunter, wer nochmal nach lesen will. Auch wenn das Jahr für Lane mit Baby- Pause und Polly mit erster Saison echt gut lief, habe ich etwas den Eindruck, verflucht zu sein. So ist es mir innerhalb von 6 oder 8 Turnieren nicht gelungen, den letzte A-Lauf mit Polly zu holen, und so will es mir auch jetzt nicht gelingen, mit etlichen Turnieren eine Kombi mit Lane für die WM- Qualis zu erlaufen. 🙂 Es ist so mühsam (hey, etwas ist mühsam!), dass ich echt schon Gedanken hatte dieses Jahr, ob ich mir nicht ein anderes Hobby suche. So viel Energie kostet mich der Hundesport!

Dann wurde unsere „Familie“ noch durch Anton bereichert, unseren Wohnwagen. Anton haben wir von ganz lieben Menschen abgekauft, die ihn auch sehr liebevoll behandelt haben und wir sind mega happy mit ihm. Dieses Jahr leider nur 2 Ausflüge, hoffe ich, dass wir nächstes Jahr wesentlich öfter mit ihm unterwegs sein werden. 004a9856

Ach, und wo ich das Bild gerade sehe: Ich habe zum ersten Mal seitdem meine Haare nachgewachsen sind, meine Haare ein gutes Stück abgeschnitten. Fast die Hälfte möchte ich sagen. Sie haben irgendein Problem, und sind ohne Chemie und sonstige schädliche gezielte Einwirkung sehr brüchig. Und ich möchte nicht an brüchigem Haar hängen. Generell möchte ich mich von dieser „meine Haare sind mir heilig, weil ich Krebs hatte“- Sache trennen, und es gelingt mir ganz gut. Seitdem sie ab sind, finde ich sie wieder viel besser.

Ja. Unterm Strich empfinde ich das Jahr als wirklich anstrengend gewesen. Ich bin stolz auf meine Hunde, ich bin so dankbar, dass Lane mir Alanis geschenkt hat. Alanis ist einfach toll. Ich bin dankbar, dass ich Polly bekommen habe. Polly ist ebenfalls toll. Lane ist toll. Lane ist die beste. Lane würde ihre Seele für mich verkaufen. Meine Hunde machen einfach extrem viel aus. Im Sport habe ich dieses Jahr sehr gekämpft, aber es wird auch einfach nicht einfacher. Trotzdem haben sie regelmäßig tolle Leistungen gezeigt.
Auf der anderen Seite steht Daniel. Seit fast 2 Jahren nun schon. Irgendwie kann ich es nicht glauben, dass es schon so lang ist, obwohl es sich gleichzeitig ewig anfühlt. Wir sind so eingespielt und ein extrem gutes Team. Ob mit den Hunden, mit unserer Arbeit, dem Alltag, Kleinigkeiten wie Einkaufen, einfach alles. Daniel ist nun der letzte Mensch auf dieser Erde nach dem Desaster mit meiner Mutter im Frühjahr, der mir wirklich nahe steht und mich noch nicht verletzt oder enttäuscht hat. Gut, manchmal sagt er nein, wenn ich eine Katze oder ein Chinchilla möchte, aber was das Vertrauen angeht, und den respektvollen Umgang miteinander, stimmt es „noch“. Oder nach wie vor. Ich weiß, dass Dinge sich extrem schnell ändern. Und so richtig, richtig, RICHTIG traue ich einfach niemandem mehr. Die Person die dir heute am nähsten ist, kann morgen dein größter Feind sein. Eine bittere Lektion, die ich ebenfalls hinter mir habe. Ich hoffe inständig, dass sich irgendwas auf dieser Welt ändert. Die Menschen sind so voller Hass. Hass, Neid, Missgunst, Egoismus. Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Jahr „ist nicht mein Problem“ gehört habe. Es ist irgendwie unser aller Problem. Ich erinnere mich an kein Jahr, dass so geprägt war, von so viel Terror und so vielen Anschlägen. Der Mensch macht sich nicht nur selbst unglücklich, er vernichtet sich auch gleichzeitig. Auch wenn die Welt mittlerweile aus allen Nähten platzt, trägt jeder von uns glaube ich dazu bei, dass dieser Ort bei weitem nicht das ist, was er sein könnte.

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Wenn aus einem Wurm…

eine Schlange wird. Abgesehen davon, dass ich derzeit das Gefühl habe, mit Kakerlaken als Nachbarn zusammen zu wohnen (also „Dingen“, die kein Mensch braucht, die einem NUR auf den Keks gehen und die man am liebsten loswerden möchte, und zwar so schnell wie möglich!) müsste ich mir den folgenden Beitrag eigentlich auch stecken. So nah wie am Samstag, waren Lane und ich wohl noch nicht an der Kombi dieses Jahr, ABER, jaaaha, AAABER: eben nur nah dran 🙂 Ein kleiner Ausflug ihrerseits zum Slalom (haben am Donnerstag Slalom auf Distanz trainiert) und zack, schon biste disqualifiziert. Es ist zum Erschießen, weswegen ich für mich nun entschieden habe, dass es okay ist, wenn ich die WM Qualis mit Lane nicht laufe. Ja, ich weiß, sie hatte Babies dieses Jahr etc. Ich mag diesen Satz allerdings nicht mehr besonders, weil ich einfach finde, dass sie deswegen nicht eingeschränkt oder lädiert ist. Ganz im Gegenteil, wäre der Sonntag nicht gewesen, würde ich fast sagen, sie läuft wie am Schnürchen. Zumindest die Starts sind ja im Moment heile. Es geht lediglich um den verkürzten Zeitraum, wobei ein halbes Jahr nun auch dicke reichen sollte. Der Stegabgang am Samstag war schlecht, aber das ist er meistens auf dem Turnier; sie geht eben nicht in die Position sondern verzögert schon vorher, staut ihre gesamte Energie und droht zu explodieren- was sie dann auch meistens tut. Jap. Ziemlich bescheiden. Ich habe zuerst gedacht, jetzt neulich, egal, ich kämpfe mich da irgendwie durch, weil sie nun auch schon 6 ist und ich froh bin, wenn ich noch 3 – 4 gute Jahre mit ihr habe. Aber ich habe mich umentschieden. Ich werde die Stege vehement korrigieren. Und zwar am gesamtem Gerät, andernfalls werde ich sie aus dem Parcours rausnehmen. Ist etwas bitter, da diese „Routinen“ ja irgendwie selbst eingebrockt sind…  Am Sonntag fing der Parcours super blöd an. Ich habe nichts gegen anspruchsvolle Parcours (ich fand ihn nicht mal besonders anspruchsvoll) aber warum muss ich einen Hund schräg zu mir rufen, um die Wippe als Verleitung zu eliminieren um den Hund dann, immer noch schräg, auf den Steg zu schicken? Ganz ehrlich, das ist für mich nicht anspruchsvoll sondern dämlich. Lane ist SO oft schon auf den Stegen ausgerutscht, am Samstag sogar auf der Wippe. Es starten immer mehr immer triebigere Hunde, die zu Frühstartern neigen, weil sie es kaum erwarten können, loszulaufen und dann geht es los mit 1, 2 schräger Stegaufgang. Einfach mühsam. Eine „Schwierigkeit“, auf die man einfach bedingt durch zu großes Verletzungsrisiko meiner Meinung nach gerne verzichten dürfte. Am Steg war ich dann natürlich auch nicht mehr da, wo ich sein sollte, also war Lane so frei, sich schon mal selbst aufzulösen (hat die Zone aber vorher berührt) und es juckte mir sooooo in den Fingern, den gesamten Steg zu korrigieren, aber der sympathische Richter hat bereits vor dem Laufen gesagt, dass nicht trainiert wird. Ich war wirklich sehr bemüht, dem Impuls, einzupacken und nach Hause zu fahren, nicht nachzugehen…. Jedenfalls war Lane spätestens dann relativ out of order, denn hey, heute dürfen wir ja alles 🙂 Und so haben wir lustig an Frauli hochgekläfft und nicht mehr nach vorne geschaut. Hat richtig Spaß gemacht. Deswegen „lohnt“ es sich, Zonen und Frühstarts für mich zu korrigieren, weil zumindest meine Hunde andernfalls sowieso im „Heute ist alles drin und erlaubt“- Modus sind und sich spätestens 3 Hindernisse weiter raushauen. Dann lieber konsequent sein. Ich bin nun mit mir am Hadern, ob ich die restlichen Turniere bis Ende Januar durchziehe, oder nicht. Eine Alternative wäre natürlich auch, Chihuahuas zu züchten. Mit einem fehlerfreien Lauf und keinem wirklichen Anhalten an der Zone sind die „neuen“ Hunde mit ausgebildeten Running Contacts auch nur schlappe 5 Sekunden schneller als Lane, die auch „nur“ 40 gerannt ist. Auf einen Zeitraum von 40 Sekunden sind 5 enorm. ENORM! Dieser Sport hat sich soooo krass entwickelt. Wahnsinn. Auf kurz oder lang wird die Mehrzahl der Hunde mit gestoppten Zonen „aussortiert“ werden, bzw damit leben müssen, dass man hoffen muss, dass die anderen sich alle disqualifizieren. Eine bittere Bilanz. Keine Ahnung, wie lange ich das noch machen möchte. Gerade bin ich froh, dass ich bis zur Deutschen Meisterschaft keine Turniere mehr habe. Ich spare mir Videos von den eigentlich recht guten Läufen und drücke noch einen Spruch, damit das alles nicht so negativ hier klingt: Stay positive! 😀

Das schönste, einige werden es schon auf meiner Facebookseite gesehen haben, war die Polly, die im Wald ihr Glück kaum fassen konnte, als ich sie nach WOCHEN endlich wieder abgeleint habe. Ich wage mich nun langsam wieder an Freilauf und kontrollierte Belastung. Und bisher, toi toi toi, ist alles unauffällig und lahmfrei.