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Tala

Mit Tala geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Als der Wunsch, einen Hund an meiner Seite zu haben, immer intensiver wurde, sollte es eigentlich ein großer Hund werden. Ein Hund, „der was her macht“. Meine Mutter hätte gerne einen Schäferhund gehabt, mein Vater einen Dobermann. Ich fand Dalmatiner toll, hätte aber auch jeden anderen Hund genommen. In dem Mehrfamilienhaus, in dem wir damals gewohnt haben im dritten Stockwerk ohne Fahrstuhl auch noch, war Hundehaltung eigentlich gar nicht erlaubt. Aber jeder in der Siedlung hatte eben einen Hund. Und so sollte ich auch endlich einen bekommen. Ein großer Hund hat aber nicht in unser Leben gepasst und so habe ich mich für den Glatthaar Fox entschieden, weil von allen Hunden aus der Nachbarschaft die ich regelmäßig spazieren geführt habe, „Jacky“ meine absolute Favoritin war. Durch Kira habe ich das Agility kennengelernt, dadurch die Shelties und Manchester Terrier und Parson Russell Terrier. Conny. Alles nahm seinen Lauf. Während meiner Ausbildung war ein dritter Hund überhaupt nicht drin, dann habe ich mich von Joulean getrennt, dann bin ich krank gewesen, dann bin ich in meine erste eigene Wohnung gezogen, ebenfalls ins zweite Stockwerk. Dann bin ich da wieder ausgezogen und in mein kleines Häuschen gezogen, das wiederum zu klein war. Kurzum: Es hat nie gepasst. Nun lebe ich mit Daniel seit August in unserem nicht gerade kleinen Eigenheim und die Anzahl und Größe der Hunde spielt keine wirkliche Rolle (mein Auto wird langsam nur zu klein 😀 ). Dass ich früher oder später wieder einen vierten Hund dazu nehme, war klar. Ich bin aber auch von Lanes Nachzucht überzeugt, ich mag Parson Russell und von Polly wird es keine Welpen geben. Ich mag einfach so viele Hunde, mir gefallen so viele Hunde. Dennoch muss man sich entscheiden. Und ich habe mich entschieden. Ich wollte meinen Kindheitstraum verwirklichen. Es sollte ein großer Hund werden. Zuerst habe ich zum Whippet tendiert, aber der ist nicht wirklich wirklich groß. Schäferhunde fallen weg, egal ob deutsch oder belgisch, weil ich keinen vierten Hund arbeiten möchte aktuell, weswegen weitere Terrier im Moment auch wegfallen. Es sollte also ein großer Familienhund werden. Ein Hund, der mir optisch zusagt, der zu meinem Leben und meinen Terriern passt, der Daniel gefällt und den ich gut fotografieren kann. Durch die Fotografie bin ich auch das erste Mal einem Tamaskan begegnet und so habe ich mich etwas ernsthafter mit der Rasse befasst. Der Tamaskan ist keine von der FCI anerkannte Hunderasse und demnach gibt es eben viel „Schrott“ auf dem Markt. Ich habe meine Suche dann erweitert und in den Niederlanden geschaut. Dort schienen die Menschen immerhin etwas bemühter was Kommunikation angeht, aber es gab keinen Wurf, der mir zugesagt hat. Und eigentlich auch keinen Züchter so wirklich. Einfach keine Verpaarung, wo ich das Gefühl hatte: Daraus möchtest du einen neuen Weggefährten für die nächsten 15 Jahre. Bei einer einzigen Verpaarung hat mir wenigstens der Rüde zugesagt und ich habe mich gefragt, warum man ausgerechnet zum Belegen bis nach Kroatien fährt. So bin ich dann auf Debby’s Seite gelandet und habe die Sylvaen Tamaskane gefunden. Einen Hund in Kroatien zu kaufen, nicht bei der Aufzucht dabei zu sein und ihn dann auch erst nach 3 Monaten abholen zu können schien aber im ersten Moment doch schon weit weg. Es gab allerdings eine Verpaarung für 2018, die mir sooooo zugesagt hat! Ich wollte unbedingt einen Welpen aus diesem Wurf. Unbedingt. Zu jedem Preis! Tja, und als ich nicht mal einen Monat auf der Warteliste stand, war die Planung hinfällig, weil die Hündin früher läufig wurde und nicht von dem Rüden, von dem ich so gerne einen Welpen wollte, belegt werden konnte, weil. Und obwohl ich zuerst dachte, dass der Tamaskan vielleicht einfach die falsche Rasse für mich ist, und ich all die Hürden und Umstände endlich vernünftig interpretieren soll und mich nach etwas anderem umschauen sollte (Saarlos / Tschechoslowaken?) kam Debby dann mit Tala, Sylvaen Cyclone, um die Ecke. Tala ist eine Enkelin von meinem favorisierten Rüden, der übrigens ein reiner Sibirischer Husky ist. Sie sollte nach Polen und dort ein Therapiehund werden, aber sie zeigte sich zu aktiv. Dann sollte sie nach Slovenien, aber die Familie hat sich für einen Rüden entschieden. Und so bestand für mich die Option, sie zu bekommen. Nachdem das mit Daniel etwas Stress gab („Wir haben noch keine Heizung, aber du kaufst schon wieder einen neuen Hund!“) und der finale Plan bezüglich Übergabe endlich stand habe ich Tala am 17.11. in Ingolstadt in einer Bäckerei abgeholt. Ich habe mich lange zuvor gefragt, ob ich einen Haufen Geld „vergeude“ oder was mit diesem Hund nicht stimmt. Warum ein vermeintlich so entzückendes Wesen einfach immer noch frei ist. Es gibt keine Antwort darauf. Tala ist zu 100% das, was ich wollte. Sie ist wissbegierig und kapiert super, super schnell. Sie folgt. Sie braucht keine starken Korrekturen. Sie überdreht nicht. Sie ist generell wesentlich einfacher zufrieden zu stellen, als einer von den Terriern. Sie meckert nicht, sie nörgelt nicht, sie pöbelt nicht. Sie kuschelt gerne, sie läuft von Anfang an gut an der Leine, sie will es mir stets recht machen. Und sie ist wunder, wunderschön!Foto_12

F a c e b o o k