Schon vorbei
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Schon vorbei

… ist die Tatsache, dass mir diese Website sooo gut gefällt. Gut, soooo gut hat sie mir ja überhaupt nicht gefallen, aber ich fand sie ok. Das hat sich nun schon wieder erledigt. Da ich aber eine Layout- unabhängige Lösung für meine Galerien gefunden habe, sollte ich nun flexibler sein, ein gutes Kostüm für meinen Blog zu finden, das mir gefällt. Wann das sein wird, kann ich nicht sagen. Auf meinem „Schreibtisch“ liegen an die 15 Shootings, die darauf warten, ganz viele Menschen glücklich zu machen. Und meine neue Website hat auch noch keinen nennenswerten Fortschritt gemacht. Da ich nun generell zu der wahnsinnig hellen Erkenntnis gekommen bin, dass vermutlich 90% nur noch mit ihrem Smartphone online sind, ist es wahrscheinlich auch an der Zeit, dogs-in-sight ein responsives Layout zu verpassen. Tja, das schreit dann doch nach einem Upgrade für ProPhoto, zumindest für meine Foto- Webseiten. Auch wenn ich um 6.00 morgens schon am Rechner sitze, reicht meine Zeit im Moment nicht. Demnach fange ich erst gar nicht an, mir Daten und Zeiträume zu setzen. Alles wird fertig, wenn es eben soweit ist.
Am Wochenende war ich am Samstag arbeitstechnisch ebenfalls den ganzen Tag unterwegs. Eingeladen von der lieben Susann hat es mich nach Wermelskirchen verschlagen. 20 Hunde hatte ich in meinem Aufbau, 2 Kinder und diverse Erwachsene. Die Atmosphäre war fast familiär, da es so viele liebe Menschen waren, die ich schon einige Male vorher fotografiert habe, oder aus dem Internet kenne oder oder oder. Natürlich habe ich mich auch über die Neuzugänge gefreut. Es sind wirklich Bilder entstanden, die direkt ins Herz gehen. Durch die vielen Pullover und Jackenschichten, die jeder von uns aktuell an sich trägt.
Am Sonntag war dann für mich ein ganz, ganz, GANZ großer Tag. Mein Lane- Baby, der erstgeborene Hund aus meiner eigenen Zucht, meine kleine Alanis durfte das allererste Mal offiziell an den Start. Da wir letztes Jahr keinen Eintrag in die Leistungskarte bekommen haben, weil ich nicht offiziell gestartet bin, ging es dieses Jahr mit der neuen PO in der A0 los. Irgendwie fand ich das schön, weil mein allererstes Agility Turnier mit meinem allerersten Hund Kira vor etlichen Jahren damals auch in der A0 war.

Ein Jumping 0 in einer Reithalle, mit V0, mit Platz 1.
12 Jahre später 4 Hunde später. Das gleiche Spiel. Mit dem ersten Hund aus meiner eigenen Zucht.

Ein bisschen Wehmut, aber noch mehr Stolz und Liebe habe ich an diesem Tag empfunden. Nicht nur diesen Lauf hat sie gewonnen, alle beide sogar. Damit natürlich das direkte Ticket zum Durchmarsch in die A1 gelöst, bin ich wirklich überglücklich mit ihr. Ich wusste von Anfang an, dass sie nicht so bescheuert ist wie Lane. Ich habe mich dennoch für sie entschieden und die verrücktere von beiden abgegeben. Phasenweise hat es mich dann doch gestört, und ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig, dass sie überhaupt keinen Ton von sich gibt beim Arbeiten. Aber wenn man mit ihr läuft, hat man nicht das Gefühl, man versucht einen völlig abgedrehten Raptorex auf Speed zu steuern oder zu lenken. Anders als Polly und Lane ist sie vorsichtiger, sanfter und vor allem leiser, aber sie vertraut mir. Sie vertraut darauf, dass nichts schlimmes kommen kann, und gibt sich immer so viel Mühe. Nachdem das letzte Turnier in Sendenhorst so übertrieben schlecht und chaotisch und hysterisch war, mit Frühstarter von Lanes Seite und einem Parson Russell Terrier, den man am Start einfach NICHT mehr absetzen konnte, weil die Bombe bereits geplatzt ist auf dem Weg zur ersten Hürde, genieße ich es sooooooo sehr!!! Ich brauche keine 3 Hunde für Meisterschaften. Ich habe mir das zwar immer gewünscht, aber einfach nur, weil es in der Theorie, in meinem Kopf so schön ist. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass mit jedem neuen Hund, der dazu kommt und erstmal meine Aufmerksamkeit braucht, die vorherigen „schlechter“ werden. Sei es in der Leistung, sei es im Gehorsam, sei es in der Gruppe. Ich denke, ich werde mich auf Polly in erster Linie fokussieren, die übrigens den A-Lauf gewonnen hat, mit 7 Sekunden Vorsprung um im Jumping nach einem exakten Lauf auf Linie??? die letzte Hürde zu verweigern :D, ich hoffe, dass Lane mir noch einen Wurf schenkt und Alanis hat jeglichen Freiraum dieser Welt sich zu entfalten, wie ihr Wesen es möchte. Das selbe gilt natürlich für meinen Wolf. Überflüssig, das eigentlich zu erwähnen.

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So tolle Hunde

Es kommt eigentlich nicht selten vor, dass ich stolz auf meine Hunde bin und mich genötigt sehe, es ihnen permanent zu sagen. Dieses Wochenende war aber schon extrem.
Am Freitagabend waren wir zum Weihnachtsessen bei Daniels Chef eingeladen. Er hat uns zu sich nach Hause eingeladen und wir durften Tala mitnehmen. Daniel, dem immer alles zu viel ist mit meinen Hunden und „wie willst du das alles schaffen“ und „ich finde, zwei Hunde reichen“ und „brauchst du ernsthaft noch einen“, der selbe Daniel hat mich Freitagmittag schon angerufen um mir mitzuteilen, dass er sich Gedanken gemacht hat, ob wir Tala abends nicht vielleicht zu Freunden bringen, die auch Hunde haben. Darüber hat er mit seinem Chef gesprochen und er meinte, wir sollten sie einfach mitbringen. Gut, gesagt, getan. Wir also mit Tala hin und sie fühlte sich dort wie zuhause. Sprich: Sie hat mit dem Hund vom Maler, der auch dabei war, eine kleine Hetzjagd veranstaltet, so wie sie es hier mit den Terriern regelmäßig tut, bzw die Terrier eher mit ihr und deshalb haben wir sie während des Essens in eine Box getan. Und wie wir sie so in die Box tun, legt sie sich einfach hin und pennt. Sie hat nicht einen Ton gesagt. Nach dem Essen lag sie wie ein Lämmchen auf meinem Schoß und hat ebenfalls keinen Ton gesagt. Und wenn ich so an meine 3 Terrier denke, die ich irgendwo mit hin nehmen würde… Ja, da habe ich lustige Bilder im Kopf 😀
Am Samstagmorgen klingelte der Wecker um 5.03, damit Daniel aka Mr Monk sich aufregt, denn man stellt Wecker nur um 5.00, oder um 5.05, um 5.10 usw. So fängt der Tag finde ich richtig schön an 🙂 Wir waren auf dem Weg in die HAW zur Winterlaufserie, wovon ich nur 2 Wochenenden mitlaufe. Mein ursprünglicher Plan war es, mit Alanis mein erstes Turnier zu laufen. Aber diesen Plan hatte ich nicht schon lange, diesen Plan hatte ich erst Ende Oktober. Und da das Wetter danach so schlecht war und ich meine alten Holz- Pedigree- Geräte in die Garage geräumt habe, damit sie nicht vollends vergammeln, hatte ich einfach nicht mehr genug Gelegenheiten, mit Alanis zu trainieren. Dann fangen wir nächstes Jahr eben in der A0 an. Ist dann einfach so. Besser als jetzt mit einem Hund zu starten, der noch Hilfe an den Zonen braucht (und gerade ziemlich läufig ist und daher eh nochmal sensibler. Trauma? Nein danke!). Ich habe also gefragt, ob ich mit ihr als weißer Hund starten darf, allerdings nur den Jumping. Als Richterin hatten wir Martina Wess vom SV und ihre Parcoure liebe ich einfach. Die laufe ich so gerne! Mit allen Hunden. Und so hatte ich schon ein fettes Grinsen im Gesicht während der Parcoursbegehung und konnte es kaum erwarten, das erste Mal mit meinem ersten, selbstgezüchteten Hund, Lanes Erstgeborenen an den Start zu gehen- wenn auch außerhalb der Wertung. Natürlich musste es aber wieder etwas anders kommen als so perfekt, wie es den Anschein machte, dass es werden würde. Als Medium heruntergelegt wurde musste der Sprecher aufs Klo, Alanis fand dann den Boden recht interessant und war etwas abgelenkt, weswegen ich nochmal nach vorne gegangen bin um ein paar Kekse zu holen. Da eierte dann eine Frau rückwärts mit ihrem Parson auf uns zu, und obwohl ich zweimal VORSICHT gesagt habe (wenn man keine Augen im Hinterkopf hat, sollte man es einfach lassen!) hörte sie einfach mal nicht hin, warum auch, rannte fast in mich hinein, nein, ich konnte nicht ausweiche wegen den Absperrungsboxen, und ihr dummer Hund wollte Alanis natürlich fressen. Die schrie dann wie am Spieß und ich war kurzerhand nicht mehr sicher, ob ich jetzt wirklich mit ihr starten soll oder nicht zwecks Fehlverknüpfung. Ganz ehrlich, ich liebe ja Parson Russell Terrier. Und ich weiß, dass die Garstigkeit und die Schärfe, die diese Rasse mit sich bringt, eben in den Hunden zum Teil sehr tief verankert ist. Ich weiß es vor allem deshalb so genau, weil Polly sie auch hat. Ich sage immer, wenn  bei uns einer einbricht, in einem Jahr oder so, dann schreckt Tala durch Optik ab, denn sie bellt auf keinen Fall wenn es an der Tür klingelt oder jemand fremdes herin kommt, die Manchester machen Lärm und Hysterie und Polly, tja, die Polly beißt. Und das nicht zu knapp. 6kg totale Aggression, wenn es sein muss. TROTZDEM! würde Polly niemals einen anderen Hund angehen, einfach so, weil sie erzogen ist. Es kotzt mich so an. Und dann heißt die tolle Verallgemeinerung: „Scheiß Terrier.“ Sorry, wie soll ein kleiner Hund, der sich im Bau mit Füchsen und Dachsen und anderen gleichgroßen oder größeren Tieren anlegen muss, denn bitte vom Temperament sein? Zart? Vorsichtig? Zurückhaltend? Trotzdem kann man mit Erziehung viel machen und es regt mich tierisch auf, wenn ich solche Hunde sehen. Bzw solche Menschen, die ihre Hunde einfach nicht besser im Griff haben.
Alanis hat sich dann aber recht schnell gefangen. Ich arbeite super super viel mit der Stimme mit meinen Hunden und so kann ich sie mit bestimmten Stimmlagen irgendwie glücklich machen 😀 Dann fahren sie sich wieder hoch und gut ist. Außerdem sind wir mit Daniels Stinkesocken in der Hand gelaufen.

Im Slalom hatte sie ernsthaft zu viel Schwung 🙂 Das hat mich soooo gefreut. Sie hat ihn so schnell angepeilt und war nach der Korrektur sofort wieder auf Zack. Ich dachte ganz lange, der Slalom würde das Gerät werden, das sie am allerwenigsten mag. Sie hat sich im Slalomaufbau echt schwer getan. Sie ist schon ziemlich anders als Lane und Polly finde ich, angefangen damit, dass sie LEISE arbeitet und mich nicht permanent anschreit (was ich eigentlich schade finde und vermisse :/ ). Sie ist (aktuell) völlig kontrollierbar und der Lauf mit ihr hat sich einfach gut angefühlt. Natürlich habe ich ihr noch viel geholfen, aber auch hier kann ich sie mit den anderen Hunden nicht vergleichen. Polly hat mit 18 Monaten ihr erstes Turnier gewonnen, war aber mit 4 Monaten beim Arbeiten schon mit einer fast beängstigenden Ernsthaftigkeit für einen so jungen Hund dabei. Alanis hat genau das selbe Programm bekommen wie Polly. Sie ist aber eben nicht Polly und deswegen ist sie mit 20 Monaten noch KEIN offizielles Turnier gelaufen. Trotzdem bin ich vor Stolz fast geplatzt. Sie hat ihre Aufgabe so gut gemacht, in einer fremden Halle, auf fremden Geräten in fremder Kulisse (ja, ich habe immer noch das Sheltie- Trauma!). Sie hat am Ende mit mir gespielt, wo ich ewig dachte, dass dieser Hund niemals mit mir spielen würde und ich bin so so zuversichtlich und freue mich gigantisch aufs nächste Jahr! Am Anfang fand ich immer, dass sie mir nicht so liegt, weil sie so sanft ist und ja, eben fast zart beim Arbeiten, was ich überhaupt nicht mag und wofür ich letztendlich auch keine überdrehten Terrier halte. Aber mittlerweile genieße ich es so sehr, vor allem wenn ich davor mit Lane UND mit Polly am Start war. Jede zieht im Parcours in den Krieg- und ich ziehe mit! Trotzdem ein guter Nuller für meine kleine Erbse.

Lane ist wirklich ein Hund der das Potential gehabt hätte, theoretisch, ganz weit vorne mitzulaufen. Leider hat sie es in der Vergangenheit immer nur sporadisch geschafft, weil sie, ja 🙂 etwas verpeilt ist, siehe letzter Tunnel. Ich stehe da, halte die Hand hin, jeder Hund weiß, ok, mindestens 90° Wendung, Lane weiß es auch, trotzdem knallt sie noch heraus. Sie hört oft schlecht zu, trotz übertrieben intensivem Differenzierungstraining, was sie auch extrem gut macht, nur nicht wenn sie im „Rennmodus“ ist. Sie mag sich in ihrer Grundgeschwindigkeit nicht herausnehmen und hinzu kommen dann eben die Kontaktzonen. Für den ersten Platz hat es nicht gereicht, weil der Erstplatzierte durchgelaufene Zonen hatte. Aus diesem Grund mag ich mit Lane auch keine Meisterschaften mehr laufen. Es ist so frustrierend, dass man heute eigentlich nur noch eine Chance hat mit ziemlich konstanten und zuverlässigen Runnings, oder eben, wenn die Hunde, die diese Runnings haben, sich abschießen. Aber Platz 2./32 finde ich akzeptabel.
Polly hatte einen sooooo so doofen Fehler. Echt schade.

Ansonsten fand ich, dass es ein schöner Lauf war. Gute Zonen, gut den Block vor dem Tunnel angenommen, ENGER Ausgang am letzten Tunnel (hello Lane!!!), eigentlich alles zu meiner Zufriedenheit 🙂 Im Jumping war es mit Lane dann, oh man 😀 Sprachlos. Hürde 1 von vorne, Hürde 2 von hinten sogar angenehm versetzt, Lane springt sie von vorne 😀 😀 😀 GENAU DAS SELBE (!!!) am Sonntag im A- Lauf. Der selbe Start, Lane den selben Fehler. Aber ist nicht schlimm. Sie ist ja noch ein Beginner… Polly hat den Jumping gewonnen.

Am Sonntag war eher der Wurm drin. Mit Lane im A-Lauf habe ich schon erwähnt, und mit Polly wieder Pech: erste Stange. Aber: Dafür konnte ich mal wieder eine Wippe anhalten und der Stegabgang??? Ein Traum!!! So ein toller Hund. Mittlerweile kann ich sie immer öfter in ihrem „Rennmodus“ erreichen. So toll!

Im Jumping waren beide Hunde nicht mehr ganz „da“. War auch okay. Den Jumping mit Alanis als weißer Hund bin ich nicht mehr gelaufen, weil das Turnier geteilt war und nach der A3 direkt Siegerehrung und Unterlagenausgabe war und wir dann fahren durften was Daniel gut fand, weil er nicht im Dunkeln über die Autobahn mit dem Wohnwagen am besten noch bei Schnee fahren wollte 😀 Und dann 😀 😀 😀 Schnee

Ein dezentes Schneechaos mitten auf der Autobahn, was zur Folge hatte, dass wir wenden sollten. War nicht ganz so einfach mit dem Wohnwagen hinten dran. Der neue Plan war: Über Land fahren. Dafür mussten wir nur noch gefühlte 17 weitere Autobahnschleifen nehmen, was allerdings an der ersten scheiterte, weil wir mit dem Wohnwagen gar nicht hochgekommen sind. Also habe ich mich in meiner pinken Jacke vor die Auffahrt gestellt, Daniel hat den Wohnwagen abgehängt, wir haben ihn wieder bis vor die Auffahrt runterrutschen lassen, gewendet und neu angehängt. Es hat über eine Stunde gedauert bis wir an der Ampel ankamen, wo wir endlich wenden und in die andere Richtung auf der anderen Seite wo es frei war, nach Hause fahren wollten. Vor der Ampel wollten wir nicht wenden weil auf der Straße ziemlich viel Schnee war und wir hätten einen U- Turn machen müssen. Wären wir mit Anton wieder stecken geblieben hätten wir den ganzen Verkehr aufgehalten. Aber: Zur Ampel ging es auch bergauf. Und das haben wir eben nicht geschafft. Ich weiß nicht mehr wie viele grüne Ampelphasen Daniel versucht hat anzufahren. Ich dachte ehrlich gesagt es klappt nicht mehr. Dann hat es aber irgendwann doch geklappt aber natürlich ging es im Kreisverkehr, über welchen wir wenden wollten, wieder bergrunter, und demnach auf der anderen Seite bergrauf. Es war klar, dass es zwecklos ist also haben wir es erst gar nicht versucht. Ins Industriegebiet rein, Anton wenden, Anton anhängen, und in Anton verschwinden. Wir haben Glühwein getrunken, uns aufgewärmt, 3 oder 4 Runden gekniffelt, waren mit den Hunden im Schnee und Tala hat definitiv den Husky in sich entdeckt 😀 Sie fand es sooo toll. Und ich auch. Nur Daniel nicht so, aber der musste ja auch fahren. Die nächsten Trips mit dem Wohnwagen laufen wohl nur noch unter „Unsere Abenteuer mit Anton“. Um 13.30 losgefahren waren wir dann auch schon gegen 22.00 Zuhause. Aber Hauptsache Alanis darf nicht noch einen Jumping laufen, damit wir bloß früh zuhause sind 🙂 So, und bei all dem Lob über meine Hunde muss ich natürlich noch erwähnen, dass unser Chauffeur uns hervorragend und souverän nach Hause gebracht hat und ich natürlich noch einen vierten Hund habe, über den ich mich positiv äußern muss: Die kleine Tala <3 Sie ist einfach nur ein Goldstück. Sie nervt nicht, sie ist mit allen Hunden und Menschen und Situationen ok, wir waren mittlerweile im Allee Center, bei meinen Eltern, bei Werner, haben Rehe und ganz viele unterschiedliche Hunde kennengelernt. Den Wohnwagen, die nächste Hundesporthalle, im HSZ war sie auch schon mit, sie fährt gerne Auto. Sie nörgelt nicht, sie ist einfach toll. Sie macht alles mit der größten Selbstverständlichkeit einfach mit. Ich kann sie in der Halle einfach ohne Leine rumtollen lassen, sie geht nicht zu anderen Hunden, sie orientiert sich, sie kommt auf Zuruf. Manchmal ist es wirklich unheimlich. Wir genießen es soooo sehr mit ihr! 004A1737

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Sylvaen Cyclone

So, bevor ich zum Wesentlichen komme möchte ich kurz ein paar Worte zu meinen ersten Classics mit Polly verlieren.
Die Classics diese Jahr in Hemsbach waren definitiv eine Veranstaltung, die meiner Meinung nach absolut richtig und perfekt ausgerichtet und organisiert waren. Ich war zuerst etwas genervt, dass wir nur auf dem Parkplatz standen ohne Strom und Wasser, aber dort standen einfach fast alle. Zuerst dachte ich, dass wieder nur ganz bestimmte Menschen ihren Sonderplatz gekriegt hätten… Der Parkplatz war groß, war ruhig, auf dem Spielplatz gegenüber gab es sogar WCs, direkt nebenan gab es ein Edeka, wir waren also optimal mit Glühwein versorgt, haben einfach 2 Träger Wasser gekauft und in den Tank gefüllt, schon waren wir auch mit Wasser versorgt und Strom haben wir vom Aggregat des Nachbarns gezapft! Aus dem Wohnwagen heraus gekommen war direkt Wiese. Perfekt, wenn man zum Beispiel einen kleinen Welpen hat 🙂  Die Halle selbst war nicht weit weg, den Weg konnte man gut und gerne laufen. Sie war groß genug, sie war beheizt. Sie hatte ein Bistro, sie hatte WCs und genug Sitzgelegenheiten. Hunde durften mit rein genommen werden- was nicht selbstverständlich ist. Auf meinen ersten Classics, die ja meistens im November stattfinden, durften Hunde ernsthaft nicht mit in die Halle. Nur untenherum durch einen speziellen Eingang für den Start und zurück. Das fand ich beschämend. Ich hatte damals noch keinen Wohnwagen, hatte ein Zimmer 20 Minuten weg über Airbnb und so saß meine Lane eigentlich das ganze Wochenende im Auto. Dieses Wochenende nicht. Einige sind sogar in T-Shirt und kurzer Hose gestartet!
Die Parcoure fand ich einer „deutschen Meisterschaft“ in diesem Rahmen entsprechend. Large fand ich anspruchsvoller als Small / Medium, aber auch diese hatten ihre Ecken. Nicht so für Polly. Polly ist die Parcoure herunter gerannt wie ein kleiner Profi. Wir hatte je Lauf eine Verweigerung aber weiß Gott nicht an Stellen, wo ich dachte, ja, das war jetzt aber auch schwer. Im Jumping ist sie die zweite Hürde, die einfach von vorne zu springen war, nicht gesprungen. Dafür habe ich keine Erklärung. Der Rest war perfekt, ich bin einfach gerannt. Man muss sie nicht kontrollieren, man muss nicht schauen. Einfach rennen, überall Franzosen reinknallen und Gas geben. Auf sie ist wirklich zu 95% Verlass. Das ist der Wahnsinn. Zeitlich wäre sie wieder unter den besten 5 gewesen. Im A-Lauf dann war ich an der 4 glaube ich einfach zu weit hinten. Und da Polly nur in den allerseltesten Fällen wahllos irgendwelche Geräte nimmt, ist sie an der Hürde, die dran war, vorbei, weil ich zu weit hinten war. Eigentlich brav. Zonen alle super. Das einzige, wo ich mal schauen muss, ist der Start. Der wird aktuell immer nerviger mit ihr. Sie schreit, sobald wir in den Ring gehen. Dann hört und nimmt sie mich auch nicht mehr wahr. Ich muss sie teilweise echt runter drücken, was auch nicht immer klappt. Dann kann ich mich kaum entfernen, weil sie einfach nicht bleiben will. Gut, dass seit einem Jahr Literatur über Impulskontrolle (eigentlich für Lane angeschafft) herum liegt. Nächste Woche habe ich mehr Luft, dann setze ich mich damit mal für Polly auseinander. Alles in allem war es eine schöne Veranstaltung und ich freue mich für meine Freundin Elena und ihren Parson Tekna über den 2. Platz im Small.
So, und jetzt kommen wir zum eigentlichen Abenteuer und ich hoffe, dass dies kein Roman wird. Eigentlich fängt die Geschichte vor 15 Jahren an, als der Wunsch nach einem eigenen Hund so intensiv wurde, dass er nicht mehr auszuhalten war. Mein Traumhund damals war ein Dalmatiner. Meine Mutter fand Schäferhunde toll. Mein Vater liebt Dobermänner. Im 3. Stockwerk, wie wir damals gewohnt haben, waren all diese Rassen NICHT zu realisieren. Als es dann endlich soweit war dass ich einen Hund haben durfte, entschied ich mich für einen glatthaarigen Foxterrier, weil von den über 10 Hunden, die ich regelmäßig aus unserer Nachbarschaft spazieren geführt habe, „Jacky“ mein Lieblingshund war. Ich wollte nach Möglichkeit einen Hund, der genauso ist wie sie. Ich hätte aber auch einen blinden Yorkshire genommen, oder einen einbeinigen Dackel. Jeden einzelnen Hund aus dem Tierheim, in dem ich damals ehrenamtlich gearbeitet habe hätte ich genommen. All die großen Hunde, die da waren kamen nun mal nicht in Frage. Mit Kira war ich anfangs nicht besonders glücklich. Sie hat nicht gefolgt, sie war mit 5 Wochen noch kleiner als alle anderen Welpen. In Der Welpenschule im Schäferhundverein hatten alle wieder nur große Hunde. Kira war immer die kleinste etc. Durch Agility hat sich dieses „Problem“ für mich relativiert. Auf einmal fand ich diese kleinen Scheißer, die durch den Parcours geflitzt sind, toll. Der zweite Hund wurde ein Sheltie, der dritte ein Manchester, der vierte ein Parson Russell, der fünfte wieder ein Manchester. Der sechste sollte ein wieder ein Parson Russell werden, Pollys Baby. Durch das nicht berauschende Ergebnis des AEP Tests steht für mich fest, dass es NIEMALS Polly – Babies geben wird. Auch wenn es taube Welpen aus beidseitig höhrenden Verpaarungen gibt und das einfach beim PRT so ist (Weißanteil), kommt es für mich nie und nimmer in Frage. 3 Manchester möchte ich nicht. Ich liebe sie, aber ich habe gerne Individuuen hier und ganz ehrlich, auch wenn das total doof klingt, ich habe aktuell keine Lust mehr, einem Hund wieder ewig und 3 Tage die Ohren zu kleben und in Position zu halten. Das war für mich eine so nervige Erfahrung, und ich habe so Mühe damit gehabt meinem perfekten, kleinen Hund einfach immer wieder dieses bescheuerte Hansaplast in die Ohren zu klatschen, Brücken zu bauen etc. Alanis war nach wenigen Tagen so lieb dass sie einfach stillgehalten hat. Stillgehalten, damit ich ihr Pflaster in die Ohren kleben kann, damit sie optisch einem von einem Menschen ausgedachten Rassestandard entspricht. Krank. Einfach nur krank. Diese Rasse scheint generell sehr auf die Ohren reduziert zu werden wie ich es empfinde. Klar, die Ohren machen auch sehr viel aus, was den Ausdruck angeht. Liegen sie nicht schön, sehen diese Hunde manchmal etwas dümmlich aus und eben nicht besonders edel, was sie eigentlich sind. Aber… ne. Ich habe davon aktuell genug und war heilfroh, dass ich für Lou (die wesentlich bessere Ohren hatte) Menschen gefunden habe, denen es VÖLLIG egal war. Und obwohl Lou mit ganz wenig Hilfe, quasi mit nur einem Streifen zur Stabilisierung und ohne Brücke wirklich PERFEKTE Ohren hätte haben können, haben ihre Menschen nicht geklebt! Und so finde ich es einfach klasse. Aber egal. Ich wollte keinen Grundsatz zum Thema Ohren schreiben.
Der 4. Platz in meinem Rudel war also frei. Daniel hat gesagt, wenn wir unser Haus gefunden haben, darf es auch gerne ein großer werden. Tja, und dann gingen die Ideen los. Mir gefallen viele große Hunde. Terrier fallen aktuell weg, weil Polly 3 Jahre geworden ist und Alanis erst 1,5 ist. Das wäre einfach zu wuselig. Daher auch kein Malinois. Kein HD geschädigter Schäferhund. Nichts dergleichen. Ich habe einen Hund gesucht, der weniger anspruchsvoll ist als meine 3 Terrier, einen Hund, der lieb ist, der den Wahnsinn hier mitmacht und weg steckt und der nach Möglichkeit noch fotogen ist. Die Lust, meine eigenen Hunde zu fotografieren, hat in den letzten Jahren auch massiv abgenommen. Actionbilder sind schwer mit den 3 die ich habe, Polly und Lane möchten sich am liebsten zerfleischen wegen der Beute und Alanis dreht völlig durch und weiß nicht, ob sie Lane oder Polly in den Nacken beißen soll. Ansonsten muss ich auch einen guten Tag erwischen wegen Ohren, denn Manchester Terrier dürfen ja auch keine komischen Ohren haben und ach, so lasse ich es dann einfach manchmal. Durch die Fotografie habe ich den Tamaskan kennengelernt. Und meine Erfahrung mit Dexter, der damals bei mir war, war einfach toll. Ein riesiger Wolf, der einfach nur freundlich und offen war. Unglaublich. Also habe ich mich mit dem Tamaskan befasst und schnell festgestellt, es wird nicht einfach und vermutlich eine never- ending- story, bis ich einen bekomme, wenn ich überhaupt einen bekomme und vermutlich werde ich einen nehmen, um einen zu haben aber nicht, weil es DER Hund wird, den ich will. In Deutschland gibt es 2000 Exemplare. Davon sind natürlich nicht alle in der Zucht. Es gibt zwei Verbände in Deutschland. Den Tamaskan Germany e.V. und den Pro Tamaskan e.V. Und wie ich meine Suche so begonnen habe, habe ich ständig nur von irgendwelchen Spannungen zwischen den beiden Vereinen gelesen. Jeder will sein eigenes Register, eigenen Regeln und ach, was weiß ich. Das fand ich furchtbar! Für eine Rasse, die noch nicht von der FCI anerkannt ist, wo Outcross- Verpaarungen mit Huskies, Malamutes und Schäferhunden erlaubt sind um den Genpool zu erweitern, ist es meiner Meinung nach mega wichtig, EIN Ziel zu verfolgen und so habe ich mich davon distanziert. Ich habe 3 Züchter in Deutschland angeschrieben. Zuvor. Jeder hat seinen ersten Wurf. Es war nicht möglich, „Züchter“ mit Erfahrung zu finden. Auf den offiziellen Seiten, wo Wurfpläne bekannt gegeben wurden, habe ich schnell festgestellt, dass alles einfach unaktuell ist. Der eine Wurf war schon 8 Monate alt, kein weitere geplant, der nächste wurde geheim gehalten bezüglich ob die Hündin überhaupt schon belegt wurde oder aufgenommen hat oder oder (welch Schande, wenn eine Hündin leer bleibt *kotz!*) und beim 3. Züchter hat sich nicht mal jemand die Mühe gemacht, zu antworten. Einfach alles richtig, richtig schlecht. Also habe ich in den Niederlanden gesucht. Dort habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Keine Webistes mit Infos, nur geschlossene Facebook Gruppen (wie professinell!) etc. Nach einigen mühsamen Facebook Nachrichten, dachte ich, ich hätte jemanden gefunden. Die Hündin gefiel mir nicht sooooooooo gut, aber ich dachte mir naja, der Rüde trägt seinen Teil auch noch dazu bei und vielleicht sind die Welpen süß (klasse Voraussetzungen!). Schnell habe ich aber gemerkt, dass gewisse Person aber eher Aufmerksamkeit wollte, als mir ernsthaft einen Hund zu verkaufen. Und da ich ziemlich direkt bin und solche Dinge anspreche, hat sie mich an 2 weitere „Züchter“ geschickt. Einmal eine Outcross- Verpaarung mit einem Malamute (bitte nicht!) und einmal eine Outcross Verpaarung mit einem weißen Schäferhund (bitte noch mehr nicht!). Letztere hatte wenigstens eine Webiste. Ich hätte niemals einen ganz weißen Hund genommen, aber der Rüde gefiel mir richtig gut. Ich habe nach ihm gegooglet und bin auf die eine Website gestoßen, die mir endlich gefiel. Alleine die Tatsache, dass es eine Website gab, dazu noch eine mit einer Geschichte, mit tonnenweise Infos, mit Struktur etc war eine richtige Erleichterung. Als hätte ich endlich das gefunden, was ich gesucht habe. Sie haben schon mehrere Würfe groß gezogen, züchten im Tamaskan Register, alle Hunde sind von den Ohren bis zur Schwanzspitze gesundheitlich untersucht, sie sind gengetestet, sodass Debby genau weiß, welcher Hund welche Veranlagung trägt und: sie nehmen sich nicht so übertrieben wichtig! Nachdem ich Debby bei Facebook angeschrieben habe und sie gefragt habe, welche Nummer auf der Warteliste ich wäre, wenn ich das gefühlt tausendste Bewerbungsformular ausfülle (wobei nein, viele wollte GAR NICHTS über mich und meine Umstände wissen!) und sie mir vergewisserte, dass sie im nächsten Jahr bestimmt einen Hund für mich hätte, wenn alles passt, habe ich weitere 2 Stunden investiert und ein intensives Formular ausgefüllt. Da wurde ich nach allem gefragt. Beruf, weitere Hunde, Kastration, Futter, Lebensumstände, wie viel Grünfläche, Stadt oder Land, einfach alles. Nächstes Jahr sollte ein Wurf fallen mit Ninja vom Wolfstor. 
Dieser Rüde sollte der Vater meiner Hündin werden. Ich wollte am liebsten eine Kopie von ihm. Er wird beschrieben als ein Hund in wölfischem Pelz mit einem freundlichen, offenem Wesen. Und das ist der Grund, weswegen ich als Züchter im VDH einen Hund wähle, der nicht FCI anerkannt ist. Ich hätte immerhin auch einen Saarlos oder einen Tschechoslowaken nehmen können. Diese Hunde werden aber oft als „ursprünglich“ beschrieben. Schwierig in der Bindung, in der Erziehung, in der Kooperation. Mit 3 Terriern? Nein, danke. Das Zuchtziel des Tamaskans ist es, einen Familienhund in Wolfsoptik zu züchten. Und damit stand ich auf der Liste für eine wolfsgraue Hündin von Ninja für nächstes Jahr. Tja, und dann… Dann wurden die Hündinnen bei Debby alle eher läufig und sie konnte es nicht einrichten, die Hündin mit Ninja zu verpaaren, weil sie nun mal in Kroatien wohnt, Ninja in Deutschland und es gerade nicht einzurichten war. Also anderer Rüde, andere Verpaarung und somit war ich raus. Am 28.10. schrieb sie mir dann als ich mit Lisa auf dem Turnier in Dortmund war. Ich war mega geknickt und mir war klar, dass es niemals den Tamaskan für mich geben wird. Sie sagte dann aber, dass sie eventuell noch eine Hündin aus dem aktuellen Wurf frei hätte. Sie würde heute schon aussehen wie Ninja, ihr Opa, als Welpe. tala1Sie würde innerhalb der nächsten 24 Stunden wissen, ob sie frei wäre oder nicht. Ursprünglich sollte sie nach Polen und dort als Therapiehund ausgebildet werden, aber sie entwickelte sich zu aktiv und neugierig. Eine Familie aus Slovenien war aber noch „vor mir“. Sie haben sich positiv rückgemeldet und wollten die Hündin am Sonntag anschauen. Debby hat die Hündin als „cuddly and open“ beschrieben (wo ich noch dachte, na klar, was will ein Mensch, der sich in einen Welpen verlieben soll, auch hören!?)  und ich wusste dann, es bringt nichts, Daniel jetzt schon zu nerven, denn wenn die Hündin wirklich so entzückend ist, wie sie sagt, dann ist sie morgen weg. Und dann haben die Leute sich ernsthaft für einen Rüden entschieden! Somit war sie also tatsächlich frei!!! Ich habe Daniel von der wahnsinnigen Idee erzählt und genau die Reaktion bekommen, die ich erwartet hatte :/ Ein paar Tage war hier ziemlich dicke Luft und ich konnte Debby keine klare Antwort geben. Wir haben viele Gespräche geführt und auf einmal wollte Daniel den Hund kaufen und mich überraschen ? Debby hat aber nein gesagt, sie wollte mich kennenlernen, was auch vernünftig ist. Und nachdem wir dann noch weitere kleine Differenzen aus der Welt geschafft haben, durfte ich den Hund zusagen. tala4Die nächsten 2 Wochen waren dann der Horror für mich. Ich hatte keine Ahnung, wann ich den Hund kriegen sollte. Der Plan war, dass wir uns in Deutschland treffen weil ein Bruder von meiner Hündin auch nach Deutschland gebracht werden sollte und so wollten Debby und Dino uns entgegenfahren. Ich habe also eine nicht geringe Summe überwiesen und einfach gewartet. Gewartet darauf, dass sich fremde Menschen aus einem fremden Land melden und mir sagen, wann ich den Hund, den ich noch nie getroffen habe, abholen darf. Das alles war schon sehr verrückt und bereitete mir einige Bauchschmerzen. Letzte Woche Mittwoch stand dann der Plan. Toller Plan dachte ich noch, lässt mir ja nicht gerade viel Spielraum. Sie fahren am Donnerstag nach Ingolstadt und bringen ihren Bruder weg, am Freitag gegen 7.30 soll ich sie dann abholen, weil sie die gemietete Wohnung verlassen müssen. Äh ja. Wir mussten am Freitag auch in Hemsbach sein, aber Daniel konnte so früh morgens mit mir nicht los, weil er noch arbeiten musste. Wir hätten ja auch schon um 1 oder 2 Uhr morgens losfahren müssen. Also entschied ich mich, ebenfalls am Donnerstag zu fahren. Nur noch das Problem mit Übernachtung für mich und 3 Hunde. Und was macht man da, wenn man was schnelles, seriöses sucht? Genau, man startet einen Aufruf bei Facebook, wer denn wohl in der Nähe von Ingolstadt wohnt. Neben ein paar Menschen, die ich nicht ernst nehmen konnte, hat sich unter anderem auch die liebe Caro aus München gemeldet. Gesagt, getan. Am Donnerstagabend war ich gegen 21.00 in München und wir verbrachten noch einen schönen, wenn auch gefühlt kurzen Abend gemeinsam. Auch hier nochmal lieben Dank für Abendbrot und ein Dach über dem Kopf! Morgens um 6.00 dann los Richtung Ingolstadt. Wurde alles etwas später, weil ich 30 Minuten lang mein Auto in München gesucht habe… Oh man. Dann war ich hochkonzentriert auf dem Weg nach Ingolstadt, ich fand München so kompliziert von all den Straßen und Wegen und mir ging es richtig schlecht. Was ist, wenn der Hund doof ist? Wenn er die Malamute- Ringelrute hat (bitte nicht!)? Wenn die Ohren Schäferhundartig riesig sind (bitte auch nicht!)? Wenn der Hund mich nicht mag? Wenn ich den Hund nicht mag? Wenn ich Debby und Dino nicht mag? Wenn alles zu viel wird? Wenn ich jetzt gleich einfach nur einen Haufen Geld verliere? Mir war kotzübel. Aber jetzt musste ich es durchziehen. Also bin ich zu der Bäckerei gefahren, die ich selbst ausgesucht habe. 500m von der Wohnung, die die zwei gemietet hatten. Und dann gehe ich rein, sehe mich um, und sehe Dino mit dem Baby auf dem Arm. Ich begrüße Debby und ihn, und er gibt mir das Baby auf den Arm. Sylvaen Cyclone. Die Hündin mit dem gelben Halsband. Sie liegt ganz ruhig auf meinem Arm und studiert mich. Völlig in sich ruhend. Sie ist wunderschön, denke ich nur. Wir quatschen, unterhalten uns echt gut und sind uns sehr sympathisch. Ich merke sofort, ja, du hast menschlich die richtige Wahl getroffen. Debby erzählt mir noch viel über den Tamaskan, die Zucht, all die gesundheitlichen Untersuchungen. Ich unterschreibe den Vertrag (in dem übrigens steht, dass man seinem Hund die Liebe geben soll, die er verdient, sooo süß!), wir frühstücken noch, machen in paar Fotos und dann trennen sich unserer Wege. Ich hatte 5 Stunden vor mir, die beiden 7. Ich packe den Zwerg ein, Lane darf vorne mitfahren und Tala hinten in der Box. Wir müssen nicht einmal anhalten, sie ist einfach lieb. tala2Das ganze Wochenende gestaltete sich extrem einfach mit ihr. Sie hatte keine Probleme mit der Autofahrt, dem Wohnwagen, anderen Hunden, sie läuft super gut an der Leine, sie pinkelt draußen, wenn man regelmäßig aufpasst, sie ist verfressen und reagiert extrem gut auf Körpersprache und Stimme. Sie hat sich an Daniel und mich bereits etwas gewöhnt, wedelt, wenn sie uns sieht und gibt uns Küsschen. Sie spielt mit den Terriern und schläft nachts in einem kleinen Auslauf auf Linoleum- Boden. Sie hat klitzekleine Wolfsöhrchen und eine schöne, elegante, ganz leicht geschwungene Rute, ein korrektes Scherengebiss und sie riecht gut. Sie ist extrem süß und wenn ich sie mit 2 Worten beschreiben müsste, würde ich „cuddly and open“ sagen. Es ist erstaunlich, mal wieder, wie die Dinge ihren Lauf genommen haben. Ich kann mir vorstellen, dass Debby genug andere Leute auf der Liste hat. Sie ist aber der Meinung, dass derjenige den Hund zuerst bekommt, wo es jetzt gerade aktuell mit allen Umständen am besten passt. Und, was soll ich sagen? Tala ist perfekt. Sie ist einfach perfekt für mich. Sie hat 100% die Optik, die ich wollte. Sie hat ein bezauberndes Wesen, wobei ich hier offen war. Um die meistgestellte, etwas hirnrissige Frage zu beantworten: Nein, Tala wird kein „Agihund“. Nur weil ich Agility mache, heißt es nicht, dass ich nur „Agihunde“ habe. Ich finde den Begriff „Agihund“ schon so dämlich. Meine Hunde sind keine „Agihunde“. Meine Hunde sind Hunde. Einfach Hunde. Ich reduziere sie nicht auf die Tätigkeiten, die sie ausüben, auf irgendwelche Erfolge oder sonst was. Ich habe Lane damals übernommen mit der Befürchtung, sie würde Large sein. Dann hätte ich keinen Turniersport gemacht. Ich habe Polly gekauft ohne die Linien und Veranlagungen zu kennen, weil ich Polly gekauft habe, keinen „Agihund“. Ich habe Alanis behalten, obwohl sie die wesentlich triebschwächere war, weil mein Herz so entschieden hat (und Daniels!) und ich der Meinung war, die ruhigere passt besser in mein Rudel. Und ich habe Tala gekauft, weil ich Tala mag. Weil mit Tala ein Traum in Erfüllung geht. Und nicht, weil ich Agi machen will. Ich liebe Agility, aber in erster Linie liebe ich Hunde. Und das beantwortet wohl auch die zweithirnrissigste Frage, warum ich mir so einen Hund gekauft habe und keinen Border Collie. Einige Reaktionen haben mich etwas sprachlos gemacht, aber auch gleichzeitig bestätigt, dass ich die beste Wahl der Welt getroffen habe. Danke Debby, danke Dino, danke für das perfekte Tamaskanmädchen, das wunderbar auf seine Welt vorbereitet wurde. Es ist unglaublich, dass ich sie bekommen habe. Es ist unglaublich, dass sie hier ist. SIE ist einfach unglaublich. tala3

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Deutsche Meisterschaft

Meine erste Deutsche Meisterschaft mit Polly reiht sich wunderbar, also wirklich PERFEKT, in sämtliche Meisterschaften ein, die ich so gelaufen bin. Und ich befürchte, es wird wieder ein langer mühsamer Text. Vielleicht gibt es ja trotzdem den einen oder anderen, der sich dafür interessiert, und so schreibe ich mir mal wieder meinen Frust und meine Traurigkeit von der Seele.
Der Donnerstagabend hier war aus privaten Gründen nicht so gut, und ich hatte echt ein scheiß Gefühl im Magen. Ich mag es nicht, wenn ich mit solch einem Gefühl auf Turniere egal welcher Art fahre. Für mich muss das Drumherum zwingend stimmen, sonst habe ich keinen freien Kopf. Am Freitagmorgen hat Daniel mich dann mehr oder weniger überrascht damit dass er frei hatte. Wir haben also wirklich in aller Ruhe gefrühstückt, Klamotten gepackt, er hat sein Auto noch sauber gesaugt und dann haben wir Anton angehängt und haben uns echt gemütlich auf den Weg nach Leipzig gemacht. Unterwegs ein bisschen Stau, aber kein Problem, wir hatten genug Zeitpuffer. Als wir am Campingplatz angekommen sind hielt ein junger Mann in einem Auto neben uns an und kurbelte seine Scheibe runter. Ich weiß bis heute nicht genau, was er wollte. Er schaute uns nicht wirklich an. Kurbelte seine Scheibe runter und wartete darauf, dass Daniel was sagt. Als Daniel ihm dann gesagt hat, dass wir einen Stellplatz reserviert hätten, sagte er, ja, mhm, bla und er wüsste nicht genau aber wir sollten mal zum Beach Club. Häääää? Das wusste ich alles auch schon ohne seine „Hilfe“. Wir also los und dann fing der erste Terror an. Bildschirmfoto-2016-01-05-um-17-06-10

Wir kamen von der oben eingezeichneten roten Linie, es war stockdunkel, es hat geregnet. Auf einem so großen Gelände keine beleuchteten Wege, nicht mal ein Schild an einer Kreuzung, wo dieser blöde Beach Club ist. Ich bin mehrere Male ausgestiegen und durch den Regen gerannt weil Daniel Angst hatte, dass wir Berg runter irgendwo mit dem Wohnwagen hinten dran rein fahren, und nicht mehr wenden können. Mega mühsam. Am Beach Club angekommen hat dann alles geklappt. Immerhin. Der Mann an der Rezeption war super nett und der Preis mit 36€ bei zwei Übernachtungen mehr als fair. Wir also wieder hoch und einen Stellplatz gesucht. Die Stellplätze oben sollten wir nutzen und so wollten wir um die Ferienhäuser einmal drumherum fahren, um uns einen Überblick zu verschaffen, wo welche Plätze noch frei sind um niemandem auf die Pelle zu rücken. Tja, dumm nur, dass man nicht im Kreis fahren kann, weil dort oben einfach eine Sackgasse ist, die ebenfalls nicht ausgeschildert ist. Man erkennt es im Dunkeln einfach gar nicht. Also mussten wir den Wohnwagen abhängen, drehen, das Auto drehen und wieder dran hängen. Man konnte natürlich auch dort nicht wenden. Dann haben wir den nächstbesten Stellplatz genommen und Anton einfach abgestellt!
Anschließend wollte ich zur Halle, weil wir ab 18.00 Uhr melden konnten und so hätte ich mich am nächsten Morgen nicht stressen müssen. Gesagt, und fast getan. Denn dann fing der zweite Horror an. Ich habe lange darüber nachgedacht, warum man eine sportliche Veranstaltung auf so hohem Niveau im Rahmen der Welthundeausstellung auf einem völlig irreführenden Messegelände machen muss. Mir sind nur 2 Gründe eingefallen: Viele Zuschauer und Geld. Das wars. Auf dem Weg in Halle 2, in die man gelang durch Halle 4 haben wir ungelogen 6 (!!!) Leute gefragt, wo der Eingang Ost ist. Wirklich. Ich übertreibe nicht. Darunter waren 2 Parkplatzeinweiser, ein privater Mensch, der direkt an der Bushaltestelle am Messegelände stand, eine Frau von der Garderobe IM Messegelände, ein Mann an der Info, der mir versicherte ich würde mich definitiv täuschen, denn es wäre kein Mensch da, es gäbe keine Tierärzte mehr vor Ort und er hätte NICHTS von einer Deutschen Meisterschaft gehört, und letztendlich noch ein Mann am Eingang der mir den langen, langen Weg bis dahin erklärte. Daniel ist mit dem Auto einen Weg gefahren, der nur für Busse und Taxen vorgesehen war. Uns war aber mittlerweile sogar das Knöllchen genehm, da wir einfach KEINEN ANDEREN WEG gefunden haben. Auf dem ganzen Gelände, auf den ganzen Straßen war KEIN EINZIGES Schild mit dem Eingang Ost. Es gab nur Nord und Süd. Ja, vermutlich reicht das für alle, die sich immer mega gut orientieren können. Als der Orientierungssinn vergeben wurde, hatte ICH mich aber bereits verlaufen und habe davon 0 mitbekommen. Nicht mal 1%. Daniel hingegen ist ein Genie! Er orientiert sich an Himmelsrichtungen, an geparkten Autos, die natürlich für immer und ewig an einer Stelle stehen und an Grashalmen. Tja und nicht mal er hat es auf die Reihe bekommen. Ich fahre die Rolltreppe also hoch, den langen komischen Tunnelgang da durch, 2,8 Kilometer durch Halle 4, wo ich so viel Zeit hatte dass ich Daniel die ganze Story per Whatsapp tippen und ihm versichern konnte, dass alles ok ist und ich nicht verloren gegangen bin, wo ich anschließend links in die Halle 2 abbiegen konnte. Vorab noch ein anderes Dilemma: Ich war, das habe ich am Freitagmorgen 1 Stunde vor der Abfahrt natürlich erst bemerkt, anscheinend die einzige von allen, die KEINE Eintrittskarte hat zugeschickt bekommen vom VDH. Ich habe wirklich ALLES gecheckt. Spam, Eingang, sogar Ausgang, was gar keinen Sinn macht und die gelesenen und gelöschten. Nichts. VDH erreichen war natürlich aber auch nicht mehr wegen Welthundeausstellung 🙂 Danke!
Vor Ort ging dann alles reibungslos. Ich hatte den Eindruck, dass die Organisatoren der Deutschen Meisterschaft und die einzelnen Verbände, die die WDS organisiert haben, sehr, sehr gut organisiert waren. Zumindest kann ich das wenigstens für die DM sagen, und das Feedback, was ich gelesen habe über die Shows war genauso. Eine Eintrittskarte habe ich dann ohne Probleme mit der leichten, ins lächerliche gezogenen Unterstellung, ja ja, das sagen ja alle, einfach bekommen. Wenigstens das. Zurück zum Wagen hatte ich Daniel schon mit 3 Polizeiwagen, einem Fahrverbot oder einem Tobsuchtanfall erwartet. Gott sei Dank hat alles nur in meiner Fantasie stattgefunden.
Die Nacht war dann gut. 3 Hunde, die sich ins Bett gemogelt haben, aber gar nicht genervt haben. Frühstück war gut, und Parkplatz hat Daniel dann auch gefunden vor der Halle 4, durch die wir ja mussten um in Halle 2 zu gelangen. Und dann ging der Horror weiter 😀 Wir da, aber kein Tierarzt, also niemand, der meine Impfpässe hätte kontrollieren können. Das mit der Impfpasskontrolle ist ja auch so ein Ding, dass sich mir nicht erschließt. Ich finde, das ist eine Formalität, die gemacht wird, aber völlig sinnlos ist. Ich hatte eine Mappe dabei. Daraus habe ich immer einen Impfpass geholt und direkt auf Tollwut aufgeschlagen. Niemand hat die Identität meiner Hunde überprüft. Wenn ich nur diesen einen gehabt hätte, hätte ich ihn 2 mal wieder rein tun können und 3 mal rausgeholt und alle Hunde wären Tollwut geimpft… ? Ich finde diese Maßnahmen richtig, aber dann auch wirklich sinnvoll durchziehen und nicht so, wenn man da schon den ganzen Tag steht. Ehrlich. Wir mussten also zu einer ganz anderen Halle, und von dort mindestens 10 Minuten von außen laufen, bis wir irgendwo angekommen sind wo wir dann weiter gehen konnten. Die Begrüßung haben wir damit verpasst.
Als wir ankamen, lief gerade der erste Large Hund. Die Hunde durften auch mitgenommen werden auf die Tribüne, aber keine Boxen. Dafür gab es aber ausreichend Platz hinter der Tribüne. Die Parcoure fand ich alle einfach – einer Meisterschaft entsprechend. Ich fand die Large Parcoure ehrlich gesagt am schwierigsten, aber die habe ich auch nicht von innen gesehen. Mit den Small Parcouren war ich mehr als zufrieden. Tja, und dann ging meine kleine Polly mit der Startnummer 221 auf ihrer ersten Deutschen Meisterschaft in den Ring.

Man muss ganz genau hinsehen, um zu sehen, dass der Richter mir an Hindernis 5, also der Hürde nach der ersten A- Wand einen Fehler gibt. Aber es ist egal wie oft man hinschaut, man erkennt keinen Fehler. Polly hat weder gerissen, noch verweigert. Also kann es nur eine Berührung sein. Vermutlich hat sie mein Bein irgendwie gestreift, denn ich habe mich nicht zu ihr heruntergebeugt oder sonst was. Es hat sich mir keinerlei Vorteil erschlossen durch das, was passiert ist, aber niemand gesehen hat. Ich hatte eine wahnsinnig gute Zeit. Eine Zeit, die für den 3. Platz von 66 Huden gereicht hätten. Weniger als 2 Sekunden hinter Tobias Wüst. Tja, aber mit einem Fehler war ich eben nur auf Platz 16.
Ich habe mich über den guten, wirklich runden Lauf gefreut und mir alle Mühe gegeben, nicht zu enttäuscht zu sein. Ich habe gehofft, dass ich nun einen richtig blöden, schlechten Jumping laufe mit 3 Stangen, oder einfach einem falschen Tunnel, damit ich mir sagen kann, siehste, hätte dir eh nichts gebraucht.
Als der Jumping dann stand, wusste ich, auch dieser Parcours liegt uns. Gerade als ich zum Start gehen wollte machte die Polly aber ernsthaft Anstalten, ihr großes Geschäft zu verrichten. Da ich sie aufgehalten habe, musste ich sie unter den Arm nehmen und hatte Angst, dass sie in den Parcours kackt (kein Scherz) also bin ich, während die Deutsche Meisterschaft Live übertragen wurde zum Richter, habe ihm erzählt, dass mein Hund kacken muss und gefragt, ob ich gerne gleich starten darf. Ob er so nett wäre, mich NICHT zu disqualifizieren. Aber der Marcel ist da ja wirklich extrem nett. Alles kein Problem. Vorab zur Verdauung meiner Hunde: Alle meine Hunde haben morgens ihr großes Geschäft verrichtet. Die Manchester verdauen etwas anders als Polly. Alanis hat einen zweiten Haufen im Eingang der Halle gelegt, was super untypisch ist, ja sie sind stubenrein, und Lane einen zweiten auf dem Weg zum richtigen Eingang. Polly dann ihren zweiten vor ihrem Start im Jumping. Ich hatte nie auf dem Schirm, wie oft und in welchen Mengen Hunde, die irgendein no-name Trockenfutter bekommen, scheißen. Mein Fleisch war am Freitagabend nicht aufgetaut, da ich es in einer Dose in tausend Folien transportiert hatte, weil die Verpackungen manchmal undicht sind und ich nicht überall Blut haben wollte. So, und dann kacken meine Hunde am nächsten Tag wie die Weltmeister? Das gibt’s nicht. Das gibt’s einfach nicht. Polly ging dann also als letzte an den Start und war VÖLLIG drüber, weil wir schon so lange in der Halle rumgehampelt haben. Ich konnte sie kaum noch am Start absetzen (das habe ich alles raus geschnitten).

Natürlich. Und dann läuft der bislang konstanteste Hund, den ich je hatte, einen zweiten Nuller. Ach ne, der erste Lauf war ja keiner. Und spätestens als ich die Gesamtergebnisse gesehen habe, war meine Laune richtig im Keller. pollyergebnis

Mit der Gesamtzeit war Polly der zweitschnellste Hund. Aber wegen einem Berührungsfehler, dem einzigen auf der gesamten Deutschen Meisterschaft, ist sie 7. geworden.
Abgerundet wurde meine erste Deutsche Meisterschaft mit meinem Parson Russell Terrier nicht nur durch einen geplatzten Reifen von Anton, der vom ADAC abgeschleppt werden musste. Nein. Abgerundet wurde meine erste Deutsche Meisterschaft mit meinem Parson Russell Terrier durch einen geplatzten Reifen von Anton, der, obwohl Daniel SOFORT auf dem Seitenstreifen angehalten hat, uns den ganzen Boden zerschossen hat. anton

Und das sind dann die Ausflüge wo du dich wirklich fragst, ob es die Sache wert ist. Es ist schwer, jetzt gerade positiv zu bleiben. Ich glaube, dass gute Hunde konstante Hunde sind. Und ich glaube, dass konstante Hunde irgendwann ihre Chance kriegen werden. Dieses Ergebnis ändert auch nichts an meinem Hund oder macht, dass er weniger gut ist. Mit 2 für mich fehlerfreien Läufen habe ich nun gesehen, wo die Polly auf diesem Niveau einzustufen ist. Das ist schön. Und jetzt gebe ich mir ganz, ganz viel Mühe, mich auf die Classics zu freuen kommendes Wochenende obwohl ich noch nicht weiß, wo wir schlafen.

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Eine Woche später

Eine Woche später könnte ich den Beitrag von letzter Woche fast wiederholen. Zumindest den Anfang. Immerhin war die Woche weniger stressig. Dieses Mal hatten wir Besuch von Lisa und ihren Jungs Tommy und Jamie, sehr zur Freude meiner Mädels, die, wie ich schätze, bestimmt alle bald läufig werden. hp5Auf dem Plan stand HSZ, wovon ich soooo tolle Videoaufnahmen habe, die aber noch nicht bearbeitet sind, am Freitag stand auf dem Plan zuallererst die Schlüsselübergabe des Hexenhäuschens, in dem ich bis vor wenigen Monaten noch gewohnt habe und von welchem ich dachte, dass ich darin alt werde, sollte das mit Daniel und mir doch nicht so klappen. Ach, und ich weiß schon, wieso ich dort ausgezogen bin. Dieses letzte Mal, wo ich nun da war, hat mich all das, was mich seit über einem Jahr aufgeregt hat, zum aller ersten Mal nicht aufgeregt. Kippen vor „meiner“ Haustür, vor meinem immer noch gebrochenem Wohnzimmerfenster alles aufgegraben, vor Kopf am Fenster 2 nicht ernstzunehmende, wütende Hunde, die penetrant versuchen, durch die Fensterscheibe zu brechen, vorne an der Straße hat der Kiosk wieder aufgemacht, die passende Kundschaft bieten meine ehemaligen Nachbarn, die natürlich auch direkt dort einkaufen waren (kein Scherz) und die neue Inhaberin des Kiosk kam, als mein Vermieter dann auch endlich da war, triefend und völlig panisch angerannt und meinte, niemand sollte irgendetwas mit Wasser betätigen, denn ihr Klo würde gerade überlaufen. Sie hätte schon mit dem ganzen Arm hineingefasst, aber es wäre nichts zu finden. Ja, danke für die ausführliche Schilderung 😀 Tja, und so rundet sich das Bild, das getäuscht wird von einer fast idyllischen Lage und einer eigentlich schönen Wiese im Hinterhof, ab. Und das beste: Nicht mehr meine Baustelle. Als mein Vermieter sich bei mir für das Vertrauen in den letzten Jahren bedankt hat, habe ich ihm lediglich starke Nerven gewünscht, wobei das ja auch etwas selbstgemachtes Elend ist, und bin mit Lisa gegangen. 30 kg Ballast sind von meinen Schultern gefallen! Mindestens. Danach sind wir nach Münster zum Hiltruper See gefahren, weil ich unbedingt Fotos von meinen Hunden und mir machen lassen wollte. Aber der Plan ging nur ganz bisschen auf, denn ich war relativ schnell mit dem Outfit, dass wir zu zweit ausgesucht haben, nicht mehr zufrieden, dann hat es zwischendurch geregnet, dann war es mega windig (meine Haare!!!!!!!), dann war meine Hose schon bevor das erste Foto geschossen wurde super siffig, und obendrauf hat mir die Wahl meiner Location einfach gar nicht gefallen. Irgendwie hatte ich Münster toller in Erinnerung zum Fotografieren. Zum Spazieren gehen ist es immer noch mega schön und naja, vielleicht sind ein paar Fotos zumindest ok! 004A7573

Auf dem Bild stört mich, dass Lane so abseits steht. Ich hätte ihren Hintern lieber etwas rum gehabt, aber naja, es ist meckern auf hohem Niveau. Eigentlich ist es nicht schön, dass wenn man ein schönes Foto hat, einem trotzdem sogenannte Unstimmigkeiten auffallen. Wo ich sonst gut und gerne drüber hinweg schauen kann, bin ich bei meinen Fotos sooooo anspruchsvoll. Aber ich denke, dass man mit dem Foto leben kann. Trotzdem wollte ich das Shooting gerne wiederholen. Am liebsten im Schlosspark in Nordkirchen. Entweder am Samstag, nach dem Turnier in Wickede Asseln, wo ich vor einem Monat mit der Zwergnase erst die BH/VT gemacht habe, oder am Sonntag. Lisa wollte auch noch ein Shooting mit ihren Hunden und sich. Ich weiß nicht mehr genau, das wievielte es ist in einem Zeitraum von keine Ahnung? 15 Monaten? Das Turnier am Samstag hat richtig, richtig Spaß gemacht! Wir waren in guter Gesellschaft bei Nora und ihren Beardies, ich weiß nicht warum, aber Alanis und Polly fahren VOLL auf diese riesigen Fellmonster ab, und ich hatte Glück, dass Nora gute Schuhe hatten, die mir auch gepasst haben, weil ich meine natürlich im Flur habe stehen lassen und bei Matsche auf sehr (!!!) unebenem Rasen in Gummistiefeln zu laufen ist echt bescheiden, die Atmosphäre fand ich insgesamt super angenehm, das Essen war gut und meine Läufe waren auch ok. Lane ist als erstes an den Start gegangen und hatte einen super guten A-Lauf. Kontrollierter Start, alle Zonen, gut zugehört, schön selbstständig gearbeitet, gut gelöst, gut gebunden, alle Wechsel perfekt angenommen. ABER ABER 😀 Einmal Ausleger gestreift und zack, Hürde umgehauen. V5, Platz 4 mit der mit Abstand besten Zeit. Aber so ist es, mit meiner Laney- Paney. Gnadenlos guter, beinahe unschlagbar schneller Hund, bis auf immer eine Kleinigkeit. Eine Kleinigkeit pro Lauf, wohlgemerkt. Bei Polly habe ich den Start geprüft. Weniger als zwei Wochen zur deutschen Meisterschaft. Polly saß wie festgewachsen, musste aber wohl etwas zu lange warten. Erste Stange. Runnings am Steg waren perfekt, aber nach dem Steg kam eine Hürde von außen, wo sie ziemlich reingezogen hat, weswegen ich ziemlich weit mit gelaufen bin um zu helfen, und dann ziemlich weit hinter ihr war, weswegen sie die Wand genommen hat, die noch gar nicht dran war. Polly ist da wie Lane: wer bremst, verliert. Trotzdem geht das Desaster auf meine Kappe. Ich war zu lahm, und naja, dass die Polly verbal nicht 100% differenziert, ist mir bekannt. Also muss ich dies noch häufiger nacharbeiten. Punkt.
Im Jumping war Lane etwas bräsig. Zweite Stange und dann ziemlich viel Gekläffe am Anfang und wenig Fokus nach vorne. Eine Verweigerung. Und Polly, ach, meine kleine, brave, beste, garstigste, lauteste Polly…

Am vorletzten Tor im Slalom noch voll auf der Schiene ausgerutscht, lässt sie sich einfach nichts anmerken und zieht ihr Ding durch. Die Läufe mit Polly fühlen sich immer mehr perfekt an. Immer einfacher. Ich traue mich immer mehr, irgendwo irgendwelche Wechsel zu machen und sie zu schicken. Sie macht es einfach. Bei ihr gibt es kein Top oder Flop. Sie ist eigentlich immer Top. Das einzige, was manchmal scheiße ist, bin ich selber 😀 Mit einem guten Vorsprung hat die Polly nun also diesmal den Jumping gewonnen. Nächste Woche wäre eine Kombi schön.
Außerdem war Kirsten Brox so nett, und hat Alanis eingemessen. Das war etwas lustig. Erst hat sie sie auf 35,5 cm gemessen und sagte dann, dass sie aber sicher Medium sein, oder? Also, Alanis ist schon deutlich kleiner als Lane aber im Leben keine 35,5 cm, tja, aber wer so hampelt… Dann haben wir sie nochmal und nochmal und nochmal versucht einzumessen und eingetragen ist sie nun mit 39cm (auf Zehenspitzen). Also ein mittelgroßer Medium. Erstes Zuchtziel erreicht!
Mit 130 Startern war das Turnier eher spät zu Ende, und so gab es am Samstag kein Fotoshooting mehr. Am Sonntag waren dann logischerweise erst Lisas Hunde dran. Da es noch windiger war als am Freitag, entschied ich mich, uns den Ausflug nach Nordkirchen zu ersparen, und so haben wir im Studio die Idee, die ich für Lisa hatte, mit meinen Hunden auch gemacht. Ich muss sagen, diese Bilder gefallen mir echt gut. Auch wenn sie nicht das sind, was ich im Kopf hatte, denke ich, dass es eine schöne Alternative ist. 004A8005