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Weiter geht’s

Fast zwei Wochen ist der letzte Beitrag her, und das hat viele, viele Gründe. Die Tage sind schneller vorbei, als wir mit ihnen fertig sind. Aber wenn der Tag 10 Stunden mehr hätte, würde man versuchen, 15 Stunden mehr zu arbeiten oder Dinge zu erledigen. Manchmal reicht die Zeit einfach nicht. Vorrang haben auch immer noch meine eigenen Hunde, meine Schüler und meine Kunden. Das „Übergangsstudio“ hier ist wunderbar eingeweiht und wird perfekt angenommen, von Kind und Hund, es funktioniert alles super, der Platz ist mega toll und es macht unglaublich viel Spaß. Am Freitag hatte ich den Siegerhund der Haustiermesse der Zentralhallen hier und ich kann es schon kaum erwarten, wenn mein Foto nächstes Jahr ab dem Spätsommer wieder die Straßen von Hamm schmückt.
Ansonsten gab es ein paar Unstimmigkeiten hier, darüber, was Nachbarn sollen und dürfen und wie man seinen Umzug gestaltet. In ganz vielen Dingen bin ich ja total egal. Ein Beispiel:
Wir transportieren (endlich!) Daniels Möbel. Seinen Esstisch. Wir stehen damit in unserer Wohnung oben (es ist nur vorübergehend unsere Wohnung, bis unserer eigentliche Wohnung unten fertig ist). Er sagt, er würde ihn gerne an die Wand rechts stellen. Ich finde aber, er würde sich links besser machen. Also stellen wir in rechts hin, weil es einfach nicht so wichtig ist und nicht so wichtig sein kann. Bei allen Dingen, die mir nicht wichtig sind, von denen ich mich nicht persönlich auf den Schlips getreten fühle gebe ich gerne nach. Aber ein paar so Sachen, die ich echt nicht einsehe, die verteidige ich dann auch bis ans Limit. Ja, und dann ist man eben manchmal einfach am Limit.
Das Wochenende war gut, auch wenn es auch hier ein paar blöde Sachen gab. Unterm Strich war es aber wirklich gut und ich bin Sonntag Abend ins Koma gefallen, um halb 9, während Daniel das nächste Handy repariert hat. Ich glaube, ich habe mittlerweile eine zehnstellige Anzahl an Smartphones gehabt :/ Gehabt und geschrottet. Und wir haben vor 3 Wochen erst das Display ausgetauscht. Also Daniel. Obwohl ich Panzerglas drauf hatte und eine mega hässliche Hülle, die die ganzen Rändern geschützt hat und nochmal selbst mit einem Gummi umrandet wurde. Unzählige Male ist es mir heruntergefallen, nie ist etwas passiert. Dann lag es in der Küche auf der Arbeitsplatte, ich wollte oben auf dem Hängeschrank ein Kochbuch wegräumen, dabei sind andere Bücher gekippt, haben dabei eine Vase umgestoßen, welche dann von oben natürlich heruntergefallen ist. Auf die Ecke von meinem Display. Damit war es hinüber. Nein, der Vase ist nichts passiert, obwohl sie von der Arbeitsplatte dann noch auf den Boden gedonnert ist. Tja und jetzt hatte ich mein Handy in einem Seitenfach in Daniels Auto am Beifahrersitz. Dort steht es halt ein bisschen ab. Dann haben wir uns beeilt und beim Einsteigen muss ich irgendwie hängen geblieben sein und habe es dezent verbogen. DAS ist mir echt noch nie passiert. Mein Nokia 3310 ist mir aus der Gesäßtasche in die Toilette gefallen, aber ein Handy verbogen habe ich noch nicht. Das Display war wieder hinüber, ging aber noch. Und gestern, ohne das was neues passiert ist, ging gar nichts mehr. Oben rechts ein großer, schwarzer verlaufener Fleck, alles am flackern, keine Reaktion mehr. Tot. Zufällig hatten wir das selbe im Auto, weil ein Arbeitskollege von Daniel den Zugang für das Kabel kaputt gebogen hat. Und nun machen wir aus zwei Telefonen eins. Aktuell bin ich telefonisch also nicht zu erreichen und somit gibt es auch keine Bilder heute.
Dafür habe ich tolle Videos, von den letzten 2 Wochen HSZ. Ja, genau, aber. Aber mein Camcorder war in der Tasche in der mein Badezimmerzeug ist, und die habe ich am Samstagabend mit in die Lessingstraße genommen, weil Daniel im Ausgang war in Hamm und ich am Sonntag Hostedde- Grevel gemeldet habe. Daniels Ausgang hat geklappt, mein Turnier wurde ernsthaft am Samstag um 13.56 abgesagt! Das habe ich auch noch nie erlebt! Zum Glück hatte ich am Samstag noch ein Smartphone. Meine Emails checke ich soooo selten am PC! Tja, und dann waren wir gestern zwar auch in Dortmund, wo mein Turnier hätte sein sollen, aber auf dem Flo(h)rian. Dort haben wir ziemlich viele, coole Sachen bekommen zum Basteln für Daniels Fliegerei und für meine Fotografie. Sooo toll! Aber: ich habe meine komplette Tasche bei Daniel vergessen, weil er anschließend doch noch 2-3 Sachen mitnehmen wollte und ich Kisten geschleppt habe und nicht an meinen Kram gedacht habe. 😀 Ja, es ist wirklich zum Wahnsinnig werden! Die Tasche stand übrigens auf der Badewanne, weil meine Hunde ihre Nase überall haben und ich das nicht möchte. Als ich gefragt habe, ob Daniel weiß, wo der Camcorder ist, sagte er mir, dass der bei ihm im Bad auf dem Boden rumliegt. Das heißt, dass er aus der Tasche gefallen sein muss, als vermutlich Polly mal wieder darin rumgestöbert hat. Maaaan. Ich hoffe der geht noch. Der ist nämlich, genau wie das verbogene Smartphone, auch ein Geschenk von Daniel, weil er letzte Camcorder einen sehr kalten Winter nicht überlebt hat:(Mein Verschleiß an Elektro- Dingern ist echt erschreckend. Vielleicht bin ich deswegen mit einem Nerd zusammen…
Wir haben am Samstag ich glaube 4 Touren mit vollem Anhänger und Kombi gemacht, seine Waschmaschine, die echt nicht ohne ist, zu zweit getragen. Aus dem Keller raus, auf den Hänger, vom Hänger runter ins erste Stockwerk in Welver. Kein Problem! Und dann hatten wir gestern als größtes Möbelstück ein Ikea Regal von Daniel, welches ich wenn ich unbedingt gewollt hätte sogar alleine hätte tragen können, und dann rutscht es ihm ab (Ihm! ich bin der Trottel von uns beiden. Immer! Ich mache Dinge kaputt und mir fällt jeden Tag mindestens eine Sache herunter, die dann einfach kaputt ist!) Und fällt ihm aus Brusthöhe mit der Ecke auf den Fuß. Mein Magen hat sich kurzerhand einmal um sich selbst gedreht, sowas finde ich soooo schlimm, iiih, zertrümmrete Knochen, Daniel hat sich gekrümmt vor Schmerz, was auch so gut wie nie vorkommt, und ich habe uns schon in die Barbara Klinik fahren sehen. Aber ne, er schnürt seinen Schuh einfach enger und meint, es geht schon… Ja, hätte echt nicht sein müssen, ist zum Schluss aber passiert. Aber: Wären wir mit der Waschmaschine abgerutscht, hätte man den Schuh vermutlich nicht mehr enger schnüren können.
Diese Woche wird wieder relativ voll. Sämtliche Telefonate und Behördengänge stehen langsam an. Ich habe letzte Woche schon meine kleine Weltreise in 20 qm Welver’s Zentrum gewagt und wollte mich und mein Gewerbe ummelden, aber ich brauche Unterlagen vom Haus und muss mein Gewerbe in Hamm erstmal abmelden. Also bin ich wieder zurück gefahren und das einzige, was ich erledigt habe, ist den Abfallkalender mitzubringen:)Aber, ich muss ganz ehrlich sagen, wenn das Miteinander stimmt und ich meine Hunde einfach nur glücklich und zufrieden sehe, dann ist alles die Mühe und Arbeit wert. Und ehrlich gesagt freue ich mich auch schon auf einen Tag ohne Handy!
Jetzt schaue ich mal, ob es irgendwo gutes Wetter im Angebot gibt, ansonsten weiß ich nicht, wie ich Alanis‘ Platzablage üben soll (jap, die Begleithundeprüfung ist schon am Samstag! Wir sind jetzt ein einziges Mal bei drei Minuten gewesen…). Vielleicht lege ich sie auf eine Iso- Matte und decke sie zu. Mal sehen. Wir haben tatsächlich noch ein paar Baustellen. Meine Ausreden dafür sind: erst vor 3 Wochen mit dem Training begonnen und schlechtes Wetter. Heute ist das letzte Training auf dem Platz in Wickede Asseln und ich habe soooo Angst, dahin zu fahren, denn: ich habe kein Smartphone heute, also kein Google Maps. Ja, und die Sache mit meinem Navi ist die: Es ist Elektronik. Und das hält bei mir einfach nicht lange:(Vor 3 Wochen ist mir ein Hundeleckerchen in dieses Zigaretten-Anzünder- Dings gefallen und ich habe es mit den Fingern nicht rausgekriegt. Das einzige, was gepasst hat, war der Flügel eines Nagelknipsers, den ich im Auto hatte (bitte nicht fragen, warum). Ich weiß, dass sich Metall damit nicht so gut verträgt, aber ich wollte das ganz schnell und ganz kurz und so „zack, raus“ machen. Stattdessen gab es ein orangenes Aufblitzen und nun ist es tot. Tja, und wenn ich mich verfahre, was leider auch ganz oft vorkommt (aber auch mit Navi…) kann ich Daniel nicht anrufen, damit er mich lotst. Also, wenn es die nächsten Tage nichts zu lesen gibt, bin ich vermutlich nach wie vor in Dortmund und Umgebung unterwegs, oder mein Tank ist mittlerweile leer.

Klubsieger

und anderer Wahnsinn. Nun scheine ich nach dem Wochenende die ersten 5 Minuten Zeit zu haben, die natürlich für ein Update genutzt werden müssen. Vergangenes Wochenende haben wir in Ludwigshafen beim KfT mit Anton verbracht. Freitag Nachmittag ging es los und die Fahrt bis dahin war echt mühsam. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Baustellen auf der Autobahn erlebt, wie dorthin. Ständig konnten wir nur 60 fahren. Mit dem Wohnwagen hinten dran echt nervig. Egal. Von unterwegs habe ich angerufen und gefragt, ob wir vor Ort Strom hätten und die Anreise überhaupt möglich ist am Vortag. Ja, ja, fällt mir früh ein, so auf dem Weg dahin mit angehängtem Wohnwagen, gell. Jedoch ist es so, dass eine Freundin sich bereits informiert hat, ich mich auf sie verlassen habe (Ja, ja, verlass dich auf andere…) und sie die ganze Veranstaltung kurzfristig abgesagt hat, weil. Demnach wusste ich nicht mal, wer Ansprechpartner war und habe in die Infos bei webmelden geschaut. Dort war alles, was Wohnwagen, Wohnmobil und die Anreise am Vortag betraf: Negativ! Am Telefon versicherte der Herr mir dann, dass er die Infos nur bei webmelden nicht angegeben hat, weil. Genau. Aber es wäre kein Problem und bis 21.00 wäre auf jeden Fall einer da. 20.22 war dann exakt unsere Ankunft. Und ratet mal? Ja, genau. Natürlich niemand mehr da. Hoch leben zusagen und Menschen, auf die man sich verlassen kann und die ihr Wort halten. Heut zu Tage eine Spezies, die vom Aussterben bedroht ist. Mein impulsives Ich hat sich schon die Worte für den nächsten Morgen zurecht gelegt, wie ich dem Herrn denn gegenüber treten würde und was ich ihm alles vorwerfen wollte. Tja, dann war es aber so, dass ich das Gefühl hatte, nun ja, wie soll ich das sagen? Dass unserer Turniere hier etwas routinierter, organisierter und strukturierter verlaufen. Also habe ich es mir einfach gekniffen. Immerhin hatten wir Strom am nächsten Morgen und konnten den Abend und die Nacht mit Gas überbrücken.
Der Samstag war dann der wichtigere Tag von beiden. Die Klubsiegerprüfung des Klub für Terrier. Alle Hunde, die in der A3 Kombi- Sieger werden, fahren zur Deutschen Meisterschaft. Egal, wie viele Vorqualifikationen sie haben. Deshalb ist Lane letztes Jahr auch auf der Deutschen gestartet. Da ich dieses Jahr generell wenig Turniere gelaufen bin, sind meine Hunde beide nicht fertig, wobei der Qualizeitraum nun auch demnächst schließt. Ich hab da irgendwie gepennt, und mich vor allem bei Polly darauf verlassen, dass das schon passen wird. Ein Blick in die Leistungskarte, nö, es fehlt immer noch ein Jumping.
Oki doki, Lane war die erste von meinen beiden Hunden die an den Start ging und zack, hat direkt den A-Lauf gewonnen. Damit also Favorit auf den Titel. Polly war echt doof. Am Start schon total abgelenkt, weil da irgendein Vollidiot seinen roten Quietschball hat liegen lassen (am Start- ernsthaft!?), tja und so wollte sie nur da hin. Als ich sie abgesetzt habe, habe ich noch gemerkt, dass mein Schnürsenkel dabei ist, sich zu öffnen, habe den Richter gefragt, ob ich meinen Schuh noch kurz zu  binden darf, habe dies dann erledigt und Polly war in dem Moment schon auf 280. Sie wollte immer noch zu diesem doofen Ball, und alles dauerte so lange usw. Der Start war holprig, aber fehlerfrei, doch dann fiel eine Stange. Gut, solange es keine Disqualifikation ist, ist man noch im Rennen, auch wenn es einige gab, die fehlerfrei waren und es daher eher unwahrscheinlich war, dass Polly den Sieg holt.
Dann ging es auch relativ zügig zu den Jumpings, waren es immerhin nur 40 Hunde am Samstag. Turnierbeginn 10.00, Ende circa 14.00. Im Jumping war ich mir schon am Start nicht sicher, wie ich es mache. Riskiere ich eine Stange und die hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich nach dem kurzen Tunnel nicht da bin und meine Hunde ins Leere laufen, oder dass sie direkt in den kurzen Tunnel von hinten laufen? Ja, genau das ist bei Lane passiert, also Disqualifikation und Titel tschüß ciao. Bei Polly habe ich mich dann für die andere Variation entschieden, hat auch gepasst, aber weiter oben hat sie eine Hürde nach einem Wechsel einfach nicht angenommen. Dafür habe ich keine Erklärung. Tja, meine Favoritin, die Person der ich den Titel am meisten gegönnt hätte, ist leider nur zweite geworden. Da hat sie einfach vergessen, Gas zu geben. Hätte sonst gereicht. Schade.

Am Sonntag sind dann bereits viele abgereist, was ich ziemlich unsportlich fand. Ich habe meine Qualis, ich habe meinen Titel, also adieu. Der Rest interessiert mich nicht. So schade. Aber ja, in einer Welt voller Egoisten. Mit Lane fehlt aktuell noch eine Kombi (jaaaa, unsere absolute Stärke!) und ein A- Lauf, mit Polly nach wie vor ein Jumping also. Angefangen mit den A- Läufen, Small. Und dann war es so:
Also, Hund x fehlte noch eine Kombi, Polly ein Jumping, und Hund y ein 1. Platz im A-Lauf. Also disqualifiziere ich Polly direkt im A- Lauf, weil ich davon mehr als genug habe, und mache Platz für den 1.Platz / die Kombination. 1, Wippe, Dis 😀

Ich finde ja, dass ich von einer konsequenten Wippe mehr haben, als dem 25. gewonnenen, fehlerfreien A- Lauf, insbesondere, wenn wer anders ihn noch gebrauchen kann. Und was passiert dann? Hund x geht auch ins Dis, und Hund y hat eine Verweigerung am Slalom. Och Leute… Wenn der Wurm drin ist, oder?
Lane ist an meiner Lahmheit gescheitert mit einer Stange und einer Verweigerung, verdienterweise. Ich bin so ein Schisser. Ich hasse es!!! Es waren so wenig Hunde im Medium, keiner hätte Lane von der Zeit her schlagen können, egal wie viel ich da rumgeeiert hätte. Oh man. Manchmal muss ich mich echt über mich selbst ärgern. Die Jumpings waren mir dann wichtiger. Also eigentlich nur mit Polly. So viele A-Läufe wie Polly gewonnen hat, so viele Jumpings habe ich mit Lane. Und nun noch einen weiteren… Ach Laney, hättest du den nicht am Samstag gewinnen können??? Nein. Ein Lauf pro Tag, man muss ja nicht übertreiben und Kombis sind überbewertet 😀 😀 😀


Die Startsequenz hat mich  mit ihr sehr gestresst. Obwohl ich genau dafür ein gänzlich neues Ritual aufgebaut habe, was wunderbar klappt, traue ich mich auf ganz langen Geraden nicht, einfach zu gehen. Dabei reißt einem keiner den Kopf ab, wenn man korrigiert. Dass das nach all den Jahren noch nicht angekommen ist. Somit habe ich ihr das Sitz Kommando zu früh gegeben, sie hat sich gestaut und die Bombe ist mal wieder geplatzt. Egal. Wir konnten gut retten, und an den Tunnelausgängen fand ich, war Lane mega lieb. Wenn man ihren Lauf mit Pollys vergleicht sieht man einfach, wie erfahren sie mittlerweile ist. Manchmal kann man das sogar abrufen. Ich hatte auch nicht einen einzigen Zonenfehler mit ihr, sie hat sogar auf der Wand zu mir geschaut. Insgesamt war sie einfach mega zugänglich, das ganze Wochenende lang, jeden Lauf.

Dann kam Pollys Jumping. Ich bin an den Start gegangen und war wie in einem Konflikt. Die eine Seite sagte mir, tja, vielleicht ist das deine letzte Chance, an deiner Stelle würde ich sie nutzen. Die andere sagte mir, ganz ruhig, alles wird gut, du hast noch so und so viele Chancen und wenn nicht heute, dann wann anders, wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes, oder in 5…

P.S. Polly fährt zur Deutschen Meisterschaft:):):)

P.P.S.S. Polly fährt DIESES JAHR zur Deutschen Meisterschaft!

Landleben

Tja, ich denke, es hat alles seine Vor- und Nachteile. Es ist definitiv nicht so, dass wenn man aufs Land zieht, man sich über nichts und niemanden mehr ärgert, alles ruhig ist und man nur Blumen gießen und Rasen mähen muss. Ich denke, ich darf auch mal über die doofen Sachen berichten. Zum Beispiel über Tiere, die mich nerven.

Wühlmäuse. Oh man, oh man. Wenn man Schuhe bei uns im Garten anhat, ist alles halb so wild. Barfuß merkt man dann aber doch schon die eine oder andere Unebenheit, wobei, ja ja, ich auf sehr hohem Niveau mecker. Nachdem ich jetzt etwas empfindlich bin, was dieses Thema angeht und hier und da mal auf diversen Hundeplätzen darauf achte, wie eben der Boden eigentlich ist, ist der in unserem Garten im Schnitt tendenziell sogar noch besser 😀 Dennoch, ich möchte die Löcher füllen. Habe aber keine Ahnung. Und dann geht es los. Man setzt sich auf einmal mit Themen auseinander, von denen man noch nie was gehört hat. Ich kannte ehrlich gesagt bis dahin keine Wühlmäuse und nachdem Polly ein offensichtliches Loch im Boden aufbuddeln wollte, habe ich ihr das einfach mal erlaubt, weil ich dachte, naja, vermutlich gibt es nichts natürlicheres als einen Terrier, der einen Nager… vertreibt. Was die Mittel der Bekämpfung von Wühlmäusen angeht, gibt es von „bringt gar nichts“ über „muss das sein“ bis hin zu „das ist echt ekelhaft“ einfach alles. Ich dachte mir, die Polly soll das mal machen. pollymausMeine fleißige, brave und unermüdliche, tolle Polly. So toll hat sie ganz alleine einen ganzen Gang systematisch aufgebuddelt. Irgendwie erinnerte mich das an die Geburt von Lanes Welpen. Man erlebt seinen Hund auf einmal von so einer anderen Seite. So mühsam, wie man ihnen versucht, manche Dinge begreiflich zu machen, so selbstverständlich und instinktiv perfekt tun sie dann von ganz alleine andere. Wir haben keine Maus gefunden, die Polly hatte aber immerhin sehr viel Spaß und hat gut geschlafen. Den ganzen Garten darf sie jetzt aber nicht umbuddeln. Ich bin mir an einigen Stellen auch nicht mehr sicher, ob es sich nicht um längst verlassene Gänge handelt. Keine Eingänge zu finden, keine frischen Erdhügel. Einfach nur unterirdische Kanäle. Wir probieren es jetzt erstmal mit diesen Ultraschall- Solar- Dingern, und mit kleinen Gaskugeln, die ich in die Gänge graben werden. Nein, sie vergiften die Mäuse nicht, sie sollen sie nur zum Umziehen animieren. Bis dahin stopfe ich meine Löcher dann mit Mutterboden, den ich dank Florian, dem Helden des Dienstags, nun in meinem Garten liegen habe. Da sein Hänger keine eigene Bremse hat, darf er nur 700kg ziehen. Also haben wir etwas über 600kg Mutterboden gekauft. Als der Bagger den auf seiner Schüppe da hatte, dachte ich, das reicht nie im Leben. Als die Erde im Hänger war, dachte ich, viel zu viel. Als wir sie in den Garten geschleppt haben, fand ich, sieht aus wie ein Ameisenhügelchen 😀 Ich war dennoch sicher, dass 9 Schubkarren reichen. Aktuell bin ich überzeugt davon, dass ich noch 10 – 15 weitere Hänger brauchen werde. Und wenn dann wieder Mäuse kommen, die alles aufbuddeln… Tja, dann weiß ich nicht, zu welchen Mitteln ich greife. Das ist echt so eine langaufhaltende, blöde Arbeit diese Kack- Löcher zu stopfen… Man ey. Aber ich will einfach nicht, dass irgendwer von meinen Hunden sich verletzt, also mache ich mir die Arbeit. löcherMücken. Soooo nervig. Sie sind überall. Sie summen dir am Ohr entlang, auch wenn du nur auf der Couch sitzt bei Licht, und isst, und dich noch bewegst. Also bevor du schläfst und es dunkel ist. So dreist!!! Die machen nicht mal vor einem wachen Menschen Halt! Sie stechen sogar durch Leggings! Ja, selbst Schuld, ich weiß. Da schenkt Daniel mir zum Geburtstag eine richtig gute Arbeitshose und Sicherheitsschuhe, und ich stehe da mit dem Hammer in der Hand in meiner Leggings und kloppe die Wand mit ihm raus. Immerhin hatte ich Gummistiefel an, wegen dem Staub und so. Naja, anderes Thema. Diese Viecher, die stechen wirklich immer nur mich. Im Schnitt habe ich 5 – 8 Stiche und Daniel 0 – 1. Das ist so gemein. Ein Ultraschall- Dings darf ich nicht nehmen, weil Daniel meint, das wäre ihm zu laut. Ich kann es kaum erwarten, bis mein Lavendel endlich mehr ist. Den soll man pflücken und kleine Büschel aufhängen. Soll die Viecher auch fern halten. Ich werde doch noch eines Tages ein Pflanzen und Gartenexperte!

Hornisse. Die eine, die auf dem Balkon in der Wohnung lebt, in der wir natürlich wohnen. Daniel macht die Tür auf, und ich sehe nur ein riesiges Ding hinein fliegen. Ernsthaft, ich hasse Insekten. Ich mag keine Schnecken, keine Käfer, nichts was krabbelt, fliegt oder schleimig ist:(:(:(Ich musste meinem inneren Zwang, alles zu evakuieren, echt so doll unterdrücken. Von der Couch aus sah das Ding aus, als wären es 3 Bienen hintereinander, so als würden sie eine Party feiern und Bolognese fliegen. Sie ist von alleine wieder raus. Und saß dann da. Den ganzen Abend, die ganze Nacht, den ganzen Morgen und den ganzen weiteren Tag und hat uns beobachtet. So ein Monster!!!! Ja, ich habe ein Foto, aber auf dem Foto wirkt sie harmlos. Das wäre deshalb etwas konträr nun zu posten, weil es meine Erzählungen entschärfen würde, und das möchte ich nicht! Es war eine absolut ernstzunehmende Bedrohung!

Waschbären. Nein, ich habe sie nicht gesehen, aber der Nachbar (booooooooah es kribbelt in meinen Fingern, mich über diverse Menschen auszulassen, aber nein, es ist noch zu früh -.- ) meinte, er hätte sie gesehen. Auf dem Dachboden in dem Zimmer neben dem, in dem wir schlafen, also in der ersten Wohnung im zweiten Treppenhaus, da liegt etwas Kot und es „riecht“. In einem nagelneuen Dachboden:(HILFE!!! Ich habe Daniel ich weiß nicht wie oft gebeten, das Loch im Dach zuzumachen. Nachdem er es nie „morgen“ gemacht hat, hat uns der Waschbär oder wer auch immer gestern Nacht wach gemacht. Nein, das war vorgestern. Daniel ist dann zwei mal rüber und hat mit einer Metallstange da den Boden und die Wände abgeklopft um ihn zu verjagen. Gestern war das Loch dann endlich zu (wieso muss immer erst was sein!?) und heute Nacht habe ich das erste Mal NORMAL geschlafen. Ja, die Hornisse ist mit dem Regen erstmal gegangen.

2-3 Haushalte gleichzeitig. Das Sauberhalten habe ich aufgegeben. Daniel besitzt einen antiken Staubsauger, der auf Grund seiner Technik im Jahre 1845 vor Christus voll im Trend war und deswegen auch nur 87 kg wiegt und von mir nicht angerührt wird. Das Kabel zieht sich nicht mal automatisch ein uns muss auf eine dafür bestimmte Vorrichtung aufgewickelt werden. Tja, und der gute, kleine, der ja nur aus einer Saturn- Filiale ist und noch keinen Kultstatus hat (aber einfach mal das tut, was er soll: saugen, und dabei flexibel sein!), steht in Welver. Mein Bügeleisen steht in Welver, weil ich permanent Decken waschen und Bügeln muss für meine Baby- Shootings. Bei Daniel liegen 3 Waschmaschinen Wäsche, die gebügelt werden müssen. Also, nur meine Klamotten. Er ist mit zerknitternden Sachen ok. Die Hundewaschmaschine steht in Welver, ist aber noch nicht angeschlossen. Als wir neulich hier geschlafen haben, hat Polly auf ihre Decke gekotzt. Die liegt jetzt aber im Flur in der Lessingstraße, weil ich die nicht in der Menschenwaschmaschine waschen darf und die andere wie gesagt in Welver steht. Obwohl wir immer noch Würstchen von meinem Geburtstag über haben, finde ich, dass man nicht jeden Tag grillen kann und sich auch abwechslungsreich ernähren muss. Ich koche also doch noch hin und wieder, obwohl es mich nervt. Die Teller von Daniel sind nun auch in Welver, weil wir mehr gebraucht haben für meinen Geburtstag, es waren glaube ich so 16 Leute da, und ich werde einen Teufel tun, und sie für ein paar Wochen wieder hier her fahren, nur weil jemand seine Sachen noch nicht gepackt hat. Also muss ich immer schauen, mit welchen Mitteln ich hier überhaupt kochen kann. Der Pfeffer ist gestern, nachdem ich uns eine hervorragende Hokkaido- Suppe gekocht habe, ausgegangen und wo steht die zweite Pfeffermühle? In Welver:):):)Ja, da kommt unheimlich Freude auf, vor allem, wenn man dann noch einen Anruf erhält, ach wir könnten doch heute gerne wieder in Welver schlafen. Hast du dir Gedanken übers Essen gemacht? Äh ja, gerade fertig geworden. Steht noch heiß auf dem Herd. Gut, ich mache mich dann mit meiner Kürbissuppe direkt auf den Weg. Ne, kein Problem, dass der Topf bis oben hin voll ist, weil ich direkt für zwei Tage gekocht habe um Zeit und Aufwand zu sparen. Transportiert du Schlangen? Molche? Drachenbabies? Nein man, eine Kürbissuppe. suppe

Dass Alanis und Polly in der Zeit, in der ich mal wieder den ganzen Kram, den ich von A nach B kutschiere, seit Wochen übrigens und immer aus diesem verfluchten, zweiten Stockwerk in mein Auto schleppe, den Mülleimer geplündert haben, den Sahnebecher blitzeblank geschelckt und alle Kürbiskerne inhaliert haben, trägt zu meiner positiven Begeisterung über den ganze Heckmeck bei. Bevor ich mit meiner Drachenbabysuppe dann aber in Welver war, haben wir erst noch einen kleinen Ausflug gemeinsam nach Dortmund gemacht, damit Alanis den Platz kennen lernt, wo sie hoffentlich diesen Monat noch ihre Belgeithundeprüfung ablegt.
Meine. Nerven.

Ruhe. Ja, es ist ruhig. Aber ist ruhig gleich positiv? Ich denke, in einer gemischten, normalen Geräuschkulisse die man in der Stadt hat, fällt halt nicht jedes Knacken auf. Wenn Daniel dann morgens zur Arbeit geht, liege ich manchmal noch einen Moment im Bett, und horche. Ob ich will oder nicht. Und dann danke ich, ok, welcher Fluchtweg wäre der sinnvollste von hier oben? Ich könnte die Wohnung noch weiter oben anpeilen, die Eingangstür ist nur weniger Stufen weiter rechts oben neben der Eingangstür zu der aktuellen Wohnung. Von dort aus könnte ich aus dem Fenster in den Grüncontainer springen, der schon so gut wie voll ist, weil wir noch keine Ziegen haben, die das alles auffressen. Dann würde ich einigermaßen weich landen, müsste vorher nur alle drei Hunde noch kurz aus dem Fenster werfen und von dort könnte ich dann in mein Auto, wenn ich an meinen Schlüssel denke, was sicherlich nicht der Fall sein wird, und flüchten. Das Problem ist nur, dass meine Kamera aktuell in der zweiten Wohnung im ersten Treppenhaus liegt, in den zwei Räumen die noch zu der ersten Wohnung im ersten Treppenhaus gehören, zu unserer. Und ohne meine Kamera… Tja, dann bin ich arbeitslos.

Ansonsten ist es aber toll:)Ich denke, es wird lediglich 2 – 16 Jahre dauern, bis ich mich an dieses neue Leben gewöhnt habe, aber es ist toll. Wirklich.

Gelber Daumen

Naaa gut, vielleicht hellgelb. Aber immerhin. Es kommt Farbe ins Spiel, im wahrsten Sinne des Wortes. Habe ich bislang Menschen gesehen, die in ihrem Garten rumwerkeln, irgendwas buddeln, einpflanzen, beschneiden oder gießen, dachte ich immer: Warum? Warum tut ihr euch das an? Es gibt so viele tolle Sachen, mit denen man seine Zeit sinnvoller gestalten kann. Warum Gartenkram? Tja, und dann kriegt man selbst Blumen, von denen man nicht mal weiß, was das für welche sind.
Ich dachte mir so am Dienstag, komm, stellst du sie mal raus in die Sonne. Blumen brauchen doch voll viel Sonne. Das weiß doch jeder. Ok, alles rausgestellt und schön auf dem Poolrand stehen lassen, genau dort wo ich das Foto gemacht hat, mit sinnvollerem Kram seine Zeit verbringen und nicht mehr an die Blumen denken. Die sind ja versorgt.
Abends dann bin ich wieder raus, und sehe eine etwas schlappe „Rispenhortensie“. Das war ein richtiger Schock für mich, weil ich dachte, na super, nicht mal 24 Stunden hat diese Pflanze bei dir überlebt. Ich habe sie dann in den Schatten gestellt, und ihr Wasser in einem Schälchen gegeben. Also so eins, wo man die Pflanzen reinstellt. Gibt bestimmt auch einen ganz tollen Fachausdruck für. Unterstellpflanzenschälchen oder so. Das Schälchen war sofort leer. Also ein zweites hinterher und tada, da war sie wieder. Das sollte jetzt nicht unbedingt nochmal passieren, also bin ich direkt am Mittwoch mit einem Foto meiner BLUME in den Baumarkt gefahren, wie zu einem Tierarzt mit einem schlappen Hund, nur dass ich die Blume nicht dabei hatte. Ja, ja, ich weiß, im Baumarkt arbeiten nur Leute, die keine Ahnung haben. Der erste Herr, den ich angesprochen habe, Suprise surprise, konnte mir nicht helfen. Aber: Eine Mitarbeiterin müsste in 2 Minuten da sein, die hätte Ahnung. Mhm. Ich bin bereit, aus den Socken gehauen zu werden… *gähn*.
Und dann kam voll die liebe, sympathische Frau, die einfach ALLES wusste und sich ungefähr 40 Minuten Zeit für mich genommen hat, weil ich wirklich gar nichts weiß über Pflanzen. Ich habe sie gebeten, mir Blumen zu zeigen, die im Winter nicht rein müssen, schön aussehen, also bunt, unterschiedliche Farben haben und pflegeleicht sind. Ich bin davon ausgegangen, dass sie mich etwas blöd anguckt, aber sie ist wie gesagt mit mir los und hat mir ganz viele Pflanzen gezeigt. Nachdem ich etwas überfordert mit meiner Entscheidung war, hat sie mir ganz hinten aussortierte Pflanzen gezeigt, die bedingt durch falsche Positionierung oder zu viel hin und her Geschiebe (Pflanzen können Stress haben!) nicht mehr so fit waren. Oh neeeee. Mit sowas darf man bei mir gar nicht erst anfangen… Ja, mein Auto war ganz schnell voll mit 5 Säcken 40L Blumenerde und Pflanzen, die keiner mehr haben wollte. autoEs klingt unvorstellbar, wenn ich sowas schreibe aber sie taten mir wirklich Leid. Ich hätte für den doppelten Preis die selben Pflanzen bekommen, aber eben noch mit schönen Blüten und ohne braune Blätter und so. Aber nein, ich habe die halbvergammelten gekauft. Zufällig bin ich Daniel noch im Baumarkt begegnet und dachte nur, nein, wie peinlich, jetzt sagt er gleich ich soll sie da lassen, weil sie hässlich sind. Wenn ich ihn frage, ob er das nicht nachvollziehen kann, dass die Pflanzen sich erholen müssen und auch einen schönen Garten verdient haben, und sie doch nichts dafür können, lautet die Antwort: Nein! Zum Glück hat er aber einfach kommentarlos den Kram in mein Auto gepackt und musste ganz schnell weiter 😀

Im Garten angekommen wusste ich gar nicht, wie ich anfangen soll. „Zieh die einfach aus dem Topf raus!“ Wie brutal. Ich habe mich kaum getraut… Angefangen habe ich mit meinem Lavendel, weil ich davon 8 habe und dachte, wenn ich die ersten sofort kaputt mache, kann ich es wenigstens kaschieren… Zuvor habe ich allerdings diese Steinvorrichtungen mit allem was aktuell noch vernachlässigt und vertrocknet darin war, geleert und mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt. So sahen sie vorher aus: steindings1Kaum war der Lavendel gepflanzt, haben sich die ersten Gäste auf ihm niedergelassen! So schön. Ich hätte mir nie im Leben vorstellen können, wie viel Spaß so Pflanzen machen können. IMG-20170830-WA0033lavendelWeiter ging es dann mit meinem hässlichen Staudenphlox. Teil 1 meines Mitleidseinkaufes bei Hellweg. Ob ich die 2 richtig gepflanzt habe, oder gut, weiß ich noch nicht. Der zweite Stein ist relativ flach und nicht so tief und ich bin mir nicht sicher, ob das für die Wurzeln so gut ist. Aber ich versuche es jetzt einfach mal. Diese Pflanze gehört übrigens in die Sonne, weswegen ich sie genau dort gepflanzt habe, wo sie nun steht. staudenphloxMeine Rispenhortensie steht jetzt im Halbschatten. Da soll sie nämlich offensichtlich stehen. Sie war am Mittwoch wieder etwas schlappi. Mal sehen, wo sie sich wohlfühlt.
Neben unserer Bank (die auch noch ersetzt werden muss durch eine weniger bröckelnde) stehen jetzt ebenfalls 2 Hortensien. Aber normale Hortensien, keine Rispenhortensien. Die 2 gehören nämlich in den Schatten und nachdem die liebe Frau im Baumarkt mir das gefühlt 100 Mal erklärt hat, und ich sie zum 101. Mal nochmal gefragt habe, hat sie nur gelächelt und ihren Kulli aus der Tasche geholt und auf die 2 unterschiedlichen Blumen, die ich mitgenommen habe „Schatten“ und „Sonne“ drauf geschrieben. Ich wäre ausgerastet, wenn jemand mich so oft das selbe gefragt hätte, aber ich konnte es mir wirklich einfach nicht merken. hortensieSo, und kaum war alles gepflanzt, kam das Gewitter und ich? Ich wollte meine Blumen nicht alleine lassen und hatte Angst, das sie kaputt gehen. Hey, was ist los mit dir, Daria? Du liebst Mäuse und Ratten, na und Ziegen, aber machst dir keine Sorgen über deine spießigen Hortensien… Ich war so erleichtert, als ich gestern nach dem Hundesport aus Wülfrath nach 87 km endlich in Welver war, und meine Blumen alle ziemlich unbeschadet vorgefunden habe. Jap, sogar meine Rispenhortensie ist wieder happy. Ich glaube, die braucht gaaaaanz viel Wasser. Gut, dass Daniel so ein riesiges Regenfassdings gekauft hat. Ich habe das Bedürfnis, direkt wieder in den Baumarkt zu fahren, und nach hässlichen Blumen Ausschau zu halten. Erstens finde ich sie gar nicht hässlich, sie sahen gestern alle schon sooo viel besser aus, als am Mittwoch, zweitens fühlt es sich echt gut an, und drittens spart man noch voll viel Geld. Ich denke aber, dass ich mich zuerst um die Wiese kümmer. Diese Woche soll sie noch einmal ganz kurz gemäht werden, dann gehe ich am Samstag, ach, das ist ja schon morgen, dann gehe ich morgen mit dem Vertikutierer drüber und dann fülle ich die wenigen Löcher mit Rheinsand / Mutterboden, dann sähe ich Sportrasen (muss ich noch schnell bestellen), usw. Habe ich alles im Baumarkt gelernt. Ich hoffe, dass ich so eine ebenere Fläche hinbekomme und ohne Bedenken auch die verrückteren Hunde trainieren kann. Ich bin mir gerade nur nicht sicher, wie viele Tonnen Mutterboden ich bestellen muss :/
P.S. 5 Jahre Remission! <3 Ich muss wohl doch unbedingt neue Blumen kaufen!

Caro - Das ist ja so putzig <3 ein Herz für Blumen : )5. September 2017 – 10:37

Haus am See

… oder Couch am Teich 😀 couchWer improvisieren kann, hat gewonnen. Eine Kleinigkeit, die ich vor allem in meiner Ausbildung gelernt habe. Am Ende zählt bei vielen Dingen das Ergebnis. Tja, und wenn man überredet wird, einen Geburtstag zu feiern, obwohl man zumindest bei schlechtem Wetter nicht mal ausreichend Sitzgelegenheiten hat, dann muss man in der Tat improvisieren. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so aufgeregt war. Nicht mal die Begleithundeprüfung mit Hyper- Polly hat mich im Vorfeld so viel Anspannung gekostet. Um 18.52 hat Daniel mich auf die Uhrzeit aufmerksam gemacht und ich wollte im selben Moment nochmal alles absagen. So albern 😀 Ich habe während der ganzen Veranstaltung nur 2 oder 3 Gläser Weißwein getrunken, ach und ein Glas alkoholfreien, viel zu süßen Sekt mit Sina, und komme mir vor, als hätte ich kaum was mitbekommen, weil ich so unter Strom stand und so benommen war und nur darauf bedacht, dass meine Gäste sich auf jeden Fall wohl fühlen, wir genug zu essen und zu trinken haben (Daniel und ich grillen dann die nächsten 2 Wochen noch…). Total verrückt! Bis auf eine Freundin, die arbeitstechnisch nicht pünktlich um 19.00 da sein konnte, waren auch wirklich alle im selben Moment da! Das hat mich etwas überfordert, weil ich es hasse, so sehr im Mittelpunkt zu stehen 😀 Es gab Geschenke, Geschenke und Geschenke. Und obwohl ich nicht erwähnt hatte, dass ich mir irgendwas wünsche, außer einen netten Abend, habe ich mich natürlich wie ein Kleinkind gefreut. Ein bisschen was muss ich also auch darüber posten.
Der beste Freund der Welt ist nicht nur der beste Gastgeber der Welt sondern auch mit der aufmerksamste Zuhörer (es sei denn ich rede über die Anschaffung weiterer Tiere…). Ich habe vorgestern noch gesagt, dass ich mich soooo freue, wenn das Studio so weit ist, und ich dann endlich ein Hintergrundsystem kaufen kann, das stabil genug ist, 3 x 2,73m  Karton in 11m Länge zu tragen. Die breitesten, realistischsten Größen, die es für Kartonhintergründe nun mal gibt. Maximal gute Arbeitsbedingungen. Das System hätte ich gerne schon in der alten Immobilie gehabt. Aber die Deckenhöhe war so niedrig, und der Raum auch viel zu klein, um dies zu realisieren. Jetzt kann ich es noch weniger erwarten, bis das Studio eingerichtet werden kann, denn nun ist das System da. Ich denke, ich bestelle auf jeden Fall schon mal vorab 2 weitere Hintergründe zu meinem schwarzen, den aktuell einzigen, den ich in der Größe habe, einfach nur um zu drängeln. Wenn Geduld nicht die eigene Stärke ist, aber zumindest die Stärke der Person, die man nerven will, kann man auf jeden Fall nerven 😀 Jahrelange Erfahrung 😉 Und ja, ich weiß es ist kitschig, aber wer Daniel kennt, weiß, dass es auch echt süß ist, weil er sonst gar nicht so ist: 29Das Beste war aber, dass er viel eher Feierabend gemacht hat, mit einer kleinen Reisetasche ankam, unsere Sachen gepackt hat, und verkündete, dass wir nun das Bett aufbauen, das hier schon seit einiger Zeit steht und heute die erste Nacht in unserem Haus verbringen würden. Und da sieht man wieder, dass es die Dinge sind, die man eben nicht kaufen kann, die das Leben so schön machen. Mir persönlich hat es echt viel bedeutet, weil ich in unserer Beziehung schon ziemlich die treibende Kraft bin, was „Schritte“ angeht. Ich möchte eine Beziehung, ich möchte zusammenziehen und Daniel ist meistens ok so, wie es ist. Er möchte ja nicht mal Ziegen!!! Mein Haus ist komplett leer. Nicht mal ein Handtuch zum Händeabtrocknen ist noch dort. Und Daniel hat noch gar nichts gepackt:)Ja, ja, ich weiß schon, worauf das hinaus läuft… Von daher war es für mich echt groß, dass er beschlossen hat, dass wir nun die erste Nacht in unserem Haus schlafen. Das hat mir irgendwie viel bedeutet.

Ansonsten hatte ich mega Stress mit einer eventuell blöden Stimmung. Da ich montags abends normalerweise Agility Training bei uns in Ahlen auf dem Hundeplatz gebe, und das Training gestern ausgefallen ist, habe ich meine ganze Truppe auch eingeladen. Also, nicht nur deshalb. Ich mag die Menschen zufällig auch noch:)Ja, und dann war da noch eine Freundin, mit der ich Abi gemacht habe, ein paar die ich von Turnieren kenne, meine Eltern und Daniels Eltern. Damit Eltern sich auch mal endlich kennen lernen. Eine ziemlich gemischte Truppe also, jeder gerne mit Anhang + Hund(e). Ich hatte Angst, dass das doof wird. In der Summe waren wir dann 14 Menschen glaube ich und 8 Hunde. Ja, und sogar Polly war friedlich, nachdem sie jeden zur Begrüßung erst fressen wollte (Platinum streuen wie Körner bei Hühnern lenkt sogar einen Parson Russell ab!). Dummerweise sind Lane und Polly offensichtlich noch mehr oder weniger in der Standhitze, tja, und da wir einen intakten Rüden dabei hatten, hat nur eine dicke Pampers und ein Schlüpfer dadrüber geholfen 😀 Es reicht nicht, dass die zwei sich seit Tagen gegenseitig „belegen“ und ablecken und ach… Es war wirklich eine tolle… Veranstaltung 😀

Meine Gruppe war ebenfalls mega süß. Als Geschenk haben sie mir gemeinsam eine von Florian extrem liebevoll selbstgebaute Agility- Wippe geschenkt mit einer kleinen Finanzspritze, um endlich eine neue, gummierte anzuschaffen. Polly ist der Meinung, die kleine geht allerdings auch klar. wippeIch finde sie so süß, und sie kippt tatsächlich wirklich, sodass ich beschlossen habe, ich brauche nun unbedingt wieder einen neuen Wurf Welpen, weil ich jetzt so eine tolle, kleine, niedliche Wippe habe, die doch perfekt ist für kleine Hundebabies. Ja, mal sehen, wer mir zuhört…
Worüber ich mich auch extrem gefreut habe, war der Besuch unserer Eltern. Dazu möchte ich jetzt nicht so viel schreiben, und auch nicht ins Detail gehen, ich fand es einfach von allen Parteien eine ganz großartige Geste, und habe die Anwesenheit jedes einzelnen so sehr genossen. Es hat mir einfach unglaublich viel bedeutet, auch, dass unserer Eltern sich kennen lernen und sich sehr, sehr gut angefühlt. Ich weiß, dass jemand ziemlich über seinen Schatten springen musste und weiß es sehr zu schätzen. Was ich auch schätze, ist Aufmerksamkeit, wie bereits erwähnt. Obwohl ich wie gesagt gar keine Geschenke gewünscht habe, entsinne ich mich, dass ich irgendwann mal hier erwähnt habe, dass ich gerne Lavendel und „anderes, dekoratives Zeug“ pflanzen möchte, um den Garten auch als Kulisse für meine Shootings nutzen zu können. Tja, und auf einmal ist es da. Auf einem kleinen Surfbrett, das offenbar einmal einem kleinen Daniel gehörte. b1b2

Ich weiß noch nicht genau, wo ich die Blumen pflanze. Mal ein bisschen das Licht beobachten vielleicht. Und wer sich das Surfbrett unter den kaputten Nagel gerissen hat, ist überflüssig zu erwähnen, oder??? surfbrettsurfbrett3surfbrett2

Die Stimmung war angeblich locker. Ich war wie gesagt irgendwie nicht so ganz dabei 😀 Einige haben sich heute noch mal sehr positiv geäußert, und viele waren traurig, dass die „Party“, die gar keine war, an einem Montag stattgefunden hat. Ich hatte überlegt, das ganze auf kommendes Wochenende zu legen, dann hätte man es (hoffentlich!) auch mit 5 Jahren Remission feiern können (am Freitag ist die letzte halbjährige Nachsorge, 5 Jahre nach der letzten Chemo), aber Daniel ist kommendes Wochenende unterwegs, ich bin arbeiten und es passt nicht. Es passt den ganzen September lang nicht. Deshalb gerne nächstes Jahr, dann mit Cocktails am Pool und einem WC im Erdgeschoss, ohne auf den Boden geklebte Pfeile, die durch das ganze Haus ins zweite Stockwerk in die obere Wohnung führen. Dann feiern wir hoffentlich die 30 mit hoffentlich 6 Jahren Remission. Und vielleicht einem Tamaskan und 2 Ziegen:)

Caro - Da ist Liebe in der Luft <3 alles liebe nachträglich 😘29. August 2017 – 21:44

F a c e b o o k